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Seemanöver mit 30.000 US-Soldaten

Eskalation im Korea-Konflikt

29. November 2010

Bild: IPPNW[nachrichten-café] Der lange schwelende Konflikt in Korea droht vor den Augen der Welt in einen Krieg zu eskalieren. Sowohl von Nord- als auch von Südkorea werden unversöhnliche Äußerungen verbreitet, inzwischen wird offen von Krieg gesprochen. Nordkorea ist im Besitz von Atomwaffen, an der Seite Südkoreas ist die Atommacht USA in der Region stark militärisch präsent. Und China, ebenfalls Atommacht, ist der einzig verbliebene Verbündete Nordkoreas. Unter dem Deckmantel eines Manövers hat die Streitmacht USA rund 30.000 US-Soldaten, den US-Flugzeugträger "Georg Washington", Zerstörer, Fregatten und U-Boot-Jagdflugzeuge im Gelben Meer, die auch von China als Bedrohung wahrgenommen wird. China, von dem das Gelbe Meer territorial beansprucht wird, hat die USA bereits vor der Durchführung des Seemanövers gewarnt.

Aus Sicht der Deutschen Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) ist es für alle Beteiligten unerlässlich, von nun an Provokationen zu vermeiden und dafür Sorge zu tragen, dass die Situation nicht weiter eskaliert.

Das Seemanöver wird als "außerordentliche Provokation" wahrgenommen

"Wir appellieren an die USA und Südkorea, das im Gelben Meer begonnene Seemanöver zu unterlassen und damit ein Zeichen der Entspannung zu setzen. Nordkorea rufen wir gleichzeitig zur Zurückhaltung auf", so die IPPNW. Die von beiden Seiten zu hörende Kriegsrhetorik müsse ernsthaften Bemühungen um Dialog weichen. "Was in der Wahrnehmung Südkoreas als selbstverständliches Recht erscheint, ein Seemanöver gemeinsam mit dem Verbündeten USA im Gelben Meer abzuhalten, stellt nach dem Verständnis Nordkoreas und Chinas eine außerordentliche Provokation dar." Umgekehrt sei der Beschuss von südkoreanischem Gebiet durch die nordkoreanische Armee für Südkorea nicht hinnehmbar.

IPPNW warnt vor Atomwaffen-Einsatz

Die IPPNW hat wiederholt auf die globalen Gefahren auch eines begrenzten Einsatzes von Atomwaffen aufmerksam gemacht. "Durch einen möglichen Einsatz von Atomwaffen sehen wir nicht nur eine Gefahr für Asien, sondern unkalkulierbare Risiken auch für den Rest der Welt", so die Atomwaffen-Kritiker.

Foto: IPPNW

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