Heute im Bundestag
Schröder lehnt Boykottmaßnahmen gegen Israel ab
25. April 2002
Als Freund Israels müsse Deutschland aber auch die Stimme offen für die Schaffung eines lebensfähigen palästinensischen Staates erheben. Ansonsten sei eine dauerhafte Sicherheit für Israel nicht möglich. Schröder forderte Israel auf, die Palästinenser als gleichberechtigte Verhandlungspartner "mit Würde und Respekt" zu behandeln. Israel und Palästinensern müsse klar sein, dass Gewalt und Terror kein Weg zur Lösung der Probleme sei.
Ausdrücklich lobte Schröder das Ideenpapier von Außenminister Joschka Fischer zur Entschärfung des Nahostkonfliktes. Die Konfliktparteien seien nicht mehr in der Lage, allein eine Lösung zufinden. Die Bundesregierung befürworte daher einer internationale Konferenz, an der neben den Konfliktparteien auch die USA, die EU, die UNO und Russland teilnehmen.
