"Vorwurf der Bestechlichkeit"
Dagmar Metzger kandidiert nicht mehr für den Hessischen Landtag
14. November 2008
Metzger hatte am Montag vergangener Woche gemeinsam mit den SPD-Abgeordneten Jürgen Walter, Carmen Everts und Silke Tesch die für den darauffolgenden Dienstag (4. November) geplante Wahl von Hessens Partei- und Fraktionschefin Ypsilanti zur Ministerpräsidentin einer von der Linken tolerierten rot-grünen Minderheitsregierung platzen lassen.
Aus Metzgers Erklärung geht hervor, dass sie in der SPD-Landtagsfraktion keinen Rückhalt mehr hat: "Ich sehe keine Basis für eine künftige konstruktive Zusammenarbeit in der SPD-Fraktion in Wiesbaden. Ich halte es für sinnlos, mich in den nächsten 5 Jahren als Außenseiterin in einer gegen mich eingestellten Fraktion aufzureiben ohne inhaltlich etwas für die Bürgerinnen und Bürger meines Wahlkreises bewegen zu können."
Selbst in ihrem Darmstädter Wahlkreis fehlte zuletzt die Akzeptanz für ihre Politik. Metzger: "In den letzten Tagen habe ich viele Gespräche in Darmstadt und dem Landkreis geführt und leider den Eindruck gewonnen, dass viele Funktionsträger in der Partei nicht mehr hinter mir stehen."
Schon auf dem SPD-Parteitag in Fulda am 1. November waren Dagmar Metzger und Jürgen Walter völlig isoliert. Die Delegierten spendeten nach ihren Reden so gut wie keinen Beifall. Ypsilanti hatte von 95 Prozent der Delegierten die Unterstützung für die geplante Regierungsbildung erhalten.
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