Graphit
Graphit ist ein Mineral aus der Mineralklasse der "Elemente". Es ist eine der natürlichen Erscheinungsformen des chemischen Elements Kohlenstoff in Reinform.
Graphit ist ein wichtiger Industrierohstoff. Ein großer Teil der weltweiten Produktion entfällt auf China und Indien.
Graphit wird genutzt für Bleistiftminen, Golfschläger, Badmintonschläger, Festschmierstoff, Werkstoff für selbstschmierende Lager und Dichtungen, Füller zur Verbesserung der elektrischen Leitfähigkeit und zum Herabsetzen des Reibbeiwertes von Kunststoffen, Kohlebürste in elektrischen Motoren, Elektrode in Kohlebogenlampen und Lichtbogenofen, negative Elektrode von Lithium-Ionen-Zellen, positive Elektrode von Zink-Kohle-Primärbatterien, Schmelztiegel, Gießform, thermisch hochbelastbare Ofenauskleidung, Moderator und Reflektor in Atomreaktoren, Monochromator im Röntgendiffraktometer, Standardsubstrat in der Rastertunnelmikroskopie unter Umgebungsbedingungen, Waffe in Form von Graphitfäden zum Kurzschließen der feindlichen Stromversorgung (Streubombe), korrosionsbeständiger Werkstoff in der chemischen Industrie, Wanne und Elektroden bei der Aluminiumherstellung (Schmelzflusselektrolyse), Legierungselement in Gusseisen, Elektrode in der Elektro-Stahlgewinnung, Schrottverwertung, Halbleiter, Elektrode beim Senkerodieren.
Einem EU-Bericht vom 17. Juni 2010 zufolge können bei der Versorgung mit Graphit zunehmend Engpässe auftreten. Die Substanz ist eine von insgesamt 14 Rohstoffen, die in dem Bericht als "kritisch" eingestuft wurden.
Literatur / Quellen
EU-Kommission
Wikipedia
Nachrichten zum Thema
Hoch-radioaktiver Atommüll?
Brennelement-Kugeln aus Versuchsreaktor offenbar bereits seit 1967 in der Asse
Im Atommülllager Asse im Kreis Wolfenbüttel liegen offenbar schon länger kugelförmige Brennelemente als Betreiber und Behörden bislang zugegeben haben. Aus Begleitpapieren geht hervor, dass schon 1967 und 1969 solche Brennelemente mit einer Graphitummantelung angeliefert und eingelagert wurden. Bereits in der vergangenen Woche war zu erfahren, dass zwischen 1973 und 1976 fast hundert Fässer mit Brennelement-Kugeln aus einem Versuchsreaktor in Jülich in die Asse gebracht wurden. Nach Ansicht von Bürgerinitiativen und des atomkritischen Chemie-Professors Rolf Bertram aus Göttingen sind diese Kugeln "eindeutig hoch radioaktiv".
"Ungehinderter Zugang für Unternehmen"
Knappe Industrie-Rohstoffe in China, Russland, Kongo und Brasilien
Die EU-Komission veröffentlichte am 17. Juni einen Bericht, wonach 14 wichtige mineralische Rohstoffe knapp sein sollen: Antimon, Beryllium, Kobalt, Flussspat, Gallium, Germanium, Graphit, Indium, Magnesium, Niob, Metalle der Platingruppe, seltene Erden, Tantal und Wolfram. Prognosen zufolge soll sich bis zum Jahr 2030 die Nachfrage nach einigen dieser Rohstoffe gegenüber 2006 mehr als verdreifachen. Ein großer Teil der weltweiten Produktion entfällt auf nur wenige Länder: Dies sind vor allem China (Antimon, Flussspat, Gallium, Germanium, Graphit, Indium, Magnesium, seltene Erden, Wolfram), Russland (Metalle der Platingruppe), die Demokratische Republik Kongo (Kobalt, Tantal) und Brasilien (Niob und Tantal). Die Konkurrenz um knappe Rohstoffe stellt eine wachsende Kriegsgefahr dar. In der Demokratischen Republik Kongo tobt schon seit vielen Jahren ein Rohstoff-Krieg unter Beteiligung Europas.
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Auf dem Gelände des ehemaligen Brennelementewerkes von Nukem in Hanau sind bei Sanierungsarbeiten konventionelle Munition und eine Kunststoffflasche mit kontaminiertem Graphit gefunden worden. Das Graphit sei mit den strahlenden Elementen Uran und Thorium belastet, teilte das Wiesbadener Umweltministerium am Freitag mit. Zur Stärke der Strahlung sowie über die Menge und Herkunft der Munition machte das Ministerium keine Angaben.
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Kernschmelz-Unfall in Tschechoslowakei
Heute vor 33 Jahren ereignete sich im tschechoslowakischen Atomkraftwerksblock Jaslowske Bohunice A1 ein Kernschmelz-Unfall. Nach Angaben der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW schmolzen bei dem Unfall am 22. Februar 1977 mehrere Brennelemente, weil Verpackungs- und Feuchtigkeitsabsorptionsmaterial von einem Brennelement nicht entfernt worden war und dann den Kühlkanal verstopfte. Die Reaktorhalle wurde radioaktiv kontaminiert und es kam zur Freisetzung von Radioaktivität in die Atmosphäre wie auch in Oberflächengewässer. Noch heute, 33 Jahre nach dem Unfall, befinden sich Teile der hochradioaktiven Kernschmelze in der Anlage. Zuverlässige offizielle Informationen über die Folgen des Atomunfalls wurden bis heute nicht öffentlich zugänglich gemacht.
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Altpapier als Brandschutz
Einen hitzebeständigen Dämmstoff ausgerechnet aus Zellulose hat der Erfinder Wolfgang Christ entwickelt. Das Material werde eingesetzt, um tragende Elemente in Hochhäusern vor Feuer zu schützen, berichtet National Geographic Deutschland in der aktuellen April-Ausgabe. Früher seien Stahlträger mit Spritzasbest gegen Brände geschützt worden. Heute dürfe dieser Stoff nicht mehr verwendet werden, da er krebserregende Fasern freisetzen könne. Eine Alternative hierzu sei Wolfgang Christs Erfindung.
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