Artenvielfalt | Biologische Vielfalt
Nachrichten zum Thema
Tag der biologischen Vielfalt
Biopiraten sollen künftig keine Profite auf Kosten indigener Völker mehr machen
Der WWF fordert anlässlich des Tages der Artenvielfalt am 22. Mai klare politische Vorgaben von der Bundesregierung an die internationalen Konzerne. "Deutsche Firmen zählen zu den finanziellen Nutznießern von in Entwicklungsländern gesammeltem genetischen Material. Umweltminister Jürgen Trittin muss verbindliche Regeln für einen gerechten Ausgleich schaffen." Eine Konvention über die biologische Vielfalt (CBD) wurde 1992 nach der Rio-Konferenz der Vereinten Nationen, dem so genannten Erdgipfel, verabschiedet. Sie hat drei gleichberechtigte Ziele: Den Schutz der Artenvielfalt, deren nachhaltige Nutzung sowie die gerechte Aufteilung der Vorteile und Gewinne der Nutzung. Noch fehlt aber eine Umsetzung der Vorgaben der Konvention in deutsches Recht.
Biologische Vielfalt
Politik soll Artensterben in der Landwirtschaft stoppen
Nur noch zwölf Pflanzenarten und fünf Nutztierarten bilden die Grundlage unserer Ernährung. 99,6 Prozent der Kulturpflanzen bleiben hingegen ungenutzt und rund 2000 Nutztierrassen sind derzeit vom Aussterben bedroht. Das wissenschaftliche Verbundprojekt "Agrobiodiversität entwickeln!" untersuchte die Ursachen und Folgen, die der Verlust der Artenvielfalt im Bereich der Landwirtschaft mit sich bringt. "Die gesetzlichen Regelungen und Bestimmungen haben nicht zum Erhalt der Rassen- und Sortenvielfalt beigetragen", sagt Miriam Dross, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsbereich Umweltrecht des Öko-Instituts e.V.
Wälder sollen in Würde altern
"Totes" Holz in Wäldern wichtig für die Artenvielfalt
Der Rückgang an "toten" Hölzern führt zu einem dramatischen Artenverlust in den europäischen Wäldern. In seinem am Montag veröffentlichten Bericht "Deadwood - Living Forests" zeigt der WWF, dass mit der Beseitigung von so genanntem Totholz und alten Bäumen auch Spechte, Fledermäuse, Eichhörnchen, Käfer, Pilze und Flechten aus den Wäldern verschwinden. Nach Angaben des WWF ist ein Drittel der im Wald lebenden Tier- und Pflanzenarten auf ausgediente Bäume angewiesen. Zusammen bildeten sie die größte Gruppe gefährdeter Arten in Europa. Sie nutzten die Baumstämme und Äste als Lebensraum und Speisekammern. Der WWF schätzt, dass in den europäischen Wäldern der Anteil des Totholzes auf nur noch weniger als fünf Prozent des natürlichen Vorkommens geschrumpft ist. In einem unbewirtschafteten europäischen Wald könne bis zu einem Viertel des Holzes aus Totholz bestehen.
..mehrUmweltschutz
Forderungen der Finanzminister gefährden Naturprojekt "Grünes Band"
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat an die Finanzminister von und und Ländern appelliert, die andauernde Blockade des Biotopschutzes im früheren innerdeutschen Grenzgebiet - dem sogenannten "Grünen Band" - endlich zu beenden. Beim morgigen Treffen der Finanzstaatssekretäre der Ost-Bundesländer in Berlin müssten die Weichen gestellt werden, damit 15 Jahre nach dem Grenzfall eines der bedeutendsten Naturschutzvorhaben in Deutschland umgesetzt und die Artenvielfalt entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze erhalten werden könne.
Schädlicher als konventionelle Sorten
Belgien blockiert EU-Zulassung für Gen-Raps
Die belgische Regierung blockiert die EU-weite Zulassung für eine genetisch veränderte Rapspflanze. Dies berichtet die Umweltorganisation Greenpeace. Die belgischen Umwelt- und Gesundheitsminister haben am Montag bekannt gegeben, dass die belgischen Behörden negative Auswirkungen des Gentech-Raps auf die Artenvielfalt sowie eine unkontrollierte Ausbreitung befürchten. Bauern würden nicht im Stande sein, die Verunreinigung ihrer Felder und Saaten zu vermeiden. Der genetisch manipulierte Raps, dessen Zulassung verweigert wird, stammt von Bayer CropSciences.
..mehrAbholzung, Trockenlegung von Feuchtgebieten, Übernutzung
Artenvielfalt schrumpft schneller denn je
Die Artenvielfalt auf der Erde nimmt nach Angaben des World Wide Fund For Nature (WWF) immer stärker ab. Seit 2002 sei die Zahl akut vom Aussterben bedrohter Tier- und Pflanzenarten noch einmal um rund 1000 gestiegen. Demnach stehen derzeit etwa 12 250 Arten auf den obersten drei der neun Gefährdungsstufen der so genannten Roten Liste. Verantwortlich dafür, dass die Artenvielfalt schneller schrumpft denn je, sei unter anderem die Abholzung der Wälder, die Trockenlegung von Feuchtgebieten sowie die Übernutzung vieler Arten.
..mehrNeue Studie
Praxisnahe Haftung für ökologische Schäden ist möglich
Für einen Schaden haftet sein Verursacher - das ist ein einfaches und etabliertes Prinzip. Soweit es um ökologische Schäden geht, stehen die Juristen in der Europäischen Union aber noch am Anfang. Wer haftet für Schäden an ökologischen Allgemeingütern wie Wasser, Boden oder Artenvielfalt? Auf diese Fragen hat ein interdisziplinäres Team unter der Leitung von Dr. Dr. Juliane Kokott von der Universität St. Gallen im Auftrag des Umweltbundesamtes Antworten gesucht. Die Autoren schlagen vor, dass Schadensersatz in Form konkreter Wiederherstellungs- und Verbesserungs-maßnahmen erfolgen soll. Wer zum Beispiel einen See schädigt, müsste diesen Schaden beseitigen, oder, falls das nicht geht, ein anderes Gewässer sanieren.
..mehr"Verbreitungsgebiete verlagern"
Bis zu 30 Prozent der Arten sollen durch Klimawandel bedroht sein
Nach Einschätzung von Naturschutzexperten bedroht der Klimawandel massiv die Artenvielfalt in Deutschland. "Durch den Klimawandel könnten hierzulande zwischen fünf und 30 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten verschwinden", sagte die Präsidentin des Bundesamts für Naturschutz (BfN), Beate Jessel, am Dienstag (16. September) in Karlsruhe. Dies bedeute allerdings nicht, dass die betroffenen Arten zwangsläufig aussterben. Sie könnten auch "ihre Verbreitungsgebiete verlagern", vor allem nach Norden. Gefährdet seien vor allem Arten im alpinen Raum, im Wattenmeer sowie in einzelnen Mooren und Feuchtgebieten, sagte Jessel anlässlich der Eröffnung des Deutschen Naturschutztags. Sie beklagte auch den großen Flächenverbrauch in Deutschland, der bei 113 Hektar pro Tag liege.
..mehr"Trend zur Monokultur"
Umweltauflagen für Energiemais gefordert
Angesichts des anhaltenden Booms von Biogasanlagen haben der Naturschutzbund NABU und der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) vor negativen Konsequenzen für Natur und Landschaft gewarnt. Der zunehmende Anbau von Energiemais hat nach Auffassung der Verbände "erhebliche ökologische Risiken und Auswirkungen auf die Artenvielfalt zur Folge", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. So würden im Einzugsgebiet von Biogasanlagen vermehrt Grünland- und Stilllegungsflächen zu Maisäckern umgewandelt. Der "Trend zur Monokultur" führe zu einer erhöhten Bodenerosion und Grundwasserbelastung sowie zu einem massiven Verlust wertvoller Lebensräume.
..mehrTag der Artenvielfalt
Lebensmittel-Konzerne der Regenwaldzerstörung beschuldigt
Zum UN Tag der Biologischen Vielfalt am 21. Mai setzt Greenpeace seinen Protest gegen den US-Agrarkonzern Cargill in drei Ländern fort. Cargill unterstütze mit seinem Soja-Geschäft die Zerstörung des größten und artenreichsten Regenwaldes der Erde. Der Konzern fördere die Ausweitung des Soja-Anbaus im Regenwald durch Kredite, landwirtschaftliche Maschinen und Logistik. Cargill beziehe die Sojabohnen von Farmern, die den Urwald zerstörten sowie in illegale Landnahme und Sklaverei verwickelt seien. Die nach Europa exportierte Soja diene hier als Futter für Masttiere wie Schweine, Rinder oder Kühe.
Samba for live
Jugend-Parade demonstriert bei UN-Konferenz über Biologische Vielfalt
In der Parade "Samba for Life" (Samba für das Leben) haben im brasilianischen Curitiba am Mittwoch rund 2000 Kinder und Jugendliche für den Schutz der Artenvielfalt getanzt, getrommelt und gesungen. Die Jungen und Mädchen forderten von den angereisten Ministern der UN-Konferenz über Biologische Vielfalt (CBD), ein weltweites Netz von Schutzgebieten in Urwäldern und Ozeanen einzurichten, wie Greenpeace berichtet.
..mehrBiodiversitäts-Konferenz
Brasiliens Präsident greift Industrieländer wegen Artenvielfalt an
Der brasilianische Präsident Luis Inacio Lula da Silva hat auf der 8. Vertragsstaatenkonferenz der Konvention über biologische Vielfalt in Curitiba (Brasilien) die reicheren Länder heftig kritisiert. Sie würden zu wenig Geld zum Erhalt der globalen Biodiversität - also die Vielfalt der Lebewesen auf der Erde - beisteuern. Es sei nicht zu akzeptieren, dass die ärmsten Länder der Welt die Last alleine zu tragen hätten, so der Präsident. Schon zuvor hatten Forscher davor gewarnt, dass die biologische Vielfalt des Planeten extrem unter Druck sei. Besonders dramatisch sei die Entwicklung in den ärmsten Ländern.
Artenvielfalt
Neuer Korallenbarsch vor Fidschi entdeckt
Der Planet ist offiziell um eine neue Fischart reicher: Die zur Familie der Korallenbarsche gehörende Art (Pomacentrus sp.) wurde bei der ersten umfassenden Untersuchung des vor Fidschi gelegenen Great Sea Reef von WWF-Forschern entdeckt. "Die Artenvielfalt des Riffs, das auch als Cakaulevu bekannt ist, ist weltweit einzigartig", erläutert WWF-Meeresexpertin Stefanie Schmidt. Am heutigen Freitag wird der erste Teil des Riffs zum Schutzgebiet erklärt. Fortan dürfen dort in bestimmten Zonen keine Fische, Korallen oder andere Arten gefischt oder gesammelt werden. Den Einsatz der Regierung Fidschis für die nachhaltige Bewahrung des Riffs belohnt der WWF mit seinem Conservation Leadership Award.
UNEP-Bericht
Artenvielfalt schwindet schneller
Die Artenvielfalt des Planeten Erde schwindet schneller. Nach einem Bericht der UNO hat gerade der Verlust der Biodiversität auch schlimme Folgen für die Menschen, denn weniger Lebewesen schaffen auch menschliche Armut, berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature. Nach dem Bericht haben die Menschen in den vergangenen 50 Jahren mehr Schaden an der biologischen Vielfalt angerichtet als je zuvor. Allein im vergangenen Jahrhundert habe aufgrund menschlichen Zutuns die Aussterbensrate 1.000 Mal höher gelegen als bei einer natürlichen Selektion. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, werde aber auch das Leben der Menschen bedroht, so die UNO. Nur ein artenreicher Planet sei der Garant dafür, die Erdbewohner mit genügend Nahrung zu versorgen.
Artenvielfalt
GEO-Bildband "Natur in Deutschland" zwischen Nordsee und Alpen
Es müssen nicht immer Regenwälder sein, es müssen nicht immer Elefanten, Wale und Tiger sein: Ein neuer Bildband von GEO zeigt, was Natur auch in gemäßigten Breiten an Schönheit, an Vielfalt und an Überraschungen zu bieten hat - nämlich in Deutschland. Über viele Jahre hinweg hat der GEO-Fotograf Thomas Stephan, mal im Nahbereich, mal aus dem Flugzeug, Wälder und Mittelgebirge, Heidelandschaften und Gebirge, Felder und Hochmoore, das Wattenmeer, Flüsse und Bäche geduldig und kenntnisreich mit der Kamera abgesucht, um die Wunder im Kleinen einzufangen. Ergebnis sind außergewöhnliche Bilder aus dem filigranen Netzwerk der Natur, ergänzt um informative und unterhaltsame Texte von fachkundigen GEO-Reportern.
..mehrAgrarpolitk
Hessen will Grünland stärker fördern
Hessen will die Subventionen für Weideflächen erhöhen. Die so genannte Grünlandprämie wird damit im Verhältnis zu den Zuschüssen für den Ackerbau attraktiver. Umweltverbände begrüßen die durch die EU-Agrarreform angestoßene Entwicklung, weil es künftig nicht mehr darum geht, möglichst viel zu produzieren, sondern Grünflächen zu erhalten. Ab 2005 soll das Geld nicht mehr danach gezahlt werden, wieviel Milch und Fleisch die Bauern produzieren, sondern es wird allgemein nur die Größe der Grünfläche subventioniert. Grünland sei ein Beitrag zu Artenvielfalt und Hochwasserschutz.
..mehrGentechnikgesetz
NABU: Risiken des Gen-Anbaus unzureichend erforscht und finanziert
Obwohl das neue Gentechnikgesetz erstmals Umweltschäden haftbar macht, sind landwirtschaftliche Kontrollen vage fomuliert. Das kritisierte der Naturschutzbund (nabu) auf der Tagung zu Risiken und Sicherheit von Gen-Landwirtschaft. Es könne nicht sein, dass ein Gentechnik-Konzerne wie Monsanto "über ökologische Sicherheitsbestimmungen wacht", so NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Grundsätzlich aber hält der Umweltbund Gentechnik für möglich. "Es ist möglich," sagte Tschimpke. Da seien sie realististisch. Es sei einer ihrer Aufgaben, sich "mit den Folgen herumzuschlagen." Die ethische Bewertung überlasse man anderen. Weil aber diese "Folgen" unvorhergesehen für die Artenvielfalt seien, fordert der Verband unabhängige Kontrollen von der Industrie. Derzeit sei man ausschließlich auf Ergebnisse der Industrie angewiesen, bestätigt Harmut Vogtmann, Präsident des Bundesamtes für Naturschutz.
..mehrUmweltradio
Eine Stunde Umweltradio für Kinder
Kurz vor Nikolaus, am 5. Dezember, bekommt die Kinderunterhaltung Zuwachs. Das Kinderradio radijojo! startet eine Umweltsendung: Sie heißt Graslöwen Radio und ist für eine Stunde pro Woche auf Sendung. Immer sonntags um 12 Uhr sollen Kinder eine bunte Mischung aus Hörspielen, Interviews, Reportagen und Musik hören. In der ersten Sendung dreht sich alles um die Artenvielfalt.
..mehrArtenvielfalt
Neue Unterart des höchst bedrohten Tigers entdeckt
Ein amerikanisches Forscherteam hat mit Hilfe von Gentests vermutlich eine neue Tiger-Unterart entdeckt, berichtet der Tierschutzverband WWF. Bisher ging man davon aus, dass die auf der Halbinsel Malaysia lebenden Raubkatzen zu den Indochinesischen Tigern zählen. Nach Ansicht der Wissenschaftler, die 134 Tiere untersuchten, sind die genetischen Unterschiede so groß, dass man von einer eigenen Unterart ausgehen müsse. Der "Malayische Tiger" wäre nach Angaben des WWF die neunte beschriebene Unterart der Raubkatze. Mit dem Kaspischen, dem Java- und dem Bali-Tiger sind im vergangenen Jahrhundert bereits drei Unterarten ausgestorben.
Naturbilanz
Weltweite Artenvielfalt ist in 30 Jahren um 30 Prozent gesunken
Der natürliche Reichtum der Wälder, Flüsse und Meere hat in den vergangenen 30 Jahren rapide abgenommen. Zu diesem Ergebnis kommt der WWF in seinem jetzt vorgestellten "Living Planet Report 2004". Die Langzeituntersuchung über die Entwicklung der biologischen Vielfalt in den vergangenen 30 Jahren beschäftigte sich mit 1.145 ausgewählten Tierarten, die charakteristisch für die unterschiedlichen Land-, Meeres- und Süßwasserökosysteme der Erde sind. Der Artenschwund trifft das Ökosystem Meer genauso wie den Lebensraum Land um etwa 30 Prozent. Noch dramatischer ist der Rückgang an biologischer Vielfalt in den Flüssen und Feuchtgebieten. Hier haben sich die Bestandszahlen seit 1970 nahezu halbiert. Der WWF macht die verschwenderische Lebensweise der Menschheit dafür verantwortlich: Menschen verbrauchten 20 Prozent mehr an Naturschätzen als der Planet produziere.
Studie
Öko-Landbau fördert Artenvielfalt
Ökologischer Landbau fördert die Artenvielfalt in jedem Schritt der Nahrungskette: von einfachen Bakterien bis hin zu Säugetieren. Zu diesem Ergebnis kommt die bisher umfangreichste Studie über Öko-Landbau von zwei britischen Forschungsorganisationen. Die Wissenschaftler haben Datenmaterial in Europa, Kanada, Neuseeland und in den USA gesammelt, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist. In 76 Einzelstudien haben die Forscher erhoben, welche Veränderungen ökologischer Landbau bewirkt: Untersucht wurden Bodenbakterien, Würmer, Käfer, Säuger und Vögel. In 99 separaten Vergleichen von Boden-Organismen, kamen 66 zum Schluss, dass Biolandbau Vorteile für die Artenvielfalt bietet.
Gentechnik
Strenger Schutz für Artenvielfalt gefordert
Anlässlich der Anhörung des Hessischen Landtags zum Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in Hessen am 2. September hat der Naturschutzbund NABU strenge Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt gefordert. Unverzichtbar sei ein Verbot zum Anbau in Europäischen Schutzgebieten (Natura 2000), nationalen Naturschutzgebieten sowie in Biosphärenreservaten (Rhön). "Die konventionelle und die ökologische Landwirtschaft brauchen den Schutz vor gentechnisch veränderten Organismen (GVO) ebenso wie die Natur" betonte der NABU-Landesvorsitzende Prof. Rüdiger Wagner und forderte Umweltminister Wilhelm Dietzel auf, seiner Fürsorgepflicht nachzukommen.
..mehrFür Artenvielfalt
Blütenpreis 2004 - Bunt statt grün - lasst Blumen blühn!
Die Initiative David gegen Goliath stiftet den Blütenpreis 2004 für denjenigen, der nachweislich innerhalb der kürzesten Zeit die meisten unterschiedlichen Blühpflanzen sät oder pflanzt. "Einfalt statt Vielfalt ist der Tod jedes lebendigen, sich selbst regulierenden Systems. Deshalb kann die Lösung nur in einer umfassenden Aussaat- und Bepflanzungsinitiative von bunten Garten- und Wiesenblumen liegen, die nicht nur unsere Augen, Nasen und Herzen erfreuen, sondern vor allem auch für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und alle anderen Pflanzen bestäubenden Insekten unverzichtbare Lebensgrundlage sind", so der Vorsitzende von David gegen Goliath e.V. Bernhard Fricke.
NABU startet EU-weite Aktion
Eine E-Card für den Naturschutz
Der NABU hat zusammen mit BirdLife International eine EU-weite Aktion gestartet. Über das Internet können vorbereitete elektronische Postkarten an den EU-Landwirtschaftskommissar geschickt werden mit der Aufforderung, sich für eine naturverträgliche Landwirtschaft einzusetzen. Anlass ist die bevorstehende Neubesetzung der EU-Kommissarpositionen. Naturfreunde können sich auf diesem Weg direkt bei der zukünftigen Agrarkommissarin oder dem Agrarkommissar für gesund erzeugte Nahrungsmittel und den Erhalt der Artenvielfalt in der heimischen Natur stark machen.
..mehrInternationaler Tag der Artenvielfalt
Grüne Liga kritisiert Berliner Politik
Die Grüne Liga Berlin weist anlässlich des Internationalen Tages der biologischen Vielfalt am 22. Mai auf die Politik gegen das Berliner Stadtgrün hin. In Pankow wurden Hausbesitzer vom Tiefbauamt aufgefordert, ihre illegale Fassadenbegrünung "sofort zu beenden", da es sich um "unerlaubte Nutzung des Straßenlandes handle", denn ebenda wurzeln die Übeltäter und das ohne Genehmigung. Mit den Pflanzen gehen auch zahlreiche Nistmöglichkeiten für großteils geschützte Vogelarten verloren. Das bedeutet einen doppelten Verlust für die Anwohner und einen schweren Schlag gegen die belebte Stadtnatur.
..mehrNaturschutz in Hessen
Fledermaus geschütztes Tier der "Sympathiekamagne für Artenvielfalt"
In seiner Sympathiekampagne zur Artenvielfalt in Hessen stellt der NABU die größte heimische Fledermaus vor: das Große Mausohr. Die europaweit über die FFH-Richtlinie geschützten "Mausohren" gelten in Hessen als stark gefährdet. Um das weltweite Artensterben zumindest in der Europäischen Union zu stoppen, wurde mit der Fauna-lora-abitat(FFH)-Richtlinie ein wichtiges Instrumentarium zum Schutz der Artenvielfalt in Europa geschaffen. In den Anhängen II und IV der Richtlinie werden die Tier- und Pflanzenarten genannt, deren Schutz von heraus agender Bedeutung ist. Zu den hessenweit über 40 bedrohten Tier- und Pflanzenarten gehören allgemein bekannte Arten wie Laubfrosch oder Frauenschuh aber auch seltene und exotisch anmutende Arten wie Kugelhornmoos oder Schlammpeitzger. Wieder andere Arten sind weiter verbreitet als bisher vermutet, leben aber wie die Wildkatze sehr versteckt. Auch extrem seltene Spezies wie die Europäische Sumpfschildkröte, die in Hessen nur noch wenige Restexemplare zählt, gehören dazu.
Naturschutz
Zweite Runde der Sympathiekampagne für Artenvielfalt in Hessen
Nach dem Feldhamster präsentiert der NABU in seiner Sympathiekampagne für Artenvielfalt den seltenen Moorfrosch (Rana arvalis). Der Moorfrosch - gelegentlich auch "Blaumann" genannt - ist eine von 25 bedrohten FFH-Arten (geschützt nach der FFH-Richtlinie der EU), die als Teil des hessischen Naturerbes in "Steckbriefen" vorstellt werden. Die europaweit über die FFH-Richtlinie geschützten "Blaumänner" sind in Hessen akut vom Aussterben bedroht. Die NABU Stiftung Hessisches Naturerbe will mit dem Ankauf neuer Schutzrefugien einen Beitrag zum Überleben der Art leisten.
Naturschutz
Sympathiekampagne für Artenvielfalt in Hessen beginnt mit dem Feldhamster
Der NABU Hessen startet eine Sympathiekampagne für Artenvielfalt am Beispiel von 25 bedrohten FFH-Arten (Arten, die nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU geschützt sind). Ab Februar 2004 stellt der NABU über den Verlauf eines ganzen Jahres die wichtigsten Tier- oder Pflanzenarten des hessischen Naturerbes in "Steckbriefen" vor. In Hessen sind über 40 dieser bedrohten Arten beheimatet. Dazu gehören allgemein bekannte Arten wie Laubfrosch oder Frauenschuh, aber auch unbekannte und selbst für Experten exotisch anmutende Arten wie das Kugelhornmoos oder der Schlammpeitzger. Wieder andere Arten sind weiter verbreitet als bisher vermutet, leben aber wie die Wildkatze sehr versteckt. Auch extrem seltene Spezies wie die heimische Europäische Sumpfschildkröte, die über Hessen verteilt nur noch wenige Restexemplare zählt, gehören dazu.
Malaysia
Jugendliche aus zwölf Ländern aktiv bei Artenschutzkonferenz
Etwa 30 Greenpeace "Kids for Forests" aus zwölf Ländern überreichten heute auf der UN-Konferenz zum Artenschutz (CBD) Schatztruhen an die angereisten Minister sowie an den Konferenz-Vorsitzenden. Die Schatztruhen haben Kinder und Jugendliche aus der ganzen Welt mit Bildern, Gedichten, Briefen und Kunstwerken gefüllt, die die Artenvielfalt der Erde symbolisieren. Laura Holderied (15) aus Würzburg übergibt eine dieser Truhen an den malaysischen Umweltminister und Vorsitzenden der CBD-Konferenz Dato Seri Law Hieng Ding. Die Minister sollen die Urwälder und Meere, die letzten Schatzkammern der Erde, schützen.
Energie
Ölrausch im Naturparadies - norwegische Fördertürme vor den Lofoten wären fatal
Die norwegische Regierung will nach Informationen des WWF vor der Küste der Lofoten nach Öl bohren lassen. Sie ignoriere damit die Warnungen des Norwegischen Meeresforschungsinstituts (Havforskningsinstiuttett) und der Staatlichen Umweltagentur (Statens Forurensnings Tilsyn), die die Regierung beraten. Für den WWF zeichnet sich damit eine "fatale Fehlentscheidung" ab, weil eine "Schatzkammer der Artenvielfalt" wirtschaftlichen Interessen geopfert werde.
..mehrGenfood
Protest an mexikanischer Grenze gegen Zug mit Gen-Mais aus den USA
Gegen einen Zug mit zum Teil genmanipuliertem Mais aus den USA haben Greenpeace-Aktivisten am Sonntag Abend fünf Stunden lang protestiert, kurz bevor er über die mexikanische Grenze fuhr. An der Brücke über den Rio Grande - den Grenzfluss zwischen den beiden Ländern - hängten sich die Aktivisten an die Radachsen des Zuges und befestigten Banner. Greenpeace wirft den USA vor, unter Berufung auf die Welthandelsorganisation (WTO) das "Cartagena Protokoll über die Biologische Sicherheit" (Biosafety-Protokoll) zu unterlaufen und mit den Lieferungen die Artenvielfalt des Maises sowie die Gesundheit der mexikanischen Bevölkerung zu gefährden.
..mehrTag der Artenvielfalt
Arten-Inventur am Niederlausitzer Landrücken auch für Besucher offen
Bereits zum vierten Mal führt der NABU in Brandenburg den "Tag der Artenvielfalt" durch. Untersuchungsgebiet sind in diesem Jahr die Quellhänge des Niederlausitzer Landrückens zwischen Waltersdorf und Gahro. In einem 24stündigen Countdown versuchen Botaniker, Insektenkundler, Feldermausexperten und andere Spezialisten alle in dem Gebiet vorkommenden Arten aufzuspüren. Ziel ist es, über die Artenvielfalt vor der eigenen Haustür aufzuklären. Seitdem die Zeitschrift GEO 1999 erstmalig eine solche Veranstaltung organisierte, beteiligen sich inzwischen in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz zahlreiche Naturschützer an dieser Aktion. Neben den wissenschaftlichen Erfassungsarbeiten bietet der NABU gemeinsam mit dem Naturpark Niederlausitzer Landrücken und dem Biologischen Arbeitskreis Luckau ein interessantes Exkursionsprogramm für die Öffentlichkeit an.
..mehrTierschutz
Novelle des Jagdrechtes soll Liste der jagdbaren Tiere kürzen
Der Naturschutzbund NABU hat eine zügige Novelle des Bundesjagdgesetzes gefordert. "Nach dem Bundesnaturschutzgesetz im letzten Jahr muss jetzt schleunigst auch der Reformstau im Jagdrecht aufgelöst werden", sagte der amtierende NABU-Präsident Christian Unselt anlässlich des Internationalen Tages der Artenvielfalt am 22. Mai. Schwammige Begriffe wie Waidgerechtigkeit" und Hege" mit ihren Auswüchsen unter anderem bei Wildfütterung, Trophäenkult und Fallenjagd dürften nicht länger die überfällige Reform der Jagd hin zu einem zukunftsfähigen, ökologisch nachhaltigen Wildtiermanagement behindern.
..mehrTerminator-Technologie birgt Risiken für Entwicklungsländer
Umweltbundesamt veröffentlicht Studie zum biologischen Patentschutz
Mittels Gentechnik lassen sich Veränderungen in Nutzpflanzen einführen, die sich wie ein Patentschutz auswirken. So können Saatgutbetriebe Pflanzen herstellen, deren Samen durch einen gentechnisch eingebauten Mechanismus nicht keimfähig sind oder nur mit Hilfe einer herstellereigenen Chemikalie keimen können. Diese Technologie birgt vielfältige Probleme. Eine neue Studie des Umweltbundesamtes (UBA) benennt die wesentlichen Risiken: Erstens werden Landwirte - vor allem in weniger entwickelten Ländern - von der Saatgutindustrie abhängig, weil sie für das Folgejahr neues Saatgut und keimungsfördernde Chemikalien kaufen müssen. Zweitens können gentechnisch veränderte Pollen vom Feld in benachbarte Areale gelangen. Sind Kreuzungspartner vorhanden, entstehen möglicherweise auch bei anderen Pflanzensorten keimunfähige Samen. Die Artenvielfalt dieser Region wäre dann gefährdet.
..mehrWissenschaftler diskutieren Existenz weiterer Arten
Elefantenbestände auf historischem Tiefstand
Artenschützer schlagen wegen der Bestandssituation asiatischer und afrikanischer Elefanten Alarm. In Kambodscha, Laos und Vietnam kollabierten die Bestände des Asiatischen Elefanten innerhalb von 12 Jahren um mehr als 80 Prozent. In Afrika nimmt die Gesamtpopulation der Elefanten entgegen diverser Darstellungen auch weiterhin ab. Wissenschaftler sehen aufgrund jüngster genetischer Untersuchungen die Aufteilung der Bestände in drei Arten (Savannen-, Wald- und Wüstenelefant) als gerechtfertigt an. "Die Bestände mancher Regionen stehen vor der Ausrottung", betont PRO WILDLIFE Expertin Daniela Freyer, "Damit geht ein unschätzbarer Teil der Artenvielfalt verloren." Hauptursache für den Rückgang in Afrika und Asien sind Elfenbeinwilderei und Lebensraumzerstörung. Eine Freigabe des Handels mit afrikanischem Elfenbein würde auch die asiatischen Elefanten bedrohen.
..mehrArtenschutzkonferenz in Santiago de Chile
Auch deutsche Tierhalter gefährden Artenvielfalt
Deutschland ist einer der größten Absatzmärkte für exotische Heimtiere weltweit - und damit mitverantwortlich für die drohende Ausrottung immer neuer Arten. Auf der kommenden Konferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens vom 3. bis15. November in Santiago / Chile liegen Anträge für eine stärkere Unterschutzstellung von vier Papageien, diversen Schildkröten und Chamäleons, Geckos, Fröschen und Seepferdchen vor. "Für viele exotische Wildtiere ist Deutschland ein wichtiger Absatzmarkt. So mancher Tierhalter hierzulande hat durch den Kauf von Wildfängen zur drohenden Ausrottung dieser Arten beigetragen", kritisiert Daniela Freyer von Pro Wildlife. Vor allem die einzigartige Tierwelt Madagaskars steht im Fokus des Tierhandels.
..mehrPro Wildlife sieht Hoffnungsschimmer für Asiens Schildkröten
Artenschutzkonferenz soll 21 bedrohte Schildkrötenarten unter Schutz stellen
Für das Überleben zahlreicher hochbedrohter Schildkrötenarten aus dem gesamten asiatischen Raum könnte schon bald eine wichtige Weiche gestellt werden, meint die Artenschutzorganisation Pro Wildlife: Die Anfang November stattfindende Konferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (WA) ist von der Sorge über die drohende Ausrottung der urzeitlichen Reptilien geprägt, die millionenfach gehandelt werden. Für insgesamt 21 Arten liegen Anträge auf eine erstmalige weltweite Unterschutzstellung vor. Damit dominiert diese Tiergruppe die Tagesordnung der anstehenden Konferenz. "Inzwischen konnten wir zahlreiche Länder für den Schutz der asiatischen Schildkröten mobilisieren", freut sich Sandra Altherr von Pro Wildlife. "Diese Konferenz könnte einen Wendepunkt für den Erhalt der Artenvielfalt Asiens darstellen."
..mehrNaturschutz in der Landwirtschaft
NABU fordert weitere Unterstützung für den Ökologischen Landbau
Der Naturschutzbund NABU hat anlässlich der Zwischenbilanz des Bundesprogramms Ökologischer Landbau durch Verbraucherschutzministerin Renate Künast eine konsequente Weiterführung der Agrarwende gefordert. "Der eingeschlagene Weg zu mehr Gesundheit und Naturschutz in der Landwirtschaft muss im Interesse von Verbrauchern und Bauern entschlossen fortgesetzt werden", sagte NABU-Sprecher Bernd Pieper. Der ökologische Landbau entspreche am ehesten dem Idealbild einer nachhaltigen Landbewirtschaftung und erbringe wichtige gesellschaftliche Leistungen in den Bereichen Boden, Wasser, Luft sowie Artenvielfalt. So seien etwa die Vorkommen von Tier- und Pflanzenarten auf Biobetrieben teilweise mehr als doppelt so hoch wie im konventionellen Landbau.
..mehrHecken, Feldraine und Gräben erhalten
Artenvielfalt braucht Brücken in der Agrarlandschaft
Eine jetzt vom Institut für Landwirtschaft und Umwelt (ilu) in Bonn veröffentlichte Studie belegt die Bedeutung von Biotopen wie Hecken, Feldrainen oder Grabensystemen in der Kulturlandschaft. Sie bieten ebenso wie im Vertragsnaturschutz bewirtschaftete bzw. gepflegte Flächen wertvolle Lebensräume für die Tier- und Pflanzenwelt. Nach Ansicht der Autoren dieser Studie ist jedoch entscheidend, dass solche Strukturelemente nur geringen Eingriffen - z.B. durch Pflegemaßnahmen wie eine Mahd - unterliegen. Neben einer zeitlich gestaffelten Mahd biete es sich auf solchen Arealen sogar an, Pflegemaßnahmen eventuell nur alle zwei bis drei Jahre durchzuführen.
..mehrProteste im Hafen Nordenhams
Greenpeace fordert Stopp der Urwaldabholzung
Eine Woche vor dem Treffen der G8-Staaten in Kanada appelliert Greenpeace damit an die G8-Staatschefs, die Urwälder endlich als wertvolle Zentren der Artenvielfalt zu schützen. Die Aktivisten bemalten die im Hafen lagernden Urwald- Holzstämme und Sägehölzer mit dem Spruch "G8: Rettet die Urwälder" und entrollten von den Entladekränen an der Pier ein Transparent "G8: Save ancient forests now!". Der Hafen in Nordenham ist der größte deutsche Umschlagsplatz für Rundholz aus afrikanischen Urwäldern.
..mehr3. Tag der Artenvielfalt fahndete erfolgreich
Seltene Arten durch geplanten Autobahnzubringer bedroht
Bereits zum dritten Mal führte der NABU Brandenburg den Tag der Artenvielfalt durch. Fahndungsgebiet war in diesem Jahr das westliche Havelland zwischen Pritzerbe und Döberitz. In einem 24stündigen Countdown versuchten rund 50 Botaniker, Insektenkundler, Säugetierexperten und andere Spezialisten alle in dem Gebiet vorkommenden Arten aufzuspüren. Insgesamt 870 Arten konnten sie nachweisen. Als bemerkenswertesten Fund bezeichnete Wolfgang Mädlow, Geschäftsführer des NABU Brandenburg, den Nachweis des Rothirsches. Damit so Mädlow, sei das Umweltverträglichkeitsgutachen zum Bau des Autobahnzubringers Rathenow-Premnitz widerlegt worden, in dem der Rothirsch nicht aufgeführt war. Der Bau einer solchen Straße hätte für diese ebenso scheuen wie imposanten Tiere gravierende negative Folgen.
..mehrTag der Artenvielfalt
Biologen nehmen "Urwaldinsel" Vilm unter die Lupe
Die Ostseeinsel Vilm wird im Juni biologisch unter die Lupe genommen. Zum "Tag der Artenvielfalt" habe das Umweltmagazin "GEO" rund 110 Naturwissenschaftler aus ganz Deutschland zu einer Bestandsanalyse auf die Rügen vorgelagerte "Urwaldinsel" eingeladen, sagte am Donnerstag eine Sprecherin des Meeresmuseums. Die Spezialisten wollen in dem seit fast 500 Jahren weitgehend unberührt gebliebenen Wald und den umliegenden Küstengewässern nach seltenen Tier- und Pflanzenarten suchen.
..mehrInternationaler Tag der biologischen Vielfalt
Pro Wildlife: Bundesregierung gefährdet Artenvielfalt
Anlässlich des Internationalen Tages der biologischen Vielfalt am vergangenen Mittwoch kritisiert Pro Wildlife, dass Deutschland als eines der größten Einfuhrländer von Wildtieren den weltweiten Artenschwund mit verursacht. Jährlich importiert Deutschland über 100.000 international geschützte lebende Wildtiere. Dazu kommt ein Vielfaches an Lederprodukten, Jagdtrophäen, Souvenirs und Schmuck aus geschützten Arten sowie zahllose ungeschützte Tiere.
..mehrAuch die Fischerei profitiert
Meeresschutzzonen stellen Artenvielfalt in wenigen Jahren wieder her
Amerikanische Meeresbiologen haben bewiesen, dass sich Meereschutzzonen schneller wieder besiedeln als bisher angenommen. In den "No-Take"-Gebieten wuchs die Zahl an Arten innerhalb von drei Jahren wieder an. Die Forscher untersuchten 80 Meereschutzgebiete und berichteten über ihre Ergebnisse im Wissenschaftsmagazin "Ecology Letters".
..mehrUmweltschützer enttäuscht
UN-Urwaldgipfel wie Papier-Tiger ohne Zähne
Das auf dem UN-Urwaldgipfel in Den Haag beschlossene Wald-Arbeitsprogramm der Konvention über die Biologische Vielfalt (CBD) hat nach Ansicht von Umweltschützern die Chance für eine Trendwende zum Schutz der Urwälder und ihrer Artenvielfalt verpasst. Zwar haben die Umweltminister der über 180 Vertragsstaaten der 1992 in Rio verabschiedeten CBD erstmals ihren politischen Willen erklärt, das weltweite Artensterben bis zum Jahr 2010 zu stoppen. Doch die Minister einigten sich im Wald-Arbeitsprogramm weder auf internationale Schwerpunkte Urwaldschutz noch legten sie Geld zu deren Finanzierung auf den Tisch.
..mehrProtest gegen Import von Urwaldholz
Greenpeace beklagt aggressiven Angriff der Wasserschutzpolizei
Nach Angaben von Greenpeace überfuhr am vergangenen Montag in Wilhelmshaven ein Schlauchboot der Wasserschutzpolizei ein Schlauchboot der Umweltschutzorganisation. Glücklicherweise sei bei dem riskanten Manöver der Polizei niemand verletzt worden. In dem überfahrenen Boot befanden sich ein Greenpeace-Aktivist, ein Presse-Fotograf und ein Kameramann, die eine nach Greenpeace-Angaben durchweg friedliche Aktion gegen einen russischen Holzfrachter beobachteten. Greenpeace protestierte mit der Aktion gegen den Import von Urwaldholz aus Russland. Der Schutz der letzten Urwälder der Erde sei entscheidend für den Erhalt der Artenvielfalt und für die Stabilität des Klimas und des Wasserhaushalts.
..mehrTag der Artenvielfalt
Einheimische Natur bedroht
Das starke Anwachsen von Welthandel und Tourismus könnte nach Ansicht von Umweltschützern die natürliche Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt weltweit ernsthaft bedrohen. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und das Umweltbundesamt (UBA) wiesen heute auf die Gefährdung durch das Einschleppen und Einführen gebietsfremder Tiere und Pflanzen hin, die einheimische Arten verdrängen. Am morgigen Dienstag wird erstmals der "Internationale Tag der biologischen Vielfalt" begangen.
..mehrWird Gen-Mais verboten?
Bundesregierung will Verbot von MON 810 prüfen
Es geht nicht um ein deutsches Produkt, sondern um ein US-amerikanisches: Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) will erstmals ein Anbauverbot für gentechnisch veränderten Mais in Deutschland prüfen. Konkret geht es Aigner um die einzige in Deutschland zugelassene genveränderte Maissorte MON 810 des US-Herstellers Monsanto. Greenpeace und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) begrüßten die Initiative, forderten aber ein weitergehendes Engagement der Ministerin. Ähnlich äußerste sich auch Grünen-Fraktionschefin Renate Künast und SPD-Fraktionsvize Ulrich Kelber.
..mehrKritik von Regenwald-Schützern
Al Gore und UN-Weltklimarat erhalten Friedensnobelpreis
Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an den US-Politiker Al Gore und den UN-Weltklimarat (IPCC). Damit werde ihr Einsatz geehrt, "das Wissen um den menschengemachten Klimawandel" zu erweitern und zu verbreiten, teilte das Nobelpreiskomitee am 12. Oktober in Oslo mit. Gore war Vizepräsident unter dem früheren US-Präsidenten Bill Clinton. Im Jahr 2000 verlor er als Kandidat der US-Demokraten die Präsidentschaftswahl knapp gegen George W. Bush. Während viele Umweltorganisationen spontan jubelten, kritisierte die Organisation Rettet den Regenwald die Entscheidung des Nobelpreiskomitees, Al Gore auszuzeichnen.
..mehrEnergiepolitik
Naturschutzbund hält Diskussion um Biokraftstoff-Steuer für unausgegoren
Angesichts der aktuellen Diskussion um die geplante Neuregelung bei der Förderung von Biokraftstoffen hat der Naturschutzbund NABU an die Bundesregierung appelliert, die Folgen für die Umwelt beim Anbau von Biomasse als Maßstab für eine Besteuerung anzusetzen. Sowohl Argumente für die von der Bundesregierung beabsichtigte Besteuerung jeglicher Biokraftstoffe wie auch Forderungen nach einer vollständigen Beibehaltung der Steuerbefreiung seien aus umweltpolitischer Sicht nicht zielführend. "Entscheidend ist, dass fossile Kraftstoffe durch Biokraftstoffe ersetzt werden, die den Namen auch verdienen", sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.
British Columbia
Flächennutzungspläne für Kanadas Küstenregenwälder
Der Verband Deutscher Papierfabriken (VDP) und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) haben die Ratifizierung der Flächennutzungspläne für die zentrale und nördliche Küste der kanadischen Provinz British Columbia begrüßt. Die Provinzregierung hatte am Dienstag den Abschluss des langjährigen Verfahrens mitgeteilt, an dem sich Regierung, Forstindustrie, Umweltgruppen und Ureinwohner beteiligt hatten. Damit stehen den Angaben zufolge über 1,8 Millionen Hektar des letzten "temperierten Küstenregenwaldes" und damit knapp ein Drittel des Gebiets unter Schutz. In den verbleibenden Flächen müsse sich die Forstwirtschaft an Maßstäben orientieren, die den örtlichen Ökosystemen angepasst seien, heißt es.
Studie
Soziale und ökologische Schäden durch Staudamm-Bauten
Der Bau von Großstaudämmen richtet nach einer Studie des WWF noch immer enorme soziale und ökologische Schäden an. Daran habe sich auch fünf Jahre nach den Empfehlungen der Welt-Kommission für Staudämme (WCD) nichts geändert, so die Umweltorganisation. Eine am Montag vorgelegte WWF-Studie listet sechs Dammbauprojekte aus den letzten fünf Jahren in Spanien, der Türkei, Australien, Island, Laos und Belize auf, die die Anforderungen nach Einschätzung der Umweltschützer nicht erfüllen. Der WWF kritisierte auch die Rolle der Bundesregierung."Obwohl Deutschland sich öffentlich zu den Empfehlungen der WCD bekannt habe, unterstütze die Bundesregierung weiterhin ökologisch und sozial bedenkliche Staudammprojekte.
..mehr"McPlanet.com" 3.-5. Juni 2005
Kongress über Konsum - Globalisierung - Umwelt an der Uni Hamburg
Wie hängen mein Sushi, meine Gartenmöbel und mein Flugticket mit Umweltzerstörung und Globalisierung zusammen? Zwanzig Prozent der Konsumenten weltweit sind verantwortlich für achtzig Prozent des Konsums. Lässt sich diese globale Konsumentenklasse durch Nachhaltigkeits-Leitbilder beeindrucken? Was lässt sich wie verändern, wenn internationale Konzerne "out of control" geraten? Wie lassen sich politische Blockaden überwinden? Große Fragen für einen großen Kongress, den Attac, BUND und Greenpeace in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie vom 3.-5. Juni 2005 an der Universität in Hamburg veranstalten.
Genug "vage Schätzungen"
Auswirkungen von Gen-Pflanzen auf biologische Vielfalt untersucht
Nach Ansicht des Naturschutzbundes NABU bestehen nach wie vor erhebliche Wissenslücken über die Auswirkungen des Anbaus von Gen-Pflanzen auf die Natur. Mit der Studie "Agro-Gentechnik und Naturschutz" behandelt der Umweltverband nun die negativen Folgen von großflächigen Gen-Äckern auf die biologische Vielfalt. Da es bisher an Risikoforschung in diesem Bereich mangele, würden Zulassungen und Bewertungen von Gen-Pflanzen derzeit mehr auf vagen Schätzungen denn auf gesicherten Kenntnissen getroffen werden.
Zukunftssicherung
Bundesregierung macht Rückzieher in der Nachhaltigkeitsstrategie
Die Umweltverbände Deutscher Naturschutzring (DNR), Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Naturschutzbund (NABU) haben den am Mittwoch vorgestellten Fortschrittsbericht der Bundesregierung zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie kritisiert. Der Bericht versäume es, auf den zunehmenden Widerspruch zwischen einer wirtschaftsorientierten Wachstumspolitik und den Ansprüchen einer ökologisch und sozial ausgewogenen Entwicklung einzugehen. Defizite in der Verkehrs-, Agrar- und Energiepolitik würden nicht angemessen bilanziert. Und es sei keine klare Strategie zu erkennen, wie die Bundesregierung in den kommenden Jahren ihren langfristigen Nachhaltigkeitszielen näher kommen will.
..mehrGentechnik
Umweltverbände versuchen Gen-Reis Zulassung abzuwenden
Die Umweltverbände Friends of the Earth Europe, Coordination gegen Bayer-Gefahren und Gene Campaign (Indien) wenden sich heute in einem gemeinsamen Schreiben an die 25 EU-Mitgliedsländer. Die Initiativen sprechen sich in dem Brief gegen eine Import-Zulassung von gentechnisch verändertem Reis aus. Hintergrund ist der Antrag der Firma Bayer, die Einfuhr von herbizidresistentem Reis als Tierfutter zuzulassen.
..mehrInternationale Walfang-Konferenz in Italien
Shell will Ölförderung auf Kosten der letzten Westpazifischen Grauwale ausbauen
Der Bau einer weiteren Öl-Bohrinsel und einer Pipeline im Ochotskischen Meer vor der russischen Insel Sachalin könnte die letzten hundert Westpazifischen Grauwale gefährden. Das unter Federführung der niederländischen Shell AG angelaufene Zwölf-Milliarden-Dollar-Projekt der "Investment Company Sakhalin Energy" berührt unmittelbar die Nahrungsgründe dieser vom Aussterben bedrohten Grauwal-Unterart. "Lärm und Ölverschmutzung gefährden die grauen Riesen. Wir fordern Shell auf, die Bauvorhaben vorerst zu stoppen und nach einer Lösung zu suchen, die jegliche Gefahr für die Grauwale ausschließt", erklärt Volker Homes, Wal-Experte des WWF Deutschland. Die Naturschutzorganisation appelliert an die ab dem 19. Juli in italienischen Sorrento tagende Internationale Walfang Kommission (IWC), sich für den Schutz der Grauwale einzusetzen.
..mehrKranker Wald
Trotz günstiger Witterung plagt Immunschwäche Deutschlands Wälder
Regen, Wind und Kälte - das sind die Merkmale der letzten Monate. Für die Freiluftsaison ist das Wetter zwar ungeeignet, doch für die Wälder in Deutschland bedeutet es eine wohltuende Erholung vom heißen Rekordsommer des letzten Jahres. Denn den Wäldern tut feuchte Witterung gut. Die Niederschlagsmengen reichen nach Ansicht der Umweltstiftung WWF allerdings nicht aus, um die Schäden wiedergutzumachen, die im vergangenen Jahr durch extrem lang anhaltende Hitze und Trockenheit in den deutschen Wäldern entstanden.
Biomasse zu Strom
Bioenergie in Entwicklungsländern stärker fördern
Entwicklungsländer sollten verstärkt aus Biomasse, Erdwärme, Sonne und Wind erzeugte Energie nutzen. Dazu hat die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) anlässlich der Internationalen Konferenz über erneuerbare Ressourcen (Bonn, 1.-4. Juni) aufgerufen. In vielen Entwicklungsländern werde Bioenergie immer noch viel zu sehr vernachlässigt. Die FAO rief dazu auf, die Förderung von Bioenergie stärker in land- und forstwirtschaftliche Programme zu integrieren.
..mehrGentechnik
Venezuela will Aussaat transgener Pflanzen verbieten
Der venezolanische Präsident Hugo Chavez Frias hat ein Ausaatverbot gentechnisch veränderten Saatgutes auf venezolanischem Boden angekündigt - als evtl. stärkste Beschränkung für transgene Organismen in der westlichen Hemisphäre. Obwohl die genauen Detaills der künftigen Politik noch nicht veröffentlicht sind, soll es schnellstmöglich zu einem Vertragsabbruch mit Monsanto (Konzernbasis in den USA) kommen.
..mehrBiokraftstoffe
Bundesregierung will an Förderung von Biokraftstoffen festhalten
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) will ungeachtet der anderslautenden Empfehlungen einer neuen Studie der Bundesregierung an der Förderung von Biokraftstoffen festhalten. Sein Ministerium sei "dezidiert anderer Auffassung", sagte Gabriel am Mittwoch (3. Dezember) in Berlin bei der Vorstellung eines Gutachtens des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU). Demzufolge verfügt Bioenergie zwar über große Potenziale für die Strom- und Wärmegewinnung, aber nicht als Treibstoff für Kraftfahrzeuge. Die Wissenschaftler raten daher von einer weiteren Förderung von Biokraftstoffen ab. Gabriel wies das Fazit der Gutachter scharf zurück: "Es geht nicht um Tank oder Teller."
"Monopolstellung einzelner Unternehmen"
Bauernverband fordert Verzicht auf Tier- und Pflanzenpatente
Der Deutsche Bauernverband (DBV) fordert die UN-Umweltkonferenz in Bonn auf, sich klar gegen Patente auf Tiere und Pflanzen auszusprechen. Dieses Thema müsse auf der Konferenz mit Teilnehmern aus aller Welt einen zentralen Stellenwert einnehmen, so der Verband am 20. Mai in Berlin. Der Schutz der biologischen Vielfalt könne nur gewährleistet werden, wenn der Zugang zum Genpool allen Züchtern und Landwirten "uneingeschränkt" zur Verfügung stehe. Landwirte und Züchter würden weltweit durch Züchtung und Anbau Standort angepasster Pflanzen zum Erhalt einer breiten Sortenvielfalt beitragen. Gleiches gelte für die Tierzucht. Es dürfe nicht zugelassen werden, "dass sich einzelne Unternehmen diese jahrhundertealte Arbeit zum Vorteil machen und durch Patentierungen eine Monopolstellung auf bestimmtes Genmaterial beanspruchen", meint der Bauernverband.
..mehrUmweltbericht der Bundesregierung
Gabriel fordert Sparsamkeit beim Rohstoffverbrauch
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) dringt auf einen sparsameren Umgang mit Rohstoffen. Bei der Vorstellung des neuen Umweltberichts der Bundesregierung verwies Gabriel am Dienstag in Berlin darauf, dass die Erdbevölkerung bis 2050 von jetzt 6,5 Milliarden voraussichtlich auf 9 Milliarden Menschen anwachsen werde. Für eine Ressourcennutzung in der heutigen Weise brauche man dann "mindestens zwei Planeten - einer reicht nicht aus. Die Erde ist dafür zu klein", unterstrich der Ressortchef. Daher müsse die Rohstoffpolitik "dramatisch" geändert werden, forderte der SPD-Politiker und plädierte für einen verstärkten Einsatz nachwachsender Rohstoffe etwa in der Automobilindustrie. Dabei müssten künftig "Bioraffinerien" entwickelt werden, um Produkte aus einer Pflanze für unterschiedliche Nutzungszwecke verwenden zu können.
..mehrFischfang
Politik, Wirtschaft und Verbraucher sollen Artensterben im Meer stoppen
Der Umweltverband WWF zeigt sich besorgt über die Ergebnisse einer von kanadischen Wissenschaftlern im Magazin "Science" veröffentlichten Studie. Der Report sage den Kollaps aller wirtschaftlich genutzten Fischbestände bis 2048 voraus - wenn die Menschen die Ozeane weiter wie bisher plünderten. Als Gründe nennen die Autoren Überfischung, Verschmutzung, Zerstörung der Lebensräume und den Klimawandel. Die bislang umfassendste globale Studie zum Artensterben in den Meeren bestätige Untersuchungen des WWF. In ihrem jüngst veröffentlichten Living Planet Report hat die Naturschutzorganisation bei 1.112 Populationen von 274 Meeresarten zwischen 1970 und 2003 einen Rückgang der Bestände um über 25 Prozent ermittelt.
..mehrNaturschutz
Bundestag entschied gegen Urwaldschutzgesetz
Der Bundestag lehnte heute mehrheitlich ein Gesetz zur Rettung der letzten Urwälder der Erde ab. Der Gesetzesantrag sah vor, den Besitz und den Handel von Holzprodukten aus Urwaldzerstörung, die nach Deutschland importiert werden, zu verbieten und zu kontrollieren. Greenpeace hatte Anfang 2004 mit einem ersten Entwurf zu einem Urwaldschutzgesetz die parlamentarische Diskussion ins Rollen gebracht. Die Schwarz-Rot Koalition habe laut Greenpeace bis heute nichts im Rahmen der 2007 bevorstehenden deutschen EU-Präsidentschaft unternommen, um in Europa ein Importverbot von Urwaldholz durchzusetzen.
..mehrNeuzugang Eisbär
530 Neuzugänge auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion
16.119 Tier- und Pflanzenarten werden auf der neuesten Ausgabe der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten geführt. Diese wurde am Mittwoch von der Weltnaturschutzunion IUCN im schweizerischen Gland veröffentlicht. Im Vergleich zu 2004 ist die Liste um 530 Arten angewachsen. Der WWF, dessen Artenschützer weltweit in 100 Ländern aktiv sind und auch bei den Datenerhebungen für die Rote Liste mitarbeiten, zeigt sich besonders besorgt über die weiterhin prekäre Lage der Süßwasserbewohner: 56 Prozent aller nur in der Mittelmeerregion vorkommenden Süßwasserfischarten seien vom Aussterben bedroht - so viele wie nirgendwo sonst auf der Welt. In Ostafrika gelte dies für mehr als jede vierte Süßwasserfischart (28 Prozent).
..mehrÜberfischung
Greenpeace protestiert gegen "Piratenfischer" vor Gran Canaria
Auf einem Kühlschiff vor Gran Canaria, das nach Darstellung von Greenpeace mit "Piratenfischern" zusammenarbeitet, protestieren Aktivisten der Organisation seit Mittwoch abend gegen "illegale Fischerei". Die "Binar 4" liege im Hafen von Las Palmas auf Reede und wolle Fisch entladen. Vier Umweltschützer, darunter ein Aktivist aus Hamburg, kletterten auf die Masten des Schiffes, wo sie die ganze Nacht ausharrten. Sie wollen nach eigenen Aussagen den Protest so lange fortsetzen, bis die spanischen Behörden die illegale Fracht beschlagnahmen. Die Aktivisten vom Greenpeace-Schiff "Esperanza" schrieben auf die Bordwand der "Binar 4" die Warnung "Gestohlener Fisch". Die Behörden Guineas hatten den Angaben zufolge bestätigt, dass die "Binar 4" gegen das Gesetz verstoßen hat.
Naturathlon 2005
Rad-Sportler erkunden Naturerbe an der ehemaligen innerdeutschen Grenze
Am Donnerstag startete der Naturathlon 2005 unter dem Motto "Natur vereint" in Anwesenheit von Vertretern der Landesregierungen aus Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Schleswig-Holstein. Rund 700 Kilometer müssen nun die Teams "Nord" und "Süd" bewältigen, bis sie am West-Östlichen Tor aufeinander treffen. Beim Naturathlon 2005, 15 Jahre nach der Wiedervereinigung, entdecken zwei Natur-Sportteams die ehemalige innerdeutsche Grenze. Unter dem Motto "Natur vereint" will das Bundesamt für Naturschutz (BfN) vom 29.September bis zum 2. Oktober mit der Natursport-Aktion "Naturathlon 2005" das "Grüne Band" ins Blickfeld der Öffentlichkeit rücken.
Binnenschifffahrt
Politik soll Gütertransport auf Binnengewässern umweltverträglich gestalten
Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) geht in der aktuellen Ausgabe seiner Mitgliederzeitschrift fairkehr der Frage nach, wie umweltverträglich der Gütertransport auf Binnengewässern ist. Das Ergebnis: Unter den derzeitigen Bedingungen genügt die Binnenschifffahrt ökologischen Ansprüchen nicht. Der Ausbau der Flüsse verursache ökologische Schäden und Folgeprobleme wie massive Überschwemmungen.
Tierhandel
Artenschützer registrieren wachsenden illegalen Tierhandel
Mehr als 3 000 Tiere fanden Artenschutzer vergangene Woche bei einer Stichprobe auf den Wildtiermärkten im indonesischen Medan auf der Insel Sumatra, teilt die Artenschutzorganisation WWF mit. Ein großer Teil der dort entdeckten Arten sei in ihrem Bestand bedroht. Vor allem seien Papageien und Kakadus und seltene Singvogelarten wie Beos betroffen. Auf der Insel Medan würden etwa ein Fünftel aller angebotenen Arten illegal gehandelt.
2. Februar 2005
Viktoriasee ist "Bedrohter See des Jahres 2005"
Der ostafrikanische Viktoriasee ist der "Bedrohte See des Jahres 2005", teilt die Umweltstiftung Global Nature Fund (GNF) zum Welttag der Feuchtgebiete mit. Mit der Ernennung will der GNF auf den dramatischen Fischrückgang, die Zerstörung der Ufervegetation und die wachsende Verarmung der am See lebenden Bevölkerung aufmerksam machen. Der Viktoriasee im afrikanischen Länderdreieck Kenia, Tansania und Uganda ist mit einer Fläche von 68.800 km2 Afrikas größter See. Gefahr droht dem See durch Überfischung. "Allein am kenianischen Ufer des Sees ist die Zahl der Fischer wegen der schlechten Wirtschaftslage in den letzten Jahren stark gestiegen und liegt mit 55.000 fast doppelt so hoch wie von Experten empfohlen", so Dr. Obiero Onganga von der Umweltschutzorganisation OSIENALA, einem Partner des GNF im Seenschutznetzwerk Living Lakes.
..mehrBund Naturschutz in Bayern
"Alpenpolitik in Deutschland – Anspruch und Realität"
Der "Bund Naturschutz in Bayern" hat am 9. Dezember 2004 die Studie "Alpenpolitik in Deutschland – Anspruch und Realität" der Öffentlichkeit vorgestellt. ngo-online dokumentiert die Zusammenfassung der Arbeit im Wortlaut:
..mehr2004 mehr als neue 100 Fischarten entdeckt
Tiefsee-Fische durch Schleppnetzfischerei stark bedroht
In den Ozeanen sind in diesem Jahr mehr als 100 bisher unbekannte Fischarten entdeckt worden. Die Zahl der Artenfunde nehme ständig zu, sagte der Leiter des Deutschen Ozeanographischen Datenzentrums, Friedrich Nast, am Montag auf der internationalen Tagung "Ocean Biodiversity Informatics" in Hamburg. In den regionalen Datenzentren sei die Rekordmarke von fünf Millionen Einträgen überschritten worden. Die Umweltorganisation WWF warnte derweil davor, dass die entdeckten Tiefseefische vielerorts bereits massiv durch den Verlust ihres Lebensraums bedroht seien.
..mehrKlimaschutz
Stromanbieter startet langfristigen Regenwaldschutz in Ecuador
Trinkwasserschutz, nachhaltige landwirtschaftliche Nutzung, Hilfe zur Selbsthilfe und die Wiederaufforstung des Bergregenwaldes in den Anden sind die Ziele eines am Donnerstag der Öffentlichkeit vorgestellten Projektes des bundesweit tätigen Stromanbieters LichtBlick - die Zukunft der Energie GmbH. Das Projekt soll eine biologisch einzigartige Regenwaldregion 200 Autokilometer nördlich der ecuadorianischen Hauptstadt Quito erhalten helfen. "Pro Kunde und mit jedem Versorgungsmonat werden wir ab sofort unser Projektgebiet in Ecuador um mindestens einen Quadratmeter ausdehnen.", erklärt Heiko von Tschischwitz, Geschäftsführer des Hamburger Unternehmens.
Mit Leuchtraketen beschossen
Greenpeace-Schiff "Esperanza" verteidigt gefordertes Schutzgebiet
Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace haben heute, Donnerstag, an einen Fischtrawler gegen die weitere Zerstörung der Doggerbank protestiert. Dabei kam es zu einer Auseinandersetzung mit der Besatzung eines zweiten Trawlers. Die Umweltschützer versuchten von Schlauchbooten aus, Bojen in die Öffnung des Netzes zu hängen, das das Fangschiff gerade hinab lassen wollte. Die Besatzung des zweiten Trawlers feuerte mit Leuchtraketen auf das Greenpeace-Flagschiff "Esperanza". Eine Rakete schlug im Mast ein. Greenpeace verlangt, dass die Doggerbank zum Schutzgebiet erklärt wird. Die Aktivisten hatten den Kapitaen des Trawlers zuvor mehrfach aufgefordert, dass "Schutzgebiet Doggerbank" zu verlassen.
..mehrZweitgrößter Regenwald der Welt soll gerodet werden
Weltbank gefährdet größte Urwälder Afrikas
Nach Angaben der Naturschutzorgansiation Pro Wildlife will die Weltbank 60 Millionen Hektar Regenwald der Demokratischen Republik Kongo für den kommerziellen Holzeinschlag öffnen. Von diesem Wald seien 35 Millionen Menschen abhängig, betont Sandra Altherr, Sprecherin von Pro Wildlife. Die Weltbank und die Interimsregierung des Kongo vereinbarten, die gesamte Waldfläche des Landes in Nutzungskategorien aufzuteilen. Dieser Prozess soll bereits im Oktober 2004 abgeschlossen sein. Bis dahin ist ein Rodungsmoratorium vereinbart.
..mehr22. Mai 2004
Zähler für unsere Gartenvögel gesucht
Der NABU veranstaltet die Mitmach-Aktion am 22. Mai gleichzeitig in vielen Bundesländern. In Hessen sind alle Naturfreunde aufgerufen, eine Stunde lang - von 9.00-10.00 Uhr - alle Vögel zu notieren, die sie beim Blick in den Garten oder Kleingarten, vom Balkon oder der Terrasse aus beobachten können. Amsel, Drossel, Fink und Star und weitere - ganz gleich, welcher Art sie angehören. Es zählen also Menschen in großer Zahl fast überall in Deutschland nach gleicher Methode ihre Amseln, Buchfinken, Zaunkönige oder Rotkehlchen in ihrem persönlichen Wohnumfeld.
..mehrEU prüft Antrag auf Gen-Import
Umweltverbände protestieren auf Bayer-Hauptversammlung gegen Gentechnik
Auf der Hauptversammlung der Bayer AG am Montag wollen Umweltverbände aus ganz Europa gegen das Gentechnik-Engagement des Konzerns protestieren. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Coordination gegen Bayer-Gefahren, Friends of the Earth Europe und die BUNDjugend fordern Bayer auf, den Verkauf von gentechnisch verändertem Saatgut unverzüglich einzustellen. Die Umweltorganisationen, die gemeinsam rund eine halbe Million Mitglieder repräsentieren, haben Aktien von Bayer gekauft und Gegenanträge zur Versammlung eingereicht. Vor den Messehallen in Köln-Deutz wollen sie die Aktionäre mit Straßentheater und einem Banner "Bayer: Hände weg von unserer Nahrung" begrüßen. Blickfang ist ein als Bayer-Konzern verkleideter Aktivist. An seinem Bein hängt eine Kette mit einer riesigen Kugel, auf der "Gentechnik" steht.
..mehrUmfrage bei Öko-Bauern
Naturschutzberatung für den Öko-Landbau gefordert
Über 70 Prozent der Naturland Bauern wünschen sich eine spezielle Naturschutzberatung für Ihren Hof und sähen sich so in der Lage, ihr Engagement im Naturschutz zu verstärken. Um dieses Potential auszuschöpfen, sollten kompetente Naturschutz-Berater bei landwirtschaftlichen Institutionen zur Verfügung stehen. Die Beratung kann vom einfachen Betriebsbesuch mit Feldbegehung über die Planung einer Heckenpflanzung bis hin zur gemeinsamen Erarbeitung eines andschaftsökologischen Betriebsentwicklungsplanes gehen.
..mehrKahlschlag im Kongo
Größter Waldbestand in Afrika in Gefahr
Nach Angaben von PRO WILDLIFE ist der größte Waldbestand Afrikas in Gefahr. Die neue Übergangsregierung in der Demokratischen Republik Kongo (DRC) will mit Hilfe der Weltbank bis Oktober 2004 die gesamten Waldflächen des Landes in Nutzungskategorien einteilen. Dies wäre der Startschuss für einen massiven Holzeinschlag von geplanten sechs bis zehn Millionen Kubikmeter Tropenholz pro Jahr. "Die Zerstörung dieser Urwälder wäre ein ökologisches Desaster", befürchtet Dr. Sandra Altherr, Biologin bei PRO WILDLIFE. Eine so weitreichende Abholzung in den wichtigsten Tropenwaldgebieten Afrikas hätte schlimme Folgen für Schimpansen, Gorillas, Waldelefanten und andere bedrohte Arten. Bonobos, auch Zwergschimpansen genannt, kämen z.B. nur in der DRC vor. Die Münchner Artenschutzorganisation fordert die Bundesregierung als einen der Geldgeber der DRC auf, auf eine Korrektur der Abholzungspläne hinzuwirken.
UN-Gipfel in Malaysia
Artenschutzkonferenz endet ohne verbindliche Zusagen
Das rapide weltweite Artensterben lässt sich mit den Beschlüssen der UN-Konferenz zum Artenschutz nicht deutlich verringern. Diese Bilanz zieht Greenpeace zu dem UN-Gipfel in Kuala Lumpur, der heute zu Ende geht. Zwar haben sich die Vertragsstaaten der Konvention über Biologische Vielfalt (CBD) erstmals darauf einigen können, bis 2010 ein Netzwerk von Schutzgebieten an Land und bis 2012 in den Meeren einzurichten. Sie beschlossen zahlreiche Maßnahmen gegen das Artensterben. Doch es gibt keine verbindliche Verpflichtung zu ihrer Umsetzung. Zudem ist ihre Finanzierung offen.
Weltkonferenz über biologische Vielfalt
Bundesregierung missachtet Siegel bei Tropenholz-Beschaffung
Die Umweltorganisation Robin Wood fordert anlässlich der siebten Weltkonferenz über biologische Vielfalt in Malaysia eine konsequente Umstellung der Beschaffungspolitik des Bundes. Die Regierung solle die im Koalitionsvertrag vereinbarten Schritte zum Schutz der Wälder nun in die Tat umsetzen. Die Vereinbarung zwischen SPD und Grünen sieht unter anderem vor, dass die Bundesregierung bei ihrer eigenen Beschaffung Tropenholz nur dann berücksichtigt, wenn es das FSC-Siegel trägt. Die Realisierung dieses überschaubaren Vorhabens stehe immer noch aus, so die Kritik.
..mehrBioenergie
Bauern und Naturschützer legen in Berlin Eckpunkte für Energiepflanzen fest
Ökologie und Ökonomie müssen bei einer Ausweitung des Energiepflanzenanbaus nicht im Widerspruch stehen. Darüber waren sich Referenten aus Politik, Landwirtschaft und Naturschutz bei einem Perspektivforum des Bundesverbands BioEnergie e.V. (BBE) und der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) einig. Erstmals hatten sich Vertreter der verschiedenen Bereiche in Berlin getroffen, um gemeinsam die Rahmenbedingungen zu gestalten.
..mehrUrwälder und Meere
Eine Milliarde Euro aus Deutschland für den Umweltschutz gefordert
Deutschland muss auf der am Montag beginnenden UN-Artenschutzkonferenz (CBD) eine Milliarde Euro pro Jahr für Schutzgebiete bereit stellen, fordern am Mittwoch 13
Umweltschutzorganisationen in einer gemeinsamen Resolution von der Bundesregierung. Statt Milliarden umweltschädlicher Subventionen zum Beispiel für Verkehrsprojekte und Landwirtschaft auszugeben, sollte die Regierung das Geld für Schutzgebiete in Urwäldern und Meeren verwenden. Jeder für den globalen Schutz der Arten und ihrer Lebensräume investierte Euro brächte 100 Euro Gewinn für die Volkswirtschaft, weil Trinkwasser und Bergwälder geschützt sowie Hochwasser vermieden würden.
"Kein Umschlag aus Kahlschlag"
Deutsche Post verzichtet auf Briefumschläge aus Urwaldholz
Die Deutsche Post hat Briefumschläge aus den Regalen genommen, für deren Herstellung Urwälder in Finnland abgeholzt wurden. Damit reagiert die Post auf die von Greenpeace geforderte Einstellung des Verkaufs dieser Briefumschläge. Als erstes großes Unternehmen in Deutschland zieht die Post damit Konsequenzen aus der fortschreitenden Zerstörung von Urwäldern in Finnland.
..mehrOzon und Hitze
Waldschäden nehmen zu
Der deutsche Wald steht unter Stress. "Luftschadstoffe wie Stickoxide und Ozon auf der einen Seite und Trockenheit und Hitze auf der anderen setzen unseren Wäldern erheblich zu", sagte DNR-Präsident Hubert Weinzierl. Kurz vor der offiziellen Vorstellung der Waldschadensstatistik durch die Bundesregierung legte der Deutsche Naturschutzring (DNR) die Daten für das Jahr 2003 vor. Demnach geht der Anteil gesunder Wälder von 39 Prozent im vergangenen Jahr auf jetzt 35 Prozent deutlich zurück. Die Flächen mit deutlichen Schäden nehmen von 19 Prozent im Jahre 2002 auf 21 Prozent zu.
..mehrUrwald-Schutzstation
Höchster Baumprotest der Welt in Tasmanien
In die Krone eines majestätischen Urwaldbaumes auf der Insel Tasmanien haben Greenpeace-Aktivisten heute Morgen gemeinsam mit Australiens größter Umweltschutzorganisation Wilderness Society aus Protest gegen die Abholzung eine Schutzstation gebaut. Die Umweltschützer aus Deutschland, Australien, Japan und Kanada werden auf der Station leben, um den Eukalyptusbaum vor dem Einschlag zu bewahren. Mit Satelliten-Telefon und Laptop können sie über die fortschreitende Zerstörung des tasmanischen "Styx"-Urwalds berichten. In Tasmanien wachsen die größten und ältesten Eukalytpus-Bäume der Erde. 75 Prozent wurden bereits für die Produktion von Papier vernichtet.
..mehr"Sklaverei und Mord in Amazonien"
Neue Studie zur Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes durch Holzkonzerne
Ein am Montag veröffentlichter Greenpeace-Report mit dem Titel: "Sklaverei, Mord und illegaler Holzeinschlag im großen Stil" enthüllt das alarmierende Ausmaß der sozialen und ökologischen Konflikte im brasilianischen Amazonas-Urwald. Der Report beschreibt die Besetzung von bisher unberührten Urwaldgebieten im brasilianischen Bundesstaat Pará durch ein Netzwerk aus internationalen Holzkonzernen, Politikern und lokalen Mafia-Bossen. 25.000 Menschen müssen in Pará als Sklaven arbeiten, viele werden auf der Flucht ermordet.
Ungeschützt
Deutschland größter Absatzmarkt für Wildtiere und -pflanzen
Insgesamt 14 Arten- und Umweltschutzverbände schlossen sich in einem gemeinsamen Schreiben der Forderung der Tierschutzorganisation Pro Wildlife an, zukünftig die Importe ungeschützter Wildtiere und -Pflanzen nach Deutschland zu erfassen. Bislang scheitert die Unterschutzstellung von bedrohten Arten häufig am Fehlen dieser konkreten Handelsdaten. Trotzdem sähen die zuständigen Minister Trittin und Eichel, in deren Ressorts der Artenschutz und die Zollbehörden fallen, bisher nur wenig Handelsbedarf. Sie wollten lediglich den Import von Echsen und Schlangen für 12 Monate registrieren. Für Artenschützer sei das eine halbherzige und willkürliche Maßnahme, da Echsen und Schlangen nur einen kleinen Teil der gehandelten Wildtiere ausmachten. Dabei sei Deutschland einer der größten Absatzmärkte für Wildtiere und -pflanzen.
..mehrUmweltfonds
Langfristige Hilfe für Naturschutzgebiete nötig
Anlässlich des Weltparkkongresses, der bis zum 17. September in Durban, Südafrika, stattfindet, fordert die Umweltschutzorganisation WWF das deutsche Bundesentwicklungshilfeministerium dazu auf, seine Unterstützung für ein globales Netzwerk von Naturschutzgebieten zu verstärken und die Entwicklungsländer bei der langfristigen Sicherung dieser Gebiete zu unterstützen. Über die üblichen kurzfristigen Finanzierungen von Naturschutzprojekten hinaus müssten zusätzliche Mittel für so genannte Umweltfonds zur Verfügung getellt werden. Diese Fonds könnten nach Ansicht der Umweltschützer durch ihre Zinseinnahmen die Betriebskosten von Schutzgebieten dauerhaft tragen und damit langfristig sichern.
..mehrZu früh gelb
Heißer Sommer schwächt die Wälder
Das saftige Grün der Bäume wechselt nach Ansicht der Naturschutzorgaganisation WWF in diesem Jahr besorgniserregend früh in herbstliches Gelb. Die Umweltschützer machen darauf aufmerksam, dass der Laubfall aufgrund der ungewöhnlich starken und lang andauernden Hitze- und Trockenperiode in diesem Sommer in den europäischen Wäldern bereits bis zu acht Wochen früher als gewöhnlich eintrat. Den extremen Wetterbedingungen könnten vor allem "unnatürliche" Wälder nicht trotzen, da sie besonders anfällig für äußere Einflüsse seien. Gefährdet für den frühen Herbsteinbruch seien zum Beispiel standortfremde Fichtenwälder, die auf Flächen stünden, auf denen eigentlich Laubbäume wachsen sollten.
..mehrHochwasserschutz
Vorbeugen ist besser als Sandsäcke stapeln
Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat sich für einen konsequenten vorbeugenden Hochwasserschutz ausgesprochen "Wenn wir Hochwasser vermeiden wollen, müssen wir den Flüssen mehr Raum geben. Nicht die Flüsse treten über die Grenze. Wir Menschen verletzen mit unseren Bauten die Grenzen unserer Flüsse", sagte Trittin heute in Dresden auf einer Veranstaltung zum Jahrestag der Flutkatastrophe an der Elbe.
..mehrMcPlanet.com
Kongress in Berlin: Die Umwelt in der Globalisierungsfalle
Mit 1300 Teilnehmern startet am Freitag der Kongress "McPlanet.com - Die Umwelt in der Globalisierungsfalle" in der Technischen Universität Berlin. Eingeladen haben dazu Attac, BUND und Greenpeace in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie. Das Ziel: das Spannungsfeld zwischen Globalisierung und Umwelt erkunden. In mehr als 100 Panels, Foren und Workshops diskutieren Referenten aus der ganzen Welt miteinander.
..mehrGenfood
Ansinnen der US-Regierung zur Legalisierung der Gentechnik zurückgewiesen
Als ebenso ungeheuerliche wie falsche Aussage wertet Naturland die Erklärung des amerikanischen Präsidenten George W. Bush, das Gen-Moratorium der EU sei schuld am Hunger in Afrika. Der Ökologische Landbauverband Naturland, der 36.000 Mitglieder in aller Welt betreut, mit seiner Arbeit aktive Entwicklungshilfe leistet und das Verbot zum Einsatz von Gentechnik fest in seinen Richtlinien verankert hat, lehnt die Legalisierung der "grünen" Gentechnik ab und appelliert an die EU, das Moratorium aufrechtzuerhalten. Der Schutz aller Menschen, die auf die gentechnikfreie Qualität von Bio-Produkten vertrauen und der Schutz der Öko-Landwirte stehe im Vordergrund.
Hoffeste der Ökohöfe
Feiern und genießen: Aktionstage Öko-Landbau laden zum Ausflug ein
Öko-Sommer in Deutschland: Von Juni bis in den Herbst hinein laden Öko-Bauern in ganz Deutschland zum Feiern und Genießen ein. Bunt, vielfältig, informativ und ein Ereignis für alle, die gerne gut essen, sind die Veranstaltungen der Naturland-Höfe. Das Angebot reicht von Hoffesten mit Live-Band und Kinderprogramm über Bauernmärkte, Kräuterhexen-Führungen und einer Koch-Aktion mit frisch geerntetem Öko-Gemüse bis zu Betriebsbesichtigungen und Felderbegehungen.
Tiefwasser-Korallenriff
Norwegens Regierung schützt Korallen
Nachdem im vergangenen Jahr im Nordatlantik vor den Lofoten im Norden Norwegens das größte Tiefwasser-Korallenriff der Welt entdeckt und unter Schutz gestellt wurde, kündigte die Norwegische Regierung am heutigen Mittwoch weitere Schritte an, um die einmaligen Kaltwasserkorallen vor weiterer Zerstörung zu bewahren. Das berichtet die Umweltorganisation WWF. Das zwei Kilometer lange Tisler Riff im Grenzgebiet zu Schweden solle nunmehr ebenfalls tabu für Fischerei, Öl- und Gasbohrungen werden. Auf dem rund 100 Jahre alte Tisler Riff im Skagerrak leben in einer Tiefe von 75 bis 150 Meter Seefedern, Seesterne, Seeigel Schwämme, Krebstiere und zahlreiche Fischarten.
..mehr15 Prozent der Tiere bedroht
Bevölkerungswachstum verursacht Artensterben
Wenn die Weltbevölkerung im gleichen Maß ansteigt, werden in den kommenden 50 Jahren weitere 15 Prozent der Tiere zu bedrohten Arten. Betroffen davon seien nicht nur Lebewesen in Entwicklungsländern, sondern überall auf der Welt, berichtet der Anthropologe Jeffrey McKee von der Ohio State University in der jüngsten Ausgabe des Fachmagazins "Biological Conservation". Der Wissenschaftler hat die Bevölkerungszahlen von 230 Staaten genauer untersucht, um demografische Daten wie Wachstum und Bevölkerungsdichte zu ermitteln. Nach Angaben des Wissenschaftlers lassen sich danach 88 Prozent der gefährdeten Spezies ablesen. Das bedeutet, dass die Forscher genau vorhersagen könnten, welche Arten speziell gefährdet seien, wenn die Bevölkerung weiter um den Faktor x wachse.
..mehrGentechnik in der EU
Unbefristetes Verbot von gentechnisch verändertem Essen soll aufgehoben werden
Seit 1998 sind keine neuen genmanipulierten Pflanzen und seit 2000 keine Lebensmittel mehr aus genveränderten Pflanzen von der EU-Kommission zugelassen worden, da es keine ausreichenden rechtlichen Schutzmechanismen vor den Gefahren genveränderter Pflanzen gab. In letzter Zeit bemüht sich die EU-Kommission aber um ein Ende des EU-Moratoriums, da es den wachsenden handelspolitischen Druck seitens der Vereinigten Staaten in der bevorstehenden neuen Verhandlungsrunde in der Welthandelsorganisation (WTO) auszuweichen will. Die USA lehnen bereits die EU-Forderung ab, die Themen Umweltschutz und Kennzeichnungspflicht für genveränderte Lebensmittel aufzunehmen. Vor kurzem wurde eine neue EU-Freisetzungsrichtlinie beschlossen. Die Novel-Food-Verordnung wird auch in Kürze überarbeitet sein.
..mehrParallelen zur Ebola-Epidemie in Afrika
SARS löst Razzien auf Wildtiermärkten in China aus
Chinas Behörden greifen durch, um die Ausbreitung von SARS einzudämmen: Zehntausende Wildtiermärkte, Restaurants und Küchen in Südchina waren Ziel aktueller Razzien der Regierung, berichtet die Artenschutzorganisation Pro Wildlife. Dabei seien fast 840.000 bedrohte Tiere beschlagnahmt und 1.428 Verdächtige festgenommen worden. Chinesische Ärzte vermuten die Quelle von SARS im Verzehr von Wildtieren. "Die Angst vor der Lungenkrankheit führt möglicherweise zu einem Umdenken bei den Konsumenten. Dies wäre eine unerwartete Chance für den Artenschutz", hofft Sandra Altherr, Biologin bei Pro Wildlife. Sollte sich die Vermutung bestätigen, dass die Ursache für SARS im massenhaften Konsum von Wildtieren auf asiatischen Märkten und in Restaurants zu suchen ist, wäre dies kein Einzelfall: Auch im Falle der in Zentralafrika grassierenden Ebola-Epidemie werde als Übertragungsweg der Verzehr von Fleisch infizierter Wildtiere, in diesem Falle Menschenaffen, vermutet.
..mehrGegen Papier aus finnischen Urwäldern
Greenpeace-Protest gegen Papierfrachter aus Finnland
Gegen den Import von Papier aus bedrohten finnischen Urwäldern protestieren am Freitagnachmittag Greenpeace-Aktivisten an dem Papierfrachter "Finnhawk" auf der Ostsee bei Lübeck. Mit vier Schlauchbooten sind sie bei der Travemündung auf das Schiff getroffen und haben die Bordwand mit dem Spruch "Forest Crime in Europe" bemalt. Das aus dem Ostsee-Hafen Oulu kommende Schiff liefert Papier der finnischen Papierhersteller Storänso, UPM Kymmene und M-Real für den deutschen Markt. Das Papier stammt anteilig aus Einschlägen in ungeschützten Urwäldern im Nordosten Finnlands.
..mehrTourismus und Artenschutz
Aktionsgemeinschaft Artenschutz fordert Umdenken der Reise-Branche
Die Internationale Tourismus-Börse (ITB) 2003 endete in Berlin. Anlässlich dieser weltgrößten Messe der internationalen Reiseveranstalter appelliert die Aktionsgemeinsaft Artenschutz e.V. (AgA) und der BDT an die Touristikbranche, mehr für den Arten- und Naturschutz zu tun und die Touristen besser über den Artenschutz aufzuklären. AgA-Sprecher Günther Peter erinnert daran, dass gerade deutsche Touristen an der Ausplünderung der Natur in den Urlaubsländern führend beteiligt seien. Die vom Zoll beschlagnahmten Exemplare bedrohter Fauna und Flora an deutschen Flughäfen bewiesen dies.
Bedrohte Arten
30 Jahre Artenschutzabkommen
Vor dreißig Jahren, am 3. März 1973, wurde das internationale Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES gegründet. An diesem Tag verabschiedeten Vertreter aus 80 Staaten in Washington die "Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora". Der WWF wertet das Abkommen rückblickend als Erfolg. Seit der Gründung von CITES sei noch keine einzige durch das Abkommen geschützte Art ausgestorben. Das zeige, wie wichtig Handelskontrollen für bedrohte Arten seien, so WWF-Artenschutzexperte Volker Homes. So sei vor allem die Weitsicht der CITES-Gründer bemerkenswert: Sie hätten schon Anfang der siebziger Jahre den Schutz vieler Tier- und Pflanzenarten forciert, obwohl damals noch kaum jemand über Umweltschutz gesprochen habe.
..mehrÖkolandbau
Förderpreis Ökologischer Landbau erstmals für die Fischzucht
Der Erste Preis beim Wettbewerb um den Förderpreis Ökologischer Landbau geht 2003 erstmals an einen Fischzuchtbetrieb. Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast zeichnet am Freitag auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin die Bergische Fischzuchtanstalt Rameil mit dem Preis aus. Rameil war der erste Naturland-Betrieb, dessen Forellen von Naturland zertifiziert wurden. Rameil bewirtschaftet rund vier Hektar Teichfläche und füttert die Tiere mit eigens entwickeltem Öko-Futter.
..mehrWaldschadensbericht
Zustand der Wälder bleibt besorgniserregend
Der Deutsche Naturschutzring (DNR) und die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) weisen mit der Vorstellung der bundesweiten Waldschadenserhebung auf die akute Gefährdung des Öko-Systems Wald hin. "Die Bekämpfung der Waldschäden und die Abwehr der Klimakatastrophe müssen Hand in Hand gegen", verlangte DNR-Präsident Hubert Weinzierl. "Es ist bedauerlich, dass die Bundesregierung klammheimlich ihr bisheriges Ziel aufgegeben hat, die CO2-Emissionen bis 2005 um 25 Prozent zu verringern und nur noch eine 21 Prozent-Reduzierung anstrebt".
..mehrWelttierschutztag 2002: Keine Wildtiere als Wegwerfware
PRO WILDLIFE prangert unkontrollierten Wildtierhandel in Deutschland an
Anlässlich des Welttierschutztages am 4. Oktober weist PRO WILDLIFE auf den zunehmend unkontrollierten Handel mit Wildtieren hin: "Sogenannte Wildtierbörsen schießen derzeit in ganz Deutschland wie Pilze aus dem Boden. Dort werden Raubtiere, Wildvögel oder Giftschlangen an völlig unbedarfte Halter verkauft. Auch im Internet können seltene und gefährliche Arten einfach per Mausklick geordert werden", betont PRO WILDLIFE Sprecherin Daniela Freyer. Viele der Tiere werden immer noch der Natur entrissen, immer neuen Arten droht durch den Handel mit exotischen "Heimtieren" die Ausrottung. Deutschland sei hierbei einer der größten Absatzmärkte weltweit. Die Münchner Artenschutzorganisation fordert die Bundesregierung auf, konsequenter gegen die Plünderung der Natur vorzugehen. PRO WILDLIFE verweist dabei auch auf die erheblichen Probleme, die bei der Privathaltung solcher Tiere entstehen.
..mehrJahrestagung von IWF und Weltbank
Nichtregierungsorganisationen fordern Politikwechsel
Harte Auseinandersetzungen um Fragen der Internationalen Entwicklung wird es auf der bevorstehenden Jahrestagung von IWF und Weltbank am 28. und 29. September in Washington geben. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem Schuldenmanagement, Entwicklungsfinanzierung, Wasser, Gesundheit und Bildung. Während sich die internationale NGO Szene für die Bereitstellung von öffentlichen Gütern und Dienstleistungen durch den Staat stark machen wird, plädiert die Weltbank ein weiteres Mal für eine verstärkte Rolle des Privatsektors.
..mehrWestLB beteiligt
Ölpipeline in Ecuador verstößt massiv gegen Umweltstandards der Weltbank
Die von der WestLB maßgeblich finanzierte OCP-Ölpipeline in Ecuador verstößt massiv gegen die wichtigsten Umwelt- und Sozialstandards der Weltbank. Das ist das Ergebnis der ersten unabhängigen Umweltstudie zu dem Projekt, die am Freitag von "Rettet den Regenwald" und "Urgewald" in Düsseldorf vorgestellt wurde. Die Untersuchung des Pipeline-Projekts habe "substantielle Nichtübereinstimmung mit allen vier zutreffenden Sozial- und Umweltstandards der Weltbank ergeben", so das Gutachten.
..mehrAtomkraftwerke statt Ökostrom?
Johannesburg-Gipfel ringt um Kompromisse bei Handel und Subventionen
Der Konflikt zwischen Industrie- und Entwicklungsländern um den Abbau von Handelsschranken wird durch Kontroversen innerhalb der EU verschärft. Der Weltnachhaltigkeitsgipfel in Johannesburg konnte bis Mittwoch keine Einigung zur Frage von Subventionen, Zöllen und einem gerechten Ausgleich der Länder bei der Globalisierung erreichen. Ein Konsens innerhalb der EU über den Abbau von wettbewerbsverzerrenden Subventionen sei zudem am Widerstand Frankreichs gescheitert, teilte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Gila Altmann (Grüne), am Mittwoch in Johannesburg mit. Umweltverbände kritisierten, die EU weiche von früheren Versprechen ab und fördere statt regenerativen Energien neue Atomkraftwerke.
..mehrGreenpeace weist auf illegale Abholzungen hin
Proteste gegen Zerstörung in Kamerun
Gegen den illegalen Einschlag von Tropenholz in Kamerun protestieren am Dienstag 20 Greenpeace-Aktivisten vor der deutschen Niederlassung der holländischen Holzhandelsfirma Wijma in Drensteinfurt, Westfalen. Die Firma holzt auch ausserhalb ihres genehmigten Gebietes wertvolle Hoelzer wie Bongossi ab.Die Firma weite so ihr Einschlaggebiet ohne Erlaubnis aus. Dazu werden riesige Strassen in den Wald gebaut, um den Wald zu pluendern und das Holz gegen den Willen der Bevoelkerung wegzuschaffen. Durch den Strassenbau würden auch die Kakao- und Bananenplantagen der lokalen Bevoelkerung zerstört.
..mehrPolitiker im Schlafanzug auf Berlins Straßen
Greenpeace-Jugendliche auf Protest-Tour zu Botschaften
In einem ungewöhnlichen Protestzug zogen rund 30 Greenpeace-Jugendliche am Donnerstag vormittag als verschlafene Politiker verkleidet durch Berlin zu den Botschaften von USA, Kanada, Australien, Südafrika, Malaysia und Finnland. Angeführt wurde die Karawane der Politiker, die Schlafanzüge und Kopfkissen trugen, von den "Regierungschefs" der USA, Kanadas und Australiens, die auf Stelzen liefen und mit einer Erdkugel Jo-Jo spielten. Anlässlich des bevorstehenden Weltgipfels für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg protestierten die Jugendlichen dagegen, dass die Regierungschefs der Teilnehmerstaaten den globalen Umweltschutz nicht ernst nehmen.
..mehr10 verlorene Jahre - 10 gebrochene Versprechen
Greenpeace-Jugendliche starten Kampagne zum Weltgipfel in Johannesburg
Rund 100 Greenpeace-Jugendliche gehen am Freitag in 10 Städten Deutschlands auf die Straße, um mit jeweils 10-stündigen Aktionen auf ihre Forderungen zum bevorstehenden Weltgipfel in Johannesburg aufmerksam zu machen. In Bremen, Berlin, Chemnitz und Freiburg halten als Politiker verkleidete Jugendliche ein Nickerchen in Liegestühlen und kicken sich träge eine Weltkugel zu - um die 10 verlorenen Jahre seit dem Umweltgipfel von Rio zu symbolisieren. Jugendliche in Pinguin-Kostümen sitzen in der Innenstadt von Neubrandenburg und Köln in Planschbecken und informieren Passanten darüber, dass sie aufgrund des Klimawandels ihren Lebensraum verlieren. Ein Tiger streunt durch die Krefelder Fußgängerzone auf der Suche nach seiner zerstörten Urwaldheimat. Die Bilder sind unterschiedlich, die Botschaft ist dieselbe: "10 verlorene Jahre - 10 gebrochene Versprechen!"
..mehrEU-Agrarreform
Verbraucherschützer: Förderung nachhaltiger Landwirtschaft ist guter Anfang
In der Debatte um die Reform der EU-Agrarpolitik hat der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv) die Vorschläge des EU-Agrarkommissars Fischler im Rahmen der Agenda 2000 als "grundsätzlich positiv" begrüßt. "Damit wird endlich die Grundlage geschaffen, eine nachhaltige Landbewirtschaftung mit umweltfreundlichen und sozial verträglichen Leistungen auch wirtschaftlich zu belohnen", so Prof. Dr. Edda Müller, Vorstand des vzbv. Die Agrarpolitik der vergangenen Jahrzehnte hätte maßgeblich dazu beigetragen, dass die wirtschaftlichen Interessen der Betriebe zunehmend im Widerspruch zu ökologischen, sozialen und auch volkswirtschaftlichen Zielen der Gesellschaft stünden. Diese Fehlsteuerung sei mit den Vorschlägen noch lange nicht behoben, betonte Edda Müller, doch die Zustimmung der EU-Regierungen zu dem Programm sei unerlässlich für eine Kehrtwende.
..mehrAgrarwirtschaft
NABU-Übersicht belegt Vorteile des Ökolandbaus
Angesichts der wiederholten Kritik der konventionellen Agrarlobby an der Nachhaltigkeit des ökologischen Landbaus hat der Naturschutzbund NABU in einer aktuellen Übersicht die wissenschaftlich belegten Vorteile des Ökolandbaus zusammengestellt. "Auch wenn die konventionelle Landwirtschaft durchaus wichtige Beiträge zum Natur- und Umweltschutz leisten kann, entspricht der ökologische Landbau am ehesten dem Idealbild einer nachhaltigen Landbewirtschaftung und hat eine wichtige Leitbildfunktion", sagte NABU-Präsident Jochen Flasbarth. Zahlreiche Expertengremien und unabhängige Einrichtungen wie der Sachverständigenrat für Umweltfragen, die Enquetekommission oder die Europäische Umweltagentur hätten diese Aussage gestützt und in ihren Gutachten die Vorteile einer Ausweitung des Ökolandbaus für Natur und Umwelt aufgezeigt.
..mehr26. Deutscher Naturschutztag
Kritische Bilanz für Deutschland
Mit einer kritischen Bilanz des deutschen Beitrages zum internationalen Übereinkommen über die biologische Vielfalt hat am Dienstag in Hannover der 26. Deutsche Naturschutztag begonnen. Der Vorsitzende des Deutschen Naturschutzringes, Manfred Niekisch, sagte: "Die Botschaft von Rio ist in Vergessenheit geraten." Zwar habe die Bundesregierung mit dem neuen Naturschutzgesetz Fortschritte erzielt, doch müsse sie sich auch international für den Artenschutz einsetzen.
..mehrAuch in Europa gibt es Urwälder - noch
Protest gegen Holz aus Urwaldzerstörung
Greenpeace-Aktivisten sind am Montagabend im Hafen von Lübeck an Bord des Frachters "Finnhawk" geklettert und haben sich an dessen Heckklappe gekettet, um gegen die Zerstörung der letzten finnischen Urwälder zur Papierherstellung zu protestieren. Weitere Kletterer haben sich von der Herrenbrücke über dem Fluss Trave abgeseilt und fordern auf Transparenten "Stoppt Urwaldzerstörung". Die Aktion in Lübeck ist bereits der zehnte Greenpeace-Protest innerhalb von 30 Tagen gegen Frachter, die Rund- oder Schnittholz, Zellstoff oder Papier aus den nordischen und tropischen Urwäldern in europäische Häfen liefern. Zur Zeit dauert noch die Aktion an gegen einen Holzfrachter im Hafen von Salerno/Italien an. "Nicht nur in den Tropen, auch in Europa werden die letzten Urwälder abgeholzt", sagte Greenpeace-Waldexperte Thomas Henningsen in Lübeck. "Die deutsche Regierung muss sich auf dem Urwaldgipfel endlich für den Schutz der Urwälder einsetzen. Dazu gehört auch, die Einfuhr von Produkten aus Urwaldzerstörung nach Deutschland zu stoppen."
..mehrNach Greenpeace-Aktion
Bundesregierung beschlagnahmt erstmals illegal gefälltes Tropenholz
Die Bundesregierung hat die von Greenpeace aufgedeckte Schiffslieferung mit illegal gefällten Mahagoni-Stämmen aus Brasilien im Hamburger Hafen beschlagnahmt. Dies bestätigte am Donnerstag Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne). Etwa 50 Greenpeace-Aktivisten hatten am 28. Februar gegen den Holzfrachter "Enif", der 300 Kubikmeter Mahagoni aus dem Amazonas nach Hamburg lieferte, 16 Stunden lang mit Schlauchbooten und Schwimmern im Hamburger Hafen protestiert.
..mehrUmweltschutz
Studie des Umweltbundesamtes lobt Umweltpolitik
Eine neue Studie des Umweltbundesamts bescheinigt der Bundesregierung gute Erfolge im Umweltschutz. So sei eine Abkopplung des Energieverbrauchs vom Wirtschaftswachstum gelungen, sagte der Präsident des Umweltbundesamts, Andreas Troge. Der Ausstieg aus der Atomenergie, die Ökosteuer, die Förderung von erneuerbaren Energien und erste Maßnahmen in der Verkehrspolitik wiesen in die richtige Richtung. Gleichwohl gebe es Entwicklungen, die einem wirksamen Umweltschutz entgegen liefen.
..mehrUN-Konferenz für biologische Vielfalt
Genetische Ressourcen für alle bewahren
Vom 22. bis 26. Oktober 2001 tagt in Bonn zum ersten Mal die Arbeitsgruppe "Zugang zu genetischen Ressourcen und gerechter Vorteilsausgleich" des UN-Übereinkommens über die Biologische Vielfalt (CBD - Convention on the Biological Diversity). Rund 300 Teilnehmer von 182 Regierungsorganisationen, Nicht-Regierungsorganisationen und Vertretern verschiedener Gruppen werden über Regeln für den Zugang zu genetischen Ressourcen durch den Menschen und die gerechte Verteilung der ökonomischen Vorteile, die sich aus der Nutzung dieser Ressourcen ergeben, diskutieren.
..mehrDeutscher Umweltpreis
Größter europäischer Umweltpreis
Der Öko-Unternehmer Dr. Franz Ehrnsperger (55, Neumarkt) sowie die Wissenschaftler Dr. Wolfgang Feist (47, Darmstadt) und Professor Dr. Hermann Auernhammer (60, Freising) werden am Sonntag in Freiburg ausgezeichnet mit dem Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (Osnabrück). Bundespräsident Johannes Rau wird den mit einer Million Mark höchstdotierten Umweltpreis Europas im Konzerthaus an die drei Preisträger übergeben. 3SAT überträgt die neunte Verleihung des Deutschen Umweltpreises von 11 bis 13 Uhr direkt; das ZDF berichtet in ZDF.umwelt ab 13.15 Uhr von der Preisverleihung, ab 23.50 Uhr in einer Zusammenfassung. Neben Umweltminister Jürgen Trittin wird sich Ulrich Müller, Umweltminister des Landes Baden-Württemberg, in einem Grußwort an die Gäste richten. Präsentiert wird die Veranstaltung von 3sat-Moderator Stefan Schulze-Hausmann.
..mehrGen-Technik
Greenpeace legt Studie zur Gentechnologie vor
Demnach werde Gentechnologie könne nicht wesentlich zur Verbesserung der Welternährungssituation beitragen, so die Universität Essex. Greenpaece legte diese Studie zum morgigen Welternährungstag vor. Der Schlachtruf der Gentech-Industrie "Die Gentechnik werde die Welt ernähren" sei lediglich ein Vorwand der Saatgut- und Lebensmittelkonzerne, heisst es in der Aussendung.
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