kWp - Kilowatt-Peak | Spitzenleistung
Kilowatt-Peak (kWp) steht für die (elektrische) Spitzenleistung. Gebräuchlich ist die Angabe Kilowatt-Peak bei Photovoltaik-Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Sonnenlicht. Der Begriff setzt sich zusammen aus der Einheit Kilowatt (kW) und dem englischen Wort "peak" für Spitze.
Peakleistung (Wp, kWp)
Eine Photovoltaikanlage setzt sich aus zahlreichen kleinen Solarzellen zusammen. Deren maximal mögliche Leistung unter Standardbedingungen wird als als Peak-Leistung definiert. Sie wird in Watt gemessen und als Wp (Watt, Peak) angegeben (Hinweis: 1000 Watt = 1 Kilowatt).
In der Photovoltaik wird die maximal mögliche Leistung einer Solaranlage bei Standardbedingungen als Peak-Leistung definiert, sie wird in Watt gemessen und als Wp (Watt, Peak) angegeben. Als Standardbedingung wird eine optimale Sonneneinstrahlung von 1000 Watt pro Quadratmeter angesetzt, die in Deutschland in den Mittagsstunden eines schönen Sommertages erreicht wird (dabei ist ferner eine Temperatur der Solarzelle von 25 °C sowie ein Sonnenlichtspektrum gemäß AM = 1,5 unterstellt).
Die Nennleistung ergibt sich aus dem Produkt der Nennspannung und des Nennstroms. Weiteren Aufschluss über die Eigenschaften einer Solarzelle oder eines Generators gibt die Strom/Spannungs-Kennlinie.
Mit 1 kW Peak (kWp) lässt sich 20 Jahre lang der Stombedarf decken
Eine Photovoltaik-Anlage mit einer Spitzenleistung von 1 kW Peak (1 kWp) produziert rund 20 Jahre lang mehr Strom, als eine Person benötigt. Mit einer 1 kW Peak-Anlage werden bei der durchschnittlichen Sonneneinstrahlung in Deutschland rund 1000 kWh Strom pro Jahr erzeugt. Der Strombedarf einer Person eines 4-Personen-Haushaltes liegt aber nur bei größenordnugsmäßig 875 kWh.
Für 1 kWp werden rund 7-8 Quadratmeter bzw. 10 Quadratmeter Photovoltaik-Fläche installiert (kristalline bzw. Dünnschicht-Solarzellen). Inklusive Montage zahlt man für eine solche Anlage derzeit zwischen 3000 und 4000 Euro.
Das heißt, dass man für diesen Beitrag seinen Strombedarf bilanziell für die nächsten 20 Jahre decken kann.
Beteiligung an Bürger-Solaranlagen
Nicht jeder verfügt über eine eigene geeignete Dachfläche für eine Photovoltaik-Anlage. Nicht jeder kann oder will gleich 3000 bis 4000 Euro für eine Solaranlage ausgeben.
Man kann zunächst auch deutlich kleiner in die Solarstromerzeugung einsteigen. Bundesweit schießen Initiativen für Bürger-Solaranlagen aus dem Boden. Bei diesen kann man sich vielfach beispielsweise mit nur 500 Euro an einer Gemeinschafts-Solaranlage auf einem öffentlichen Dach beteiligen. Teilweise sind sogar geringere, aber natürlich auch höhere Beteiligungen möglich.
Schon mit einer Beteiligung von 500 Euro können nennenswerte Teile des eigenen Strombedarfs - immerhin rund 20 Jahre lang - bilanziell selbst erzeugt.
Literatur / Quellen
IPPNW / EUROSOLAR / DNR, www.buerger-kraftwerke.de
Solarserver
Nachrichten zum Thema
Einspeisevergütungen
Krise bei Photovoltaikanlagen auf Hausdächern
Der Solarenergie-Förderverein Deutschland warnt vor einem Rückgang kleinerer Photovoltaikanlagen auf Einfamilienhäusern. Die Senkung der Einspeisevergütung für Solarstrom um 5 bis 6,5 Prozent zum Jahreswechsel 2008/2009 sowie um 8 bis 10 Prozent 2009/2010 sei "erheblich zu hoch ausgefallen". Daher sei es jeweils zu Jahresbeginn zu drastischen Einbrüchen bei den neu installierten Photovoltaikanlagen gekommen. Dies sei teilweise mit einer "Torschlusspanik zum Stichtag der Absenkung" erklärbar, da es im Dezember vor der Absenkung nochmals zu einem deutlichen Zugbau gekommen war. Davon unabhängig sei aber ein "bedrückender" Trend zu beobachten, wonach Kleinanlagen auf Reihenhäusern (Anlagengrößen bis 5 kWp) und auf größeren Einfamilienhäusern (über 5 kWp bis 10 kWp) gegenüber mittleren und großen Anlagen "deutlich zurückbleiben". Der Solarenergie-Förderverein beruft sich bei seiner Analyse auf aktuelle Daten der Bundesnetzagentur.
"Photovoltaik wächst dank sinkender Preise"
Solarwirtschaft erwartet 2008 neue Zubau-Rekorde
Für 2008 prognostiziert der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) ein Wachstum bei der neuinstallierten Solarstromleistung von mindestens 35 Prozent und ein Absatzplus bei der Solarwärme von 100 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. "Die Solarbranche zeigt in diesem Jahr eine starke Performance und erarbeitet sich eine gute Position für 2009", so Verbandsgeschäftsführer Carsten Körnig. Auch für das kommende Jahr rechnet der Verband mit einem anhaltenden Branchenwachstum. Der Großteil der Verbandsmitglieder geht vorerst von keinen gravierenden Auswirkungen der Finanzkrise auf ihre Geschäftstätigkeit aus. Darauf deuteten unter anderem die jüngst vorgelegten Ausblicke der börsennotierten Photovoltaik-Unternehmen hin. Die in diesem Jahr neuinstallierte Solarstromleistung wächst laut Verbandsprognose auf rund 1,5 Gigawatt, ein Plus von 35 Prozent gegenüber 1,1 Gigawatt im Vorjahr.
Angriff der Bundesregierung auf Photovoltaik
Ost-Regierungschefs gegen schlechtere Förderung der erneuerbaren Energien
Die Bundesregierung bekommt mit ihrem Vorhaben, die Förderung dezentraler Energieanlagen auf der Basis erneuerbarer Energien zu verschlechtern, Gegenwind von ostdeutschen Regierungschefs beider großen Volksparteien. Die Regierungschefs der fünf ostdeutschen Bundesländer und Berlins dringen auf eine weitere Förderung der Erneuerbaren Energien. Dieser Markt habe sich zu einem Motor für den wirtschaftlichen Aufbau Ost entwickelt, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) am 14. Mai nach dem Treffen mit seinen ostdeutschen Amtskollegen in Berlin. Mittlerweile kämen beispielsweise 35 Prozent der Photovoltaikmodule in Deutschland allein aus der Region Berlin/Brandenburg. Auch Wolfgang Böhmer (CDU), Ministerpräsident des Binnenlandes Sachsen-Anhalt, wo bereits fast 40 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen kommt, appellierte an die Bundesregierung, die geplante Rückführung der Förderung nicht weiter zu verschärfen.
..mehrErneuerbare Energien
Deutsche Solarzellenproduktion soll 2005 um 66 Prozent gewachsen sein
Das rasante Wachstum der deutschen Solarindustrie setzt sich nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) fort. Im Jahr 2005 seien in Deutschlands Solarfabriken 66 Prozent mehr Solarzellen produziert worden als 2004. Zugleich sei es gelungen, den Export von Solarzellen im gleichen Zeitraum von 30 auf 34 Prozent zu steigern. Der Umsatz der gesamten Photovoltaikbranche in Deutschland sei 2005 auf über drei Milliarden Euro gewachsen. Derzeit gebe es in Deutschland mehr als 5.000 Solarunternehmen, in denen über 30.000 Menschen beschäftigt seien.
Erneuerbare Energien
Kriterien für naturverträgliche Solarparkstandorte vorgestellt
Der Naturschutzbund (NABU) und die Unternehmens- vereinigung Solarwirtschaft (UVS) haben heute einen Kriterienkatalog für die naturverträgliche Errichtung so genannter Photovoltaik-Freiflächenanlagen (Solarparks) veröffentlicht. Damit wollen sie verhindern, dass künftige Solaranlagen auf wichtigen Naturflächen entstehen. Interessenvertreter von Naturschutz und der Solarbranche demonstrieren damit einvernehmlich, dass großflächige Solarenergienutzung und Naturschutz bei Einhaltung von Mindeststandards gut miteinander harmonieren können. Die ökologischen Kriterien gehen über das gesetzlich geforderte Mindestmaß hinaus.
Kosten für Atomkraft weit unterschätzt
Britische Studie spricht von dreimal so hohen Realkosten der Atomenergie
Um den Faktor drei werden die tatsächlichen Kosten für die Atomkraftwerke unterschätzt. Zu diesem Schluss kommt die Expertengruppe New Economics Foundation (NEF). Die derzeitig berechneten Kosten reichen nicht aus, um neue Technologien zu erforschen. Die NIF sieht langfristig nur Chancen in erneuerbaren Energien wie Wind und Photovoltaik, berichtet BBC-Online.
"Deutlicher Beschäftigungszuwachs"
Neuartige Solarzellen aus Berlin-Adlershof
Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium Michael Müller (SPD) hat am Mittwoch (19. November) in Berlin-Adlershof eine Fertigungsstätte für neuartige Dünnschicht-Solarzellen eingeweiht. "Deutschland ist Spitze in der Produktion und bei der Installation neuer Solaranlagen", so Müller. Rund 3800 Megawatt Leistung seien bislang in Deutschland in Betrieb genommen worden. Mehr als 75 Unternehmen produzierten Solaranlagen in Deutschland. "Die Photovoltaik ist eine hochinnovative und wachstumsstarke Branche. Mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien ist ein deutlicher Beschäftigungszuwachs verbunden", sagte Müller.
..mehrNeue Arbeitsplätze
Neue Solarsiliziumfabrik soll Energieeinsatz und Kosten senken
Im badischen Rheinfelden wurde am Freitag (8. August) eine neue Fabrik zur Produktion von Solarsilizium eingeweiht. Nach Auffassung des parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesumweltministerium, Michael Müller, ist diese Fabrik "ein hervorragendes Beispiel für Innovationen in Deutschland". Der Energieeinsatz zur Herstellung des Siliziums habe deutlich reduziert werden können. "Das ist ein enormer technologischer Fortschritt für die Photovoltaikindustrie und senkt die Kosten", so Müller.
..mehrStatt Studiengebühren
Karlsruher Studierende investieren Geld in Solarstromanlage
Statt Studiengebühren zu bezahlen, finanzierten Karlsruher Studierende eine Solarstromanlage. Im vergangenen Dezember investierten 39 Studierende einen Betrag von 250 oder 500 Euro in die Sonnenenergie. So trugen sie mit insgesamt 15.000 Euro zum Bau einer Photovoltaikanlage bei. Darlehensnehmer ist das Studentenwerk Karlsruhe, das den beteiligten Studierenden ihre Investition nach 10 Jahren verzinst zurückzahlt. Die fehlenden 45.000 Euro für die Gesamtkosten von rund 60.000 Euro steuerte das Studentenwerk selbst bei. Am 3. Dezember 2007 begann laut Studentenwerk die Installation der Photovoltaikanlage auf dem Dach der Mensa des Studentenwerks am Adenauerring, und nach Abschluss aller Tests wird seit kurzem der erste Strom in das öffentliche Netz gespeist.
..mehrInternationale Energieagentur
Deutsche Solaranlagen im internationalen Vergleich günstig
Nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) sind die Durchschnittspreise für Photovoltaikanlagen zur Solarstromerzeugung in keinem anderen Land so niedrig wie in Deutschland. Im vergangenen Jahr seien die Preise für Solarstromsysteme in Deutschland rund 20 Prozent unter den Preisen der Hauptwettbewerber Japan und USA und sogar 30 Prozent unter den Preisen gelegen, die auf dem spanischen Markt durchschnittlich erzielt wurden, heißt es in der aktuellen Solartrendstudie der Agentur. Die Zahlen belegen nach Auffassung von Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar), "den Erfolg der Kostensenkungsstrategie deutscher Solarunternehmen am Heimatmarkt durch den Aufbau einer Hightech-Massenproduktion". Körnig warnt jedoch vor möglichen Gesetzesänderungen, die diesen Trend beschädigen könnten.
..mehrWind, Photovoltaik, Biomasse & Wasser
Indien will 250.000 Dörfer mit erneuerbarer Energie versorgen
Nach Angaben des deutschen Umweltministeriums hat sich Indien, der sechstgrößten Energiekonsument der Erde, ehrgeizige Ziele für den Ausbau der erneuerbaren Energien gesetzt. "Mittlerweile weltweit die Nummer Vier im Ausbau der Windenergie", setze Indien sowohl im industriellen Bereich als auch in abgelegenen Regionen auf eine "dezentrale Energieversorgung" auf Basis von Wind, Photovoltaik, Biomasse und Wasserkraft. Indien plane in den kommenden Jahren über 250.000 Dörfer mit erneuerbarer Energie zu versorgen.
..mehrStromkennzeichnung
Verbraucher können Energiequellen über Stromanbieter wählen
Ab Morgen muss jeder Stromanbieter in Deutschland gegenüber seinen Kunden ausweisen, aus welchen Energiequellen der gelieferte Strom erzeugt wurde. Der Strom erhält damit einen Stammbaum. Die Angaben sind in die drei Kategorien nukleare Erzeugung (Kernkraft), fossile und sonstige Energie (Braun- und Steinkohle, Öl, Erdgas) sowie Erneuerbare Energie (Wasser, Wind, Biomasse, Fotovoltaik) zu unterteilen. Diese Angaben sind durch die mit der Stromerzeugung verbundenen Umweltauswirkungen zu ergänzen. Das neue Energiewirtschaftsgesetz schreibt dabei die Ausweisung der klimarelevanten Kohlendioxid-Emissionen (CO2) sowie Angaben über die Radioaktivität des bei der Erzeugung entstehenden Atommülls vor.
Teurer Solarstrom?
Solarenergie-Förderverein verärgert über Solarzeitschrift
Das aktuelle Editorial der Zeitschrift "Sonne Wind & Wärme" brachte den "Solarenergie-Förderverein Deutschland" auf die Barrikaden. Der Text von Chefredakteur Dr. Detlef Koenemann passe besser in eine "Kampfschrift der Stromwirtschaft" gegen die Photovoltaik als in eine Zeitschrift, die sich zumindest dem Namen nach den Erneuerbaren Energien verpflichtet fühle. Stein des Anstoßes sind zum Beispiel die folgenden Sätze des Chefredakteurs: "Doch je höher hinauf es geht, desto dünner wird die Luft. Die Windenergiebranche bekommt es bereits zu spüren, und recht bald wird auch die Photovoltaik hierzulande an ihre Grenzen stoßen." Zudem ist die Photovoltaik für Koenemann "noch ein zartes Pflänzchen", und ob sie jemals zu Wind- und Wasserkraft aufschließen könne, sei fraglich. "Denn sie ist die teuerste der drei regenerativen Energiesysteme, und je größer ihr Anteil wird, desto mehr fällt der Preisnachteil ins Gewicht", meint der Chefredakteur. Dem widerspricht der Solarenergie-Förderverein in einer Stellungnahme.
..mehr5000 neue Arbeitsplätze
Deutschland übernimmt Weltspitze bei installierten Solarstromanlagen
Im vergangenen Jahr hat sich Deutschland weltweit an die Spitze bei der Installierung neuer Solarstromanlagen gesetzt. Die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft teilte mit, dass inländische Fotovoltaikhersteller im Jahr 2004 ihre Produktionskapazitäten verdoppelt und offenbar 5000 Arbeitsplätze geschaffen haben. Bundesweit sind neue Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 300 Megawatt entstanden. Im Vergleich dazu installierten Japan 280 Megawatt und die USA 90 Megawatt.
..mehrErneuerbare Energien
Fotovoltaikanlagen sollen nicht freie Landschaft zerstören
Das neue Erneuerbare-Energien-Gesetz macht's möglich: Fotovoltaik-Anlagen lohnen sich nun auch als Großprojekt. Im ganzen Land häufen sich demzufolge Anfragen an die Baubehörden, nach denen jeweils eine Fläche von 10 bis 30 Fußballfeldern mit Solarmodulen überstellt werden soll - und dies überwiegend in der freien Landschaft. Das ruft nun den Landesnaturschutzverband (LNV) auf den Plan. Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e. V. (LNV) ist Dachverband der Natur- und Umweltschutzverbände in Baden-Württemberg. Er spricht sich eindeutig gegen eine solche neue Form des Flächenverbrauchs aus, solange im bebauten Bereich noch Alternativen "im Überfluss" vorhanden sind.
Preisausschreiben
Effektivste städtische Solaranlage Deutschlands gesucht
In welcher Großstadt Deutschlands arbeitete im letzten Jahr die ertragsreichste Photo-Voltaik-Anlage, die PV-Sonnenkönigin? Besitzer von Photovoltaikanlagen in Großstädten ab 500.000 Einwohnern können sich bis zum 14. Mai 2004 bewerben. Aus den Einsendungen wird von der DGS und der GRÜNEN LIGA Berlin, unter Berücksichtigung der jeweiligen Strahlungsverhältnisse am Ort, die effizienteste Anlage ausgewählt. Als Preise winken ein Strahlungsmessgerät, ein solarer Milchaufschäumer und Solarschmuck.
Saarland
Größte Photovoltaikanlage der Welt im Bau
Im saarländischen Göttelborn wird derzeit die größte Photovoltaikanlage der Welt gebaut. Das gab der saarländische Umweltminister Stefan Mörsdorf zusammen mit den Investoren am Montag bekannt. Die Anlage soll Strom für 3.500 Haushalte liefern und damit die mit Abstand größte Photovoltaikanlage weltweit werden. Mit dem Bau der Solaranlage soll voraussichtlich noch in diesem Jahr begonnen werden. Die neue Anlage entsteht auf dem Gelände des früheren Absinkweihers des Bergwerkes Göttelborn. Dies sei, so Mörsdorf, eine Fläche die ansonsten kaum nutzbar wäre.
..mehrErneuerbare Energien
Solarstrom über den Köpfen der taz
Die Tageszeitung taz bekommt ab sofort Energie von "ganz oben": Die Sonnen am Weihnachtsbaum auf dem Dach der Redaktion leuchten mit sauberem Solarstrom. Das ist der neu installierten Photovoltaikanlage zu verdanken, welche die NaturEnergie AG und der BUND vor wenigen Tagen angebracht haben. Die Anlage auf dem imageträchtigen Dach in der Kochstraße wird heute eingeweiht.
Solarindustrie
Verzögerte Gesetzesnovelle gefährdet Marktvorsprung bei Photovoltaik
Die deutsche Solarindustrie sieht sich in ihrer Existenz bedroht. Verzögerungen beim Ersatz des ausgelaufenen 100.000 Dächer-Solarstrom-Programms sowie die Ungewißheit darüber, wann eine Auffanglösung greift, verunsichern Banken und Verbraucher. Bereits jetzt spüren die Solarunternehmen eine deutliche
Zurückhaltung bei Neuinvestitionen. Damit ist Deutschlands Vorsprung bei der Schlüsseltechnologie Photovoltaik akut in Gefahr, warnen die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS) und der Bundesverband Solarindustrie (BSi). Beide Verbände vertreten zusammen rund 500 deutsche Solarunternehmen.
Stromrebellen Meister der Solarförderung
Elektrizitätswerke Schönau haben seit 2000 2 Megawatt Photovoltaik gefördert
Solarstromanlagen mit 2 Megawatt Leistung haben die Schönauer Elektrizitätswerke bundesweit seit dem Jahr 2000 gefördert. Damit sind die "Schönauer Stromrebellen" bei der Solarstromförderung im bundesweitem Vergleich mit allen Stromhändlern und Energieversorgern unangefochten an der Spitze. Würden alle Energieversorger Deutschlands mit ihren ca. 44 Millionen Stromkunden die Photovoltaik mit der gleichen Intensität fördern wie die EWS Schönau mit 20.000 Kunden (Stand Juni 2003), so wären in der gleichen Zeit bundesweit 4.400 Megawatt neue Solarstromanlagen ans Netz gegangen.
..mehr100.000 Dächer-Programm zu Ende
Deutschland setzt weiter auf Solar-Energie
Das deutsche Umweltministerium will auch nach dem Auslaufen des 100.000-Dächer-Programms weiter auf Solarenergie setzen. Der Umweltbundesminister Jürgen Trittin hat am Montag, die bisher größte Photovoltaikanlage Berlins am Lehrter Bahnhof eröffnet, berichtet das Umweltbundesamt. Trittin forderte die Optimierung der Technologie und eine Steigerung der Qualität und Wirkungsgrade der Anlagen. Die von der Deutschen Bahn AG mit finanzieller Unterstützung der EU und der E.ON AG errichtete Photovoltaikanlage am Lehrter Bahnhof wurde auf einer Fläche von rund 1.870 Quadratmetern auf dem Glasdach über den Gleisen integriert und ist auf die Erzeugung von rund 160.000 kWh Strom pro Jahr ausgelegt.
Solarstrom
Letzte Anträge für 100.000 Dächer-Programm bis 30. Juni 2003
Das 1999 von der Bundesregierung aufgelegte Programm zur Förderung von Photovoltaikanlagen (100.000 Dächer-Solarstrom-Programm) erfreut sich einer starken Nachfrage. Bis zum Ende dieses Jahres wird das Programmziel von rund 300 Megawatt(MW) neu installierter Photovoltaik-Leistung erreicht sein. Anträge auf Gewährung eines zinsgünstigen Darlehens aus dem 100.000 Dächer-Solarstrom-Programm können noch bis zum 30. Juni 2003 bei der KfW gestellt werden.
Sonnenenergie
Europäische Photovoltaikbranche im Aufwind
Die europäische Photovoltaikindustrie holt erneut auf. Im weltweiten Vergleich hat sich der Marktanteil der europäischen Hersteller von Solarstrommodulen auf über 25 Prozent verdoppelt, berichtet der Bundesverband Solarindustrie (Bsi). Motor für die Entwicklung sei Deutschland, das mit zinsgünstigen Darlehen im 100.000 Dächer-Programm und der erhöhten Solarstromvergütung im Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) einen Nachfrageboom ausgelöst habe. Aber auch andere Länder wie Spanien und Frankreich hätten jetzt Programme für die Photovoltaik-Markteinführung aufgelegt.
..mehrSolarenergie
Einweihung der weltgrößten Photovoltaikanlage im bayerischen Hemau
Auf einer ehemaligen Militärfläche wird die neue Solarenergieanlage eingeweiht. "Mit Solaranlagen, wie der bislang weltgrößten in Hemau, werden die Erfolge des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) immer offensichtlicher", so Hans-Josef Fell, MdB von Bündnis90/Die Grünen. Das Wachstum der Photovoltaik werde immer stärker. Allein im ersten Quartal 2003 wurden im Rahmen des Hunderttausend-Dächer-Programms Kredite für 3200 Anlagen beantragt. Das ist der höchste Wert seit Einführung der jetzt geltenden Förderinstrumente.
..mehrAlternative Energien
Mehr Sonnenstrom in Marokko
In Marokko wird am heutigen Dienstag mit der 100. Photovoltaik-Anlage eines der größten Projekte dieser Art weltweit eingeweiht. Das Gesamtvorhaben, das von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit rund fünf Millionen Euro unterstützt wird, sehe die Ausstattung von 16000 Familien in ländlichen Regionen mit photovoltaischen Haushaltssystemen vor. Diese Familien hätten bisher keinerlei Zugang zu Strom, so die KfW. Die Bedeutung von photovoltaischen Anlagen in ländlichen Regionen Marokkos sei enorm, da nur 40 % der ländlichen Bevölkerung bisher Zugang zu Elektrizität hätten.
..mehrSolarenergie
Weltgrößter Solarpark geht in Bayern ans Netz
Der größte Solarpark der Welt ist in Hemau bei Regensburg ans Netz gegangen. 32 740 Module in 40 Photovoltaik-Anlagen sollen für E.ON Bayern jährlich knapp vier Millionen Kilowattstunden Strom liefern, wie der Bauherr, die Hamburger voltwerk AG, am Montag mitteilte. Die Spitzenleistung liege bei 4,0 Megawatt und damit deutlich höher als beim bisher weltgrößten Solarprojekt im italienischen Serre mit 3,3 Megawatt. Die Investitionskosten möchte voltwerk vollständig durch Beteiligungen privater und institutioneller Anleger refinanzieren.
Solarenergie
In Wankdorf entsteht die grösste Solaranlage der Schweiz auf Stadiondach
Auf dem Dach des Nationalstadions Wankdorf in Bern wird die BKW FMB Energie AG die grösste Fotovoltaikanlage der Schweiz errichten. Diese Anlage soll entsprechend der Nachfrage etappenweise aufgebaut werden, in Zusammenarbeit mit den interessierten Gemeinden und Elektrizitätsunternehmen, vorab der Region Bern. Als Energiepartnerin der Wankdorf Nationalstadion AG wird die BKW FMB Energie AG für den gesamten Sport-, Kultur- und Geschäftskomplex auch das Energiemanagement besorgen.
Solarindustrie investiert über eine Milliarde Euro
Deutsche Solarindustrie entwickelt sich zur Exportbranche
Das starke Marktwachstum der Solarstrombranche hat von 1999 bis 2002 in der deutschen Industrie Investitionen in Höhe von über einer Milliarde Euro ausgelöst. Der aktuell erschienene Photovoltaik-Branchenreport 2002 des Instituts für ökologische
Wirtschaftsforschung (IÖW) weist Deutschland damit eine führende Rolle auf dem Photovoltaik-Weltmarkt zu. Er belegt auf eindrucksvolle Weise den Ausbau deutscher Solarfabriken.
Solarenergie
Eine Milliarde Euro Kredite für Solarstromanlagen seit 1999 vergeben
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat im Rahmen ihres 100.000 Dächer-Solarstrom-Programms das Fördervolumen von einer Milliarde Euro erreicht. Es wurden Solarstromanlagen mit einer Nennleistung von rund 190 Megawatt gefördert. Durch diese neu installierte Photovoltaik-Leistung könne der Kohlendioxidausstoß jährlich um 100.000 Tonnen verringert werden, teilte die KfW mit. Mit dem produzierten Strom könnten 50.000 Privathaushalte ihren Strombedarf decken. Deutschland habe mit der erfolgreichen Förderung der Photovoltaik eine führende Rolle innerhalb der EU eingenommen.
Umweltbewusstsein
EnBW will Kohlendioxidausstoß deutlich verringern
Die Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) will mit dem Ausbau alternativer Energieträger bis 2010 die Kohlendioxid-Emissionen um jährlich eine Million Tonnen reduzieren. Dies solle insbesondere durch den Bau und Erwerb von Wind- und Biomasseanlagen geschehen, betonte der drittgrößte deutsche Stromkonzern in seinem am Freitag veröffentlichten Umweltbericht für das Jahr 2001. Ende des vergangenen Jahres hatte die EnBW nach eigenen Angaben zehn Windkraftanlagen, elf Biogas- und Biomasseanlagen sowie 17 Photovoltaikanlagen in Betrieb. Die Stromerzeugung aus Wasserkraft sei 2001 von 6,8 auf 7,1 Milliarden Kilowattstunden gewachsen.
..mehrFördermöglichkeiten und Technik
Verbraucher Initiative informiert über den privaten Einstieg ins Solarzeitalter
Die Solarenergie boomt. Immer mehr Hausbesitzer entscheiden sich dafür, die umweltfreundliche Sonnenenergie zu nutzen, entweder zur Stromerzeugung mittels Fotovoltaikanlagen oder zur Warmwasserbereitung in solarthermischen Anlagen. In einer neuen Broschüre bietet die Verbraucher Initiative jetzt praktische Tipps und Informationen für die private Energiewende.
Deutschland will auf die Sonnenseite
Bundesrat stimmt weiterem Ausbau der Solartechnik zu
Der Weg für eine deutlich stärkere Nutzung der Solarenergie ist frei. Die Bundesregierung hat eine Verdreifachung des Fördervolumens für Solarstrom aus Fotovoltaikanlagen beschlossen. Am Freitag stimmte der Deutsche Bundesrat einer entsprechenden Gesetzesänderung zu. Der Bundestag hatte bereits vor zwei Wochen eine Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) in die Wege geleitet. Das EEG ermöglicht seit zwei Jahren den wirtschaftlichen Betrieb von Solarstromanlagen in Deutschland und gilt als weltweit vorbildlich. Es führte zur Errichtung zahlreicher neuer Solarfabriken, zur Vervielfachung der Nachfrage und zur Schaffung tausender neuer Arbeitsplätze. Der heutige Beschluß ermöglicht nach Einschätzung der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS) einen beachtlichen Beitrag zum Klimaschutz und schafft die Grundlage für solartechnische Investitionen im Wert von rund vier Milliarden Euro innerhalb der nächsten sechs Jahre.
Ganz neue Möglichkeiten
Forscher entwickeln billige Solarzellen aus Plastik
Chemikern der University of California, Berkeley, ist es gelungen, kostengünstige Solarzellen aus Plastik zu entwickeln. Die Zellen sollen flexibel genug sein, um auf jeder Oberfläche befestigt zu werden, und Strom für tragbare elektronische Geräte liefern. Noch ist ihr Wirkungsgrad allerdings auf 1,7 Prozent beschränkt. Der heutige Standard im Wirkungsgrad der kommerziellen Photovoltaik liegt bei zehn Prozent. Die besten Solarzellen, hochpreisige Halbleiter-Laminate, können aber bereits bis zu 35 Prozent der Sonnenenergie in Elektrizität umwandeln.
..mehr"Solares Bürgerkraftwerk"
Deutschlands größtes Solarkraftwerk geht in der Oberpfalz ans Netz
Im oberpfälzischen Markstetten geht Deutschlands größtes Solarkraftwerk ans Netz. Mit der 15,6 Millionen Mark teuren Fotovoltaikanlage sollen ab Dezember 500 Haushalte mit Elektrizität versorgt werden. Dabei produzieren 12.672 Solarmodule mit einer Gesamtfläche von 12.200 Quadratmetern Strom aus Sonne. Mit dem Solarpark würden neue Maßstäbe in der kommerziellen Nutzung der Sonnenenergie gesetzt, sagte der Vorstandsvorsitzende der Stuttgarter voltwerk AG, Hans-Martin Buchner, bei der Einweihung des Kraftwerks am Mittwoch. Das Unternehmen entwickelte das Projekt und wird die Anlage zunächst auch betreiben. Ziel ist nach Buchners Worten jedoch eine Beteiligung möglichst vieler Investoren als Kommanditisten. Die Anlage in Markstetten könne so Modell für weitere "solare Bürgerkraftwerke" in Deutschland werden.
..mehrSolarstrom
2,3 Millionen Solar-Arbeitsplätze weltweit bis 2020 möglich
In weniger als 20 Jahren könnten rund eine Milliarde Menschen ihren Strombedarf aus Solaranlagen decken. Bis zum Jahr 2020 könnte sich die jährliche Solaranlagenproduktion weltweit von derzeit 270 Megawatt (MW) um das zweihundertfache auf 54.000 MW erhöhen, wodurch rund 2,3 Millionen Arbeitsplätze in der Solarbranche entstünden. Zu diesem Ergebnis kommt die Marktuntersuchung "Solar Generation", die Greenpeace gemeinsam mit der Europäischen Photovoltaik Vereinigung (EPIA) erstellt hat. Wie die Umweltorganisation und der in Europa einflussreichste Verband der Solarindustrie heute bei der Veröffentlichung in Berlin erklärten, ist mit der vorliegenden Untersuchung ein wichtiger Schritt für den weltweiten Ausbau der Solarenergie getan.
Solarenergie
Greenpeace energy weiht 100-Kilowatt Solarstromanlage ein
Am Montag wurde das erste eigene Kraftwerk der Greenpeace energy - Kunden eingeweiht. Die 100-Kilowatt Photovoltaik-Anlage steht auf dem Dach eines ehemaligen Hangars im Solpark in Schwäbisch-Hall. Die bundesweit tätige Einkaufsgenossenschaft für Ökostrom garantiert ihren Kunden den Bau sauberer Kraftwerke. Das Solarkraftwerk ist der Start des versprochenen und umfangreichen Neubauprogramms für Greenpeace energy.
..mehrSolarenergie
Umweltmesse Solar Energy eröffnet - Boombranche Photovoltaik
Die mögliche Einrichtung einer international tätigen Agentur für Erneuerbare Energien in Deutschland ist ein Hauptthema auf der am Freitag in Berlin eröffneten Umweltmesse "Solar Energy". Wie der Veranstalter mitteilte, wird darüber unter anderem mit Bundesentwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) und dem Direktor des UNO-Umweltprogramms Klaus Töpfer auf der Veranstaltung diskutiert. Die diskutierte Agentur geht auf eine Initiativen von EUROSOLAR-Präsident Hermann Scheer zurück.
Staat soll sich nicht an die Atomindustrie verkaufen
"Merkel sprengt die Brücken ins Solarzeitalter"
Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW fordert die Bundesregierung auf, den bislang noch nicht paraphierten "Förderfonds-Vertrag" mit der Atomindustrie nicht zu unterschreiben. "Der Staat darf sich nicht für lächerliche 200 bis 300 Millionen Euro an die Atomindustrie verkaufen, zumal selbst das nur Maximalbeträge sind", so die Organisation. Ihre Kritik am Energiekonzept der Bundesregierung lautet: "Merkel sprengt die Brücken ins Solarzeitalter."
Kredit für Atomfabrik Tricastin
Europäische Investitionsbank finanziert Großkonzerne
Deutschland, Spanien und Italien profitieren mit Abstand am meisten von der Kreditvergabe der Europäischen Investitionsbank (EIB, European Investment Bank). Wie die EIB am 25. Februar in Brüssel mitteilte, erhielten allein diese drei EU-Mitgliedstaaten von 2005 bis 2009 rund 41 Prozent des gesamten Kreditvolumens. Deutschland erhielt in den fünf Jahren 36,9 Milliarden Euro (13,3 Prozent). 2009 summierten sich die Kredite der EIB an deutsche Unternehmen und an die öffentliche Hand auf 9,8 Milliarden Euro. Deutsche Großkonzerne wurden dabei besonders stark begünstigt. Für die Produktentwicklung gingen beispielsweise 0,45 Milliarden Euro an Robert Bosch, 0,41 Milliarden an Arcor, jeweils 0,4 Milliarden an Daimler, Volkswagen, Wacker-Chemie und Boehringer, sowie 0,38 Milliarden an die Commerzbank. Mit 0,58 Milliarden wurde die Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH unterstützt, 0,23 Miliarden gingen an die Fraport AG für den Ausbau des Frankfurter Rhein-Main-Flughafens. Eine Atomfabrik in Frankreich erhält 0,2 Milliarden Euro.
..mehr"30.000 Arbeitsplätzen gefährdet"
Solarwirtschaft wirft Union massive Blockade des Solarenergie-Ausbaus vor
Nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) hat sich die CDU/CSU–Fraktion im Deutschen Bundestag am 26. Mai für eine Absenkung der Solarförderung um über 25 Prozent in den nächsten zwei Jahren ausgesprochen. Eine derartige Kürzung der Förderung des Solarstrom-Ausbaus wäre nach Auffassung des Bundesverbandes Solarwirtschaft "untragbar und verheerend. Sollte es zu einer derartigen Kürzung der Zuschüsse kommen, wäre der Ausbau der Solarenergie in Deutschland abrupt beendet." Tausende deutscher Solarunternehmen stünden dann vor der Insolvenz. Über 30.000 Arbeitsplätzen könnten verloren gehen, schätzt der Branchenverband. "Wenn die Union mit diesen Kürzungsplänen durchkommt, wird Merkels Klimaschutz zur Makulatur." Der Verband appelliert an Bundeskanzlerin Angela Merkel und die SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag, den Unionsvorschlag umgehend zu stoppen. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) und die SPD-Fraktion im Bundestag beabsichtigen, die Solarförderung ebenfalls zu reduzieren, allerdings lediglich um sieben bis acht Prozent im Jahr. Der Bundesverband Solarwirtschaft plädiert noch für eine Förderung von einigen Jahren und prognostiziert: "In spätestens sieben Jahren ist Solarstrom vom eigenen Dach günstiger als Gas- und Kohlestrom aus der Steckdose." Solarenergie weise den Weg aus der derzeitigen "Kostenfalle". Bis zu ihrer Wettbewerbsfähigkeit sei der Solarstrom aber auf eine "faire und verlässliche Anschubförderung" angewiesen.
Investitionen von 25 Milliarden Euro
Schon eine Viertel Million Arbeitsplätze durch Erneuerbare Energien
Während in der Atomindustrie nur rund 30.000 Beschäftigte ihr Auskommen finden, arbeiten bereits fast 250.000 Menschen ("rund 249.000") in der Branche der erneuerbaren Energien Deutschlands. Allein im Bereich der energetischen Nutzung der Biomasse sind mit 96.000 Beschäftigten längst mehr Menschen in Lohn und Brot als in der Atomindustrie. Ebenso toppen die Windbranche mit 84.000 Arbeitsplätzen und die Solarbranche mit 51.000 Arbeitsplätzen die Atomstromer. Das ergibt sich aus den von der Arbeitsgruppe Erneuerbare-Energien-Statistik (AGEE-Stat) am 14. März vorgelegten vorläufigen Daten für das Jahr 2007. Insgesamt trugen die erneuerbaren Energien 2007 demnach mit 8,5 Prozent zum gesamten Endenergieverbrauch Deutschlands bei. Das lässt erahnen, welche Beschäftigungseffekte noch möglich sind, wenn Deutschland sich in 20 bis 30 Jahren möglicherweise auf 100 Prozent erneuerbare Energie stützen sollte. Die Investitionen der Erneuerbaren-Energien-Branche stiegen im vergangenen Jahr um 10 Prozent und beliefen sich auf rund 24,6 Milliarden Euro. Noch im Jahr 2000 lag der Gesamtumsatz bei nur rund 7 Milliarden Euro.
Analyse
Für E.On ist ein Wirkungsgrad von 46 Prozent "hocheffizient"
Der Energiekonzern E.On will für rund 1,5 Milliarden Euro ein neues Steinkohlekraftwerk im Hafen von Antwerpen bauen. Das geplante Großkraftwerk, das 2014 ans Netz gehen soll, verfügt mit einer Leistung von 1100 Megawatt laut E.On "über einen besonders hohen Wirkungsgrad von 46 Prozent". Alte Kohlekraftwerke verfügen über Wirkungsgrade von größenordnungsmäßig 35 Prozent oder weniger. Für E.On handelt es sich demnach um ein "hocheffizientes" neues Kraftwerk. Umweltverbände sehen das ganz anders. Sie weisen schon seit 30 Jahren darauf hin, dass dezentrale Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen Wirkungsgrade von mehr als 80 oder 90 Prozent aufweisen. Das ist mit Großkraftwerken, mit denen die großen Energiekonzerne ihre Geschäfte machen, aber kaum realisierbar.
..mehrEnergiewirtschaft will mehr Strommasten
Erneuerbare Energien erreichen 2007 offenbar Anteil von 14,5 Prozent
Ein Großteil der Bevölkerung glaubt noch immer, beim Ausbau der Erneuerbaren Energien handele es sich um eine ferne Utopie. Weit gefehlt: Der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch in Deutschland wird im Jahr 2007 offenbar auf 14,5 Prozent steigen. Das teilte Werner Brinker, Präsident des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), am 6. November anlässlich der Konferenz der Energiewirtschaft "Regenerative Energien" in Berlin mit. Damit würde Deutschland als erstes europäisches Land bereits in diesem Jahr die EU-Vorgaben für 2010 zur Förderung der erneuerbaren Energien erreichen. Demnach ist als Ziel ein Anteil von mindestens 12,5 Prozent am deutschen Stromverbrauch vorgesehen.
..mehrErneuerbare Energie
Bundesweit 150 geothermische Kraftwerke in Planung
In Kürze werden zwei neue Geothermiekraftwerke in Landau und in Unterhaching Strom und Wärme liefern. Nach Einschätzung der parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Astrid Klug, stehen die Zeichen in der Geothermiebranche auf Wachstum. Dies lasse sich an der Zahl der Genehmigungen für Geothermiekraftwerke erkennen. Deutschlandweit seien rund 150 Projekte in der Planung. Das Investitionsvolumen dieser Projekte werde auf 4 Milliarden Euro geschätzt. "Wir wollen Investitionshemmnisse weiter abbauen. Deshalb planen wir, die politischen Rahmenbedingungen für die Geothermie mit der Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und mit Erneuerbaren Energien Wärmegesetz deutlich zu verbessern. Dies wird helfen, die Wirtschaftlichkeit und die Planungssicherheit der Projekte zu erhöhen", so Klug.
Zum nationalen Energiekonzept
"Energischer Ausbau der erneuerbaren Energien bis auf 100 Prozent"
Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte unlängst die Frage aufgeworfen, woher nach dem Atomausstieg die dann fehlende Energie kommen solle. Die EU-Energieminister haben am 15. Februar beschlossen, bis 2020 einen Anteil der erneuerbaren Energien von 20 Prozent anzustreben. Nach Auffassung des Geschäftsführers des Solarenergie Fördervereins Deutschland (SFV), Wolf von Fabeck, ist dieses Ziel nicht hinreichend. "Ich habe den Eindruck, die EU-Energieminister haben den Ernst der Lage noch nicht begriffen", sagte er im Gespräch mit ngo-online. Angesichts "der ungeheuren Gefahren" fordert er ein Verbot des Neubaus weiterer fossiler Energiegewinnungsanlagen, ein Abschalten der Atomreaktoren und einen "energischen Ausbau der erneuerbaren Energien bis auf 100 Prozent". Ein Umstieg auf 100 Prozent erneuerbare Energien sei bereits "mit den heute bekannten Techniken und Verfahren" möglich - "und zwar sogar auch in Deutschland, obwohl Deutschland eines der am dichtesten besiedelten und am höchsten industrialisierten Länder ist".
Nach Energiegipfel
Merkel spricht von Energieeffizienz und Wettbewerb
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat nach dem Energiegipfel im Kanzleramt die Verbesserung der Energieeffizienz als Ziel vorgegeben. Zudem forderte sie "mehr Wettbewerb" im Energiesektor und eine Weiterführung des Kyoto-Protokolls über 2012 hinaus. Sie hob hervor, dass Deutschland aufgrund seiner modernen Technologien sehr gute Exportchancen aufweise. Dies gelte insbesondere für die Entwicklung erneuerbarer Energien. Laut Bundesregierung herrschte beim Energiegipfel Einigkeit darüber, in die Forschung für einen sparsameren Umgang mit Energie zu intensivieren. Dafür müssten stärkere Anstrengungen unternommen werden, sagte die Kanzlerin. Die Bundesregierung will darüber hinaus die deutsche EU-Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2007 für Vorstöße in der Energiepolitik nutzen. Im Zentrum stünden dabei "Fragen der internationalen Energie- und Versorgungssicherheit".
..mehr"Schnell, vielseitig, dezentral"
Scheer stellt ambitioniertes Ausbauprogramm für erneuerbare Energien vor
Anlässlich des 20. Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl fordert der Präsident des Solarenergieverbandes EUROSOLAR, Hermann Scheer, eine "Realisierung des Atomausstiegs" und eine auf Erneuerbare Energien und die Steigerung der Energieeffizienz ausgerichteten "landespolitischen Schwerpunktstrategie". Eine solche Strategie könne "umfassende wirtschaftliche, ökologische und kommunale Zukunftschancen" eröffnen. "Tatsache ist", so Scheer, dass mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) das Ziel eines 20-Prozent-Anteils der neuen Energieträger an der Stromversorgung nicht erst im Jahr 2020, sondern bereits 2012 erreicht werden könne. Man müsse nur das derzeitige jährliche Einführungstempo beibehalten. Bis 2020 seien dann weitaus höhere Anteile erreichbar, so dass man auf Atomkraftwerke verzichten und obendrein den von den Energiekonzernen geplanten Neubau fossiler Großkraftwerke vollständig vermeiden könne. "Bei klarem politischem Willen" hält Scheer schon bis 2020 eine Stromerzeugung ohne Atomenergie und mit nur noch wenigen fossilen Großkraftwerke für möglich.
..mehr"Nullwachstum"
Kritik an Gabriel wegen zu geringer Anstrengungen für die Solarenergie
Der Solarenergie-Förderverein Deutschland kritisiert, dass nach Vorstellung des Bundesumweltministeriums die Mehrausgaben der privaten Haushalte für Erneuerbare Energien in den nächsten Jahren nur geringfügig ansteigen sollen. Im Vorfeld zur Jahreskonferenz der Erneuerbaren Energien habe das Ministerium von Umweltminister Sigmar Gabriel im Dezember des vergangenen Jahres eine Studie mit dem Titel "Vergütungszahlungen und Differenzkosten durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz" veröffentlicht. Die Studie komme zu dem Ergebnis, dass der Ausbau der Erneuerbaren Energien durch das Gesetz den durchschnittlichen Haushalt heute mit rund 1,50 Euro pro Monat und bis Mitte des kommenden Jahrzehnts mit 2,80 Euro belasten werde. Ab 2016 sei dann wieder mit ständig sinkenden monatlichen Mehrkosten zu rechnen. Die paradoxe Bewertung des Solarenergie-Fördervereins: "Dieses erfreuliche Ergebnis" auf Kostenseite sei falsch, weil es auf einem völlig unzulänglichen Ausbau der Erneuerbaren Energien beruhe.
"Vorbild in Europa"
EUROSOLAR gegen Angriffe auf Abnahmegarantie für erneuerbare Energien
Der Vorstoß des Verbandes der Deutschen Elektrizitätswirtsschaft (VDEW) gegen das Gesetz zur Förderung erneuerbarer Energien stößt auf den entschiedenen Widerstand der Europäischen Solarenergie-Vereinigung "EUROSOLAR". Nach verschiedenen Presseberichten fordert der VDEW, das "Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG)" zu ersetzen durch ein Bonus-System ohne Abnahmegarantie für Strom aus erneuerbaren Energien. Nach Auffassung von EUROSOLAR-Präsident Hermann Scheer würde die Abschaffung der geltenden Abnahmegarantie den Ausbau der Stromerzeugung aus regenerativen Energiequellen schnell zum Stillstand bringen. Scheer verweist auf die vor vier Jahren verabschiedete Bonus-Regelung für Kraft-Wärmekopplung (KWK), "die wegen der Preiskürzungen durch die Stromkonzerne am Ende den Neubau von KWK-Anlagen trotz Bonus unrentabel gemacht hat".
Gegen Atomausstieg
Deutsche Bank will CO2-freie Kohlekraftwerke und neue Atomkraftwerke
Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, wandte sich in einem Beitrag für die "Frankfurter Neue Presse" gegen die Stilllegung der deutschen Atomkraftwerke. Nur wenige Jahre nach dem Kompromiss über die Nutzung der Atomenergie, allgemein als "Atomkonsens" oder als "Atomausstieg" bekannt, sei bereits ein Drittel der zwischen Regierung und Stromwirtschaft vereinbarten zulässigen "Reststrommenge" in den Atomkraftwerken erzeugt. Walter stellt in seinem Beitrag den "Atomkonsens" in Frage und plädiert für eine Verlängerung der Laufzeiten für die deutschen Atomkraftwerke. CO2-freie Kohlekraftwerke und "sichere Kernkraftwerke der vierten Generation, die allerdings noch zur technischen Reife gebracht werden" müssten, könnten "zu einer Renaissance von Kohle und Kernenergie auch in Deutschland führen".
