Union-Streit wegen bayerischen Landtagswahlen?
CSU verlangt Rückzugsstrategie für den Afghanistan-Einsatz
21. April 2008
Niemand wolle die deutschen Soldaten für ewige Zeiten am Hindukusch stationieren, so von Klaeden. "Aber erst wenn Afghanistan über selbsttragende Stabilität verfügt, können die Truppen abgezogen werden - davon sind wir aber noch weit entfernt."
Von Klaeden schloss angesichts der Sicherheitsprobleme auch eine Erhöhung des Truppenkontingents von derzeit 3500 Bundeswehrsoldaten nicht aus. "Die Entscheidungen werden dazu im Oktober getroffen."
Der Außenpolitiker warnte zudem vor, verheerenden Folgen eines übereilten Rückzugs für die Sicherheit Deutschlands und Europas. "Wenn wir die Menschen in Afghanistan wieder wie nach dem Abzug der Sowjets im Jahr 1989 im Stich lassen, wären die Gefahren für unsere Sicherheit noch weit größer als vor dem 11. September 2001."
Lesen Sie auch:
Afghanistan-Krieg
Bundeswehr soll auch nach tödlichem Anschlag in Afghanistan bleiben
"Horizont-Strategie"
Verteidigungs-Staatssekretär verliert offenbar die Lust am Afghanistan-Krieg
"Den Aufklärern folgen Bomber"
Breite Bevölkerungsmehrheit gegen Tornado-Einsatz in Afghanistan
"Die NATO muss abziehen"
Gauweiler fordert Ausstiegsstrategie für Bundeswehr in Afghanistan
Münchner Sicherheitskonferenz
"In Diktaturen würde so etwas nicht passieren"
