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"Nuclear Banks, No Thanks"

Deutsche Bank finanziert Atomenergie

26. Oktober 2010

Bild: ngo-online[nachrichten-café] Die Deutsche Bank gehört einer Untersuchung zufolge als einzige deutsche Bank zu den Top Ten der internationalen "Atombanken". Die deutsche Großbank sei der siebtgrößte Nuklearfinanzierer, heißt es in dem Recherchebericht von Jan Beranek (Greenpeace) und Heffa Schücking (urgewald) mit dem Titel "Nuclear Banks, No Thanks" vom März 2010. International an der Spitze der Banken, die die Atomindustrie zwischen 2000 und 2009 am stärksten unterstützt haben, liegen demnach BNP Paribas (Frankreich), Barclays (Großbritannien) und Citi (USA). Die Top Ten der Atomfinanzierer hätten in der untersuchten Periode der Atomindustrie insgesamt 92 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt.

Die Deutsche Bank soll im genannten Zeitraum über 7,8 Milliarden Euro in Atomprojekte investiert haben. Damit hätte die führende deutsche Privatbank weitaus mehr "radioaktives Portfolio" als jede andere deutsche Bank.

Den Angaben zufolge hat die Deutsche Bank große Kreditsummen für Uranminen, speziell in Afrika, zur Verfügung gestellt. Darüber habe sie weltweit Atomkraftwerksbetreiber finanziert.

Der Deutschen Bank wird ferner vorgeworfen, politische Lobbyarbeit für die Industrie zu betreiben und Nuklearinvestitionen als Lösung für die Energiekrise anzupreisen. Unter dem Titel "Limitless Participation in the Nuclear Boom" habe die Deutsche Bank beispielsweise ein "S-Box Nuclear Power Index Certificate" beworben.

Die Organisationen des Berichts fordern dazu auf, dem Bank-Management schriftlich die eigene Kritik am Nuklearengagement mitzuteilen. Außerdem solle man erwägen, seine Finanzgeschäfte nicht über Nuklearbanken abzuwickeln.

Foto: ngo-online

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