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Offshore-Windenergie

Die Nutzung der Windenergie im Meer wird als Offshore-Windenergie bezeichnet. In Offshore-Windparks kommen Windenergieanlagen mit einer Leistung von mehreren Megawatt (MW) zum Einsatz.

Offshore-Windenergie nutzt den Großkonzernen

Während die preisgünstige Windenergie an Land (Onshore-Windenergie) von den großen Energiekonzernen und von der Politik vielfach systematisch bekämpft wird, fördern sie die teure Offshore-Windenergie. Der Grund dafür ist einfach: Bei Windparks im Meer (Offshore) machen perspektivisch die großen Energiekonzerne das Geschäft, während von den Windenergieanlagen an Land meist andere Akteure profitieren.

Das Ganze hat System: Die deutsche Bundesregierung setzt sich zugunsten der Energiekonzerne für Atom- und Kohlekraftwerke sowie für Offshore-Windenergie und für die ferne Vision einer solaren Wüstenstrom-Erzeugung (Desertec) ein. Für all diese Großtechnologien kommen als Betreiber praktisch nur die großen Energiekonzerne in Betracht. Ihr "Geschäftsmodell": Strom zu erträglichen Kosten erzeugen und mit staatlicher Billigung zu weit überhöhten Preisen an die Bevölkerung und Unternehmen verkaufen.

Aufwändige Technik

Während die Windenergie-Nutzung an Land (Onshore) mit keinen grundlegenden technischen Schwierigkeiten mehr zu kämpfen hat, steht die Offshore-Windenergie auf hoher See noch vor großen Herausforderungen. Die Offshore-Technik ist alles andere als ausgereift:

  • Errichtung, Wartung und Reparatur auf See sind sehr stark von den Wetterbedingungen abhängig. Schlechte Wetterbedingungen und raue See könnten andernfalls zu wochenlangem Stillstand einer Anlage führen.
  • Offshore-Anlagen müssen im Vergleich zu Landanlagen deutlich größer sein, um die erheblichen Zusatzkosten für die Fundamente ("Gründung") und für Anbindung an das Stromnetz an Land (Netzanbindung) auszugleichen und einen wirtschaftlichen Betrieb zu ermöglichen. Das begründet die Tendenz zu möglichst großen und leistungsstarken Windenergieanlagen, um viel Strom zu erzeugen und somit hohe Einnahmen zu erzielen.
  • Solche Anlagen, die an die Meeresverhältnisse angepasst sind und ihre Zuverlässigkeit an Land bereits erwiesen haben, werden erst nach einigen Jahren Probebetrieb serienmäßig verfügbar sein.

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) warnt vor diesem Hintergrund vor einem "übereilten Ausbau der Offshore-Windenergie". Denn einer solcher berge die Gefahr erheblicher infrastruktureller, wirtschaftlicher oder technischer Rückschläge in sich. Planer und Hersteller müssten zunächst Erfahrungen mit bewährten Windkraftanlagen und mit der Netzanbindung sammeln.

Küstennahe Flachwasser-Windparks der Konzerne

Kein Wunder gibt es die echte Offshore-Windenergie in großen Wassertiefen bislang noch nicht/kaum. Pilotanlagen werden bisher verhältnismäßig küstennah in flachen Gewässern bis etwa 30 Meter Wassertiefe errichtet. Hier einige Beispiele:

  • Der erste kommerzielle Offshore-Windpark vor der niedersächsischen Nordseeküste in der Deutschen Bucht, "alpha ventus", steht in etwa 30 Metern Wassertiefe. Der 60-Megawatt-Windpark mit zwölf Windkraftanlagen wird von der Deutschen Offshore Testfeld- und Infrastruktur GmbH & Co. KG (DOTI) betrieben, einer Tochtergesellschaft der Unternehmen EWE AG (47,5 %), E.ON Climate & Renewables GmbH und Vattenfall Europe New Energy GmbH (je 26,25 %).
  • Am 24. September 2010 hat der Energiekonzern Vattenfall den bis dahin größten Offshore-Windpark der Welt eröffnet. Die 100 Windenergieanlagen des 300-Megawatt-Windpark "Thanet" vor der Südostküste Englands (vor der Mündung der Themse) stehen in einer Wassertiefe von gerade mal 20 bis 25 Metern.
  • Der 48-Megawatt-Offshore-Windpark "Baltic I" in der Ostsee, 16 km vor der Küste von Mecklenburg-Vorpommern, nördlich der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, wird vom Energiekonzern EnBW (Energie Baden-Württemberg) betrieben. Die 21 Windenergieanlagen stehen in einer Wassertiefe von 16 bis 19 Metern.
  • Der Offshore-Windpark "BARD Offshore 1" ist ein in Bau befindlicher Offshore-Windpark der BARD Engineering GmbH in der Nordsee. Der 400-Megawatt-Windpark mit 80 Windenergieanlagen à 5-Megawatt entsteht in einer Wassertiefe von rund 39 bis 41 Metern.
  • "Thorntonbank" ist ein Offshore-Windpark in der Nordsee auf der Sandbank Thornton etwa 30 km vor der Küste von Westflandern/Belgien zwischen Ostende und Zeebrügge. Die Wassertiefe beträgt maximal 27,5 Meter. Der Windpark soll zum geplanten Zeitpunkt seiner Fertigstellung im Jahr 2013 eine Gesamtleistung von 300 Megawatt umfassen. Angteilseigner sind (direkt/indirekt) unter anderem der deutsche Energiekonzerne RWE (über die Tochter Innogy, größter Anteilseigner mit 20,22 % seit Mai 2009), die Electricité de France (über die Tochter EDF energies nouvelles), das belgische Unternehmen C-Power NV aus Zwijndrecht und die Küstenbaufirma DEME.

Keine Illusionen - Windparks für Bürger

Trotz der Propaganda von Regierungen und Konzernen sollte man sich keine Illussionen über die kurzfristigen Chancen der Offshore-Windenergie machen. Derzeit sind die Ausbaupotenziale der Windenergie an Land noch sehr viel größer als im Meer. Und vor allem: Von der Windenergie an Land können Bürger/innen, Landwirte, mittlere Unternehmen und Kommunen profitieren, während bei der Offshore-Windenergie wieder einmal nur die Großkonzerne im Geschäft sind.

Quellen

Deutsche Energie-Agentur (dena).

Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW).

Europäische Vereinigung für erneuerbare Energien (EUROSOLAR).

 

 

Nachrichten zum Thema

 

Offshore-Windkraft statt Bürgerkraftwerke

E.On will drei Milliarden Euro in Erneuerbare Energien investieren

Bild: ngo-onlineDas Zukunfts-Geschäft mit den Erneuerbaren Energien wird zunehmend hart umkämpft. Während auf der einen Seite Hausbesitzer, Kleinunternehmen, Betreibergemeinschaften und Landwirte mit erstaunlicher Dynamik einen dezentralen Ausbau der Erneuerbaren Energien vorantreiben, wollen die großen Energiekonzerne auch dieses Geschäftsfeld am liebsten auf sich konzentrieren. Wenn die Atomkonzerne die Erneuerbaren schon nicht mehr verhindern können, so wollen sie doch offenbar zumindest das lukrative Geschäft an sich ziehen. Die dezentralen Bürgerkraftwerke mit ihren regionalwirtschaftlichen Impulsen könnten so langfristig auf der Strecke bleiben. Der Energieriese E.On, sonst eher bekannt durch seine vielen Atomkraftwerke, möchte nun bis 2010 drei Milliarden Euro in den Aufbau einer eigenen "Einheit" für erneuerbaren Energien investieren. Das Geld soll "insbesondere" in zentrale Windparks im Meer fließen. An die Spitze des Geschäftszweiges setzt der Konzern einen Manager von BP in London, der dort derzeit für das Flüssiggasgeschäft zuständig ist.

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Produktionsmittel nicht mehr in Bürgerhand?

Energieriese E.On setzt auf Offshore-Windparks

Seit 1990 fördert der Bund verstärkt den Ausbau erneuerbarer Energien. Auf der Basis des Stromeinspeisegesetzes, das später durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) abgelöst wurde, werden über ganz Deutschland verteilt in großer Zahl Windräder, Solaranlagen und Biomasse-Kraftwerke gebaut. Diese Energieanlagen befinden sich zum Teil im Eigentum von Hausbesitzern, Landwirten und kleineren Betreibergemeinschaften. Es entstand dafür auch der Begriff der "Bürgerkraftwerke", weil sich die Produktionsmittel dezentral in der Hand breiterer Bevölkerungsschichten befinden. Den großen Energiekonzernen ist diese Entwicklung schon lange ein Dorn im Auge. Der Energie- und Atomkonzern E.On versucht nun mit großen Offshore-Windparks in der Nordsee das Geschäft mit der Windenergie verstärkt in der eigenen Hand zu konzentrieren. Umweltminister Sigmar Gabriel hatte unlängst angekündigt, künftig die Zahl der Windkraftanlagen an Land dafür wieder reduzieren zu wollen. Die langjährige Tendenz, wonach die Produktionsmittel eines wachsenden Sektors der Energiewirtschaft schrittweise an die breite Bevölkerung übergehen, könnte im Zuge des Offshore-Ausbaus zum Erliegen kommen. Die fossile und und nukleare Stromerzeugung ist hochkonzentriert in der Hand von nur 4 Konzernen, die damit erhebliche Gewinne machen. Einen ähnlichen Konzentrationsprozess könnte es jetzt im Bereich der erneuerbaren Energien geben.

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Windenergie-Testfeld in der Nordsee

Gabriel will Windkraftanlagen an Land reduzieren

Gemeinsam unter anderem mit den Energie- und Atomkonzernen E.On und Vattenfall hat Bundesumweltminister Sigmar Gabriel am 2. Oktober grünes Licht für das deutsche Windenergie-Testfeld in der Nordsee gegeben. Das Gemeinschaftsprojekt "aus Wirtschaft und Politik" sei die Grundlage für die kommerzielle Windenergienutzung auf See ("Offshore") nach 2008. Die Förderung durch die Bundesregierung spielt nach Angaben der Bundesregierung dabei "eine zentrale Rolle". Gefördert wird ein Testfeld für zwölf Offshore-Windenergieanlagen der 5-Megawattklasse in der Nordsee, rund 45 Kilometer vor der Insel Borkum. Das Forschungs- und Demonstrationsprojekt "für die deutsche Wirtschaft" soll bis zum Jahr 2008 errichtet werden und eine Initialzündung für die Nutzung der Windenergie in der deutschen Nord- und Ostsee zu bewirken. Nach Auffassung des Bundesumweltministers zählt zu den Vorteilen des Projektes, dass die auf offener See getesteten Anlagen auch die Chance böten, die Leistung der an Land stehenden Anlagen zu verbessern. "Dann kann auch deren Zahl reduziert werden", so der Umweltminister mit Blick auf "immer wieder geäußerte Kritik an der Windenergie in der freien Landschaft".

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"Klientelpolitik"

Kriegserklärung an Erneuerbare-Energien-Branche

Bild: PhotoCase.comDas Energiekonzept, über das die Bundesregierung am kommenden Dienstag entscheiden will, zielt nach Einschätzung der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW darauf ab, der wohl innovativsten und erfolgreichsten Wirtschaftsbranche der vergangenen Jahre den Boden unter den Füßen zu entziehen. Nach den Energieszenarien der Bundesregierung solle mit Ausnahme der Offshore-Windenergie die Erneuerbare-Energien-Branche einer radikalen Schrumpfkur unterzogen werden.

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Planungssicherheit

"Eignungsgebiete" für Offshore-Windkraft in Nord- und Ostsee festgelegt

Die Bundesregierung möchte künftig vor allem den Bau von Windenergieanlagen in der Nord- und Ostsee vorantreiben. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat jetzt "besondere Eignungsgebiete" für Windkraftwerke in den beiden Meeren festgelegt. Die im Gemeinsamen Ministerialblatt veröffentlichten Gebiete befinden sich den Angaben zufolge in der so genannten "ausschliesslichen Wirtschaftszone" (AWZ), also im Bereich jenseits der 12-Seemeilen-Hoheitszone bis zu einer Entfernung von 200 Seemeilen von der Küste. Für Bundesumweltminister Sigmar Gabriel ist das "ein wichtiger Schritt für eine geordnete Entwicklung der Windkraftnutzung auf dem Meer".

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Erneuerbare Energie

Neuer Typ von Windrädern in Betrieb

In Bremerhaven wurde am Freitag ein neuer Typ von Windrädern eingeweiht. Dies meldete das Bundesumweltministerium. Bei der Anlage "M5000" handele es sich um einen "Prototyp einer neuen Generation". Sie werde im Jahr über 15 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren und so über 4.500 Haushalte versorgen können. Eine dieser Anlagen "erspare der Atmosphäre" so fast 10.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. Das Modell sei nach Angaben des Herstellers "Multibrid" speziell für den "Offshore"-Einsatz auf See gedacht.

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Pressemitteilung des Bundesverbandes Windenergie

Fahrplan für den Ausbau der Windenergie steht

Am 24. Februar 2005 veröffentlichte die Deutsche Energie-Agentur (dena) die Endfassung der Studie "Energiewirtschaftliche Planung für die Netzintegration von Windenergie in Deutschland an Land und Offshore". Die Arbeit wurde auch als "dena-Netzstudie" bekannt. ngo-online dokumentiert eine Pressemitteilung des Bundesverbandes WindEnergie e.V. vom 24. Februar 2005 mit dem Titel "Fahrplan für den Ausbau der Windenergie steht" im Wortlaut.

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Pressemitteilung der Deutschen Energie-Agentur

Wege zur Integration der Windenergie in das elektrische Verbundsystem

Am 24. Februar 2005 veröffentlichte die Deutsche Energie-Agentur (dena) die Endfassung der Studie "Energiewirtschaftliche Planung für die Netzintegration von Windenergie in Deutschland an Land und Offshore". Die Arbeit wurde auch als "dena-Netzstudie" bekannt. ngo-online dokumentiert die Pressemitteilung der Deutschen Energie-Agentur vom 24. Februar 2005 mit dem Titel "Zukunft der Windenergie: Studie der Deutschen Energie-Agentur zeigt Wege zur Integration der Windenergie in das elektrische Verbundsystem" im Wortlaut.

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Pressemitteilung der VDEW

Politik muss Nebenwirkungen der Windkraft einkalkulieren

Am 24. Februar 2005 veröffentlichte die Deutsche Energie-Agentur (dena) die Endfassung der Studie "Energiewirtschaftliche Planung für die Netzintegration von Windenergie in Deutschland an Land und Offshore". Die Arbeit wurde auch als "dena-Netzstudie" bekannt. ngo-online dokumentiert eine Pressemitteilung des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft e. V. (VDEW) vom 24. Februar 2005 mit dem Titel "VDEW zur neuen dena-Studie - Politik muss Nebenwirkungen der Windkraft einkalkulieren" im Wortlaut.

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Naturschutz

Keine Windparks in Schutzgebieten in der Ostsee

Bild: Deutsche Bundesstiftung UmweltIn zwei Schutzgebieten in der Ostsee dürfen keine Offshore-Windparks errichtet werden. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) lehnte die Anträge auf Genehmigung zweier Windparks in der "Pommerschen Bucht" und im angrenzenden Gebiet "Adlergrund" ab. Der Naturschutzbund Nabu begrüßte die Entscheidung, die den Weg zu einer naturverträglichen Offshore-Windenergienutzung ebne.

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Offshore-Windkraft

Windenergie in Nord- und Ostsee soll naturgerecht ausgebaut werden

Die Wogen schlugen hoch, als das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH) Ende 2002 den ersten größeren Offshore-Windpark Butendiek westlich von Sylt ausgerechnet im Zentrum eines anstehenden EU-Vogelschutz- und FFH- Gebietes in der Nordsee genehmigte. Zwar hatte die Bundesregierung eine Offshore-Strategie entwickelt, nach der potenzielle Schutzgebiete von Windparks frei gehalten werden sollten, doch nahm sie diese in der Praxis nicht ganz so ernst. Und das BSH als Genehmigungsbehörde verwies oft und bisweilen genüsslich auf die geltende Rechtslage, mit der die Strategie gar nicht vereinbar war.

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Bremerhaven

Ergebnisse von Forschungsprojekten für Windenergie vorgestellt

Bei einem Workshop in Bremerhaven wurden am vergangenen Freitag sieben laufende Forschungsprojekte für Windenergie vorgestellt. Im Rahmen der Schwerpunktsetzung der Förderung des Landes Bremen beschäftigen sich die meisten Projekte mit Fragestellungen im Bereich der Offshore-Windkraft. Bei den Forschungsprojekten handelt es sich in der Regel um anwendungsnahe Projekte, die meistens in Kooperation zwischen Unternehmen und wissenschaftlichen Institutionen durchgeführt werden. Das Land Bremen hat in seinem Schwerpunkt Windenergieforschung in den vergangenen fünf Jahren insgesamt 44 Projekte unterstützt

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Windpark im Schutzgebiet

Offshore-Windpark bedroht Fauna

Der Deutsche Naturschutzbund (NABU) und der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) haben Einwände gegen einen geplanten Offshore-Windpark vor der Insel Sylt haben erhoben: Die Umweltorganisationen wollen den Bau der Offshore-Anlage verhindern, da der Windpark in einem ausgewiesenen Schutzgebiet für Wale und Seevögel liegt. "Es scheint relativ klar zu sein, dass Windanlagen Vögel beim Brüten stören", so Musiol. Zusätzlich falle das Gebiet als Schutzzone unter die Flora-und-Fauna-Habitat-Richtlinie der EU. "Auch Windparks müssen dort gebaut werden, wo die Störung am geringsten ist", fordert Frank Musiol, Experte für Klima und Energie beim Natuschutzbund.

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Wind liefert vier Prozent des Stroms

Offshore-Windparks sollen zentrale Rolle spielen

Im vergangenen Jahr hat die Windenergie etwa vier Prozent des deutschen Stromverbrauchs geliefert. Bis 2030 sollen nach ersten Prognosen bis zu 25 Prozent des heimischen Stroms durch Windenergie hergestellt werden. Machbar ist das nach Meinung von Experten aber nur mit Offshore-Windparks, berichtet die BINE-Projekt-Info "Offshore -Windenergie vor der Küste", der Informationsdienst des Fachinformationszentrums Karlsruhe. Offshore-Windparks würden in der Planungen zum weiteren Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland eine zentrale Rolle einnehmen.

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Konferenz der Umweltminister

Wirtschaftliche Nutzung zerstört Nord-und Ostsee

Am Eröffnungstag der Umweltministerkonferenz zum Schutz von Nordostatlantik und Ostsee in Bremen protestiert der WWF gegen den Missbrauch unserer Meere durch umweltschädliche Fischerei, wachsenden Schiffsverkehr und hohe Schadstoffeinträge. Die wirtschaftliche Nutzung von Nord- und Ostsee habe in den vergangenen Jahren immer mehr zugenommen: Schifffahrt, Offshore Gas- und Ölplattformen, Kabeltrassen, Windparks sowie Fisch-Trawler, die mit ihren Fanggeräten die Meeresböden durchpflügen, hätten die empfindlichen Lebensräume stark geschädigt. Der Naturschutzbund NABU begrüßte dagegen Pläne des Bundesumweltministeriums zur Ausweisung von Meeresschutzgebieten in der deutschen Nord- und Ostsee.

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Positionspapier des Deutschen Naturschutzrings

Sparen soll Energieverbrauch um die Hälfte senken

Der Deutsche Naturschutzring (DNR) hat am heutigen Dienstag mit seinem Positionspapier zu Windkraftanlagen im Meeresbereich (offshore) seine Grundlagen für den naturverträglichen Ausbau der Windenergie vorgestellt. Nach Auffassung des DNR muss eine zukunftsgerechte Energiepolitik in Deutschland und Europa die drastische Reduzierung des Primärenergieverbrauches in Form von Energieeinsparung und größerer Effizienz um mindestens 50 Prozent anstreben. Dazu gehöre auch die Deckung des restlichen Energieverbrauches zu 90 Prozent bis 2050 durch regenerative Energien. Die Bundesregierung will den Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch bis 2010 auf 12,5% erhöhen und beim Primärenergieverbrauch verdoppeln.

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Seltene Tiere bedroht

Klage gegen Offshore-Windpark Butendiek

Die Naturschutzverbände Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Naturschutzbund (NABU) haben beim Hamburger Verwaltungsgericht gemeinsam Klage gegen den Offshore-Windpark Butendiek eingereicht. Sie wollen damit die Errichtung des Windparks in einem ökologisch hochsensiblen Gebiet in der Nordsee verhindern. Ende 2002 hatte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie in Hamburg das Projekt genehmigt. Nach Ansicht der Umweltverbände gibt es genügend andere geeignete Flächen außerhalb von Naturschutzgebieten. Die Umweltschützer bemängeln an dem geplanten Standort, dass vom Aussterben bedrohte Tierarten durch das Projekt noch stärker gefährdet sind.

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Erneuerbare Energien

Offshore-Windpark soll in die Pilotphase gehen

Nach jahrelangen Vorarbeiten, Planungen und umfangreichen, vor allem ökologischen Untersuchungen hat die Plambeck Neue Energien AG einen weiteren Schritt zur Realisierung des Offshore-Windparks "Borkum Riffgrund" getan. Das Unternehmen reichte am Freitag der Bauantrag für die Pilotphase ist beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH) in Hamburg ein. Mit einer Entscheidung über diesen Antrag rechnen die Planer noch im laufenden Jahr.

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Windenergie-Konferenz 2002

Offshore-Vorträge in Wilhemshaven

Neue technische Entwicklungen und Forschungsergebnisse werden heute und morgen auf der 6. Deutschen Windenergie-Konferenz "DEWEK 2002" in der Wilhelmshavener Stadthalle präsentiert. Zu der im zweijährigen Rhythmus stattfindenden Tagung erwartet das veranstaltende Deutsche Windenergie-Institut (DEWI) rund 500 Experten von vier Kontinenten erwartet. Insgesamt 63 Vorträge drehen sich um die Windräder. Breiten Raum nimmt die Offshore-Anwendung der Windenergie inmitten der Meere ein.

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Offshore-Windräder

Greenpeace prophezeit Boom für Windkraft auf hoher See voraus

Die Nutzung der Windkraft ist europaweit auf dem Vormarsch. Allein in der deutschen Windkraftindustrie gibt es inzwischen 35 000 Arbeitsplätze und damit fast doppelt so viele wie in der Atomindustrie. Die Nordseeländer könnten langfristig rund ein Drittel ihres Strombedarfs mit Windrädern auf hoher See erzeugen. Dies erklärte Greenpeace heute im dänischen Esbjerg zum Auftakt einer weltweiten Informationstour über den Ausbau von erneuerbaren Energien. Mit den Greenpeace-Schiffen "Rainbow Warrior" und "Arctic Sunrise" will die Umweltorganisation bis zum Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung Ende August in Johannesburg Küstenstädte der Nordsee, des Atlantiks und des Pazifiks anlaufen, um neben der Werbung für erneuerbare Energie auch vor den Gefahren und Schäden der Atomkraft und der fossilen Brennstoffe zu warnen.

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Erneuerbare Energien

Größter Windpark Nordamerikas wird von deutscher Firma errichtet

ABB und das kanadische Rohstoffunternehmen Uniterre Resources Ltd. haben heute in Berlin eine Absichtserklärung für die Entwicklung eines Offshore-Windparks vor der Pazifikküste im Nordwesten Kanadas unterzeichnet. Die Vereinbarung erfolgte im Rahmen des Besuchs von Kanadas Premierminister Jean Chretien bei Bundeskanzler Gerhard Schröder. Der Windpark Nai Kun, der in der kanadischen Provinz British Columbia westlich der Queen Charlotte Islands an der Grenze zu Alaska errichtet werden soll, ist mit einer Leistung von 700 Megawatt das größte Windkraftprojekt Nordamerikas. Nach Fertigstellung der letzten Ausbaustufe im Jahr 2007 sollen maximal 350 Windräder jährlich rund 2000 Gigawattstunden Strom produzieren.

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Erneuerbare Energie

Polen plant Offshore-Windpark in der Oderbucht

Vor der polnischen Ostseeküste sollen in den nächsten Jahren mehrere Offshore-Windparks entstehen. Das sieht der Entwicklungsplan der Wojedwodschaft Westpommern vor, wie der Direktor der zuständigen regionalen Planungsbehörde in Stettin (Szczecin), Tadeusz Zabinski, am Freitag sagte. Das Strategiepapier werde voraussichtlich im April im polnischen Parlament verabschiedet.

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Energieerzeugung

Offshore-Windenergie soll zentrale Bedeutung bekommen

Offshore-Windanlagen sollen nach den Vorstellungen des Bundesumweltministeriums ein Eckpfeiler der Energienerzeugung in Deutschland werden. "Der Ausbau der Windenergienutzung auf See hat eine zentrale Bedeutung für die zukünftige Energieversorgung", sagte der Staatssekretär im Umweltministerium, Rainer Baake, am Donnerstag in Berlin.

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Staat soll sich nicht an die Atomindustrie verkaufen

"Merkel sprengt die Brücken ins Solarzeitalter"

Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bild: Kai MörkDie atomkritische Ärzteorganisation IPPNW fordert die Bundesregierung auf, den bislang noch nicht paraphierten "Förderfonds-Vertrag" mit der Atomindustrie nicht zu unterschreiben. "Der Staat darf sich nicht für lächerliche 200 bis 300 Millionen Euro an die Atomindustrie verkaufen, zumal selbst das nur Maximalbeträge sind", so die Organisation. Ihre Kritik am Energiekonzept der Bundesregierung lautet: "Merkel sprengt die Brücken ins Solarzeitalter."

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Genervter Staatssekretär

Breitseite gegen Atomkraft

Bild: RWE PowerDie nicht abreißen wollende Diskussion über die Nutzung der Atomenergie und die Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke scheint dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Michael Müller, auf die Nerven zu gehen. Der Politiker erregt sich auch über seines Erachtens "einige besonders merkwürdige Kommentare" in Medien. Dabei lägen "rund 35 Jahre intensiver Debatte über die Nutzung der nuklearen Stromerzeugung hinter uns", so Müller und beklagt eine "ideologische Vergesslichkeit" bezüglich der jahrzehntelang ausgetauschten Argumente. Vor diesem Hintergrund scheint der Staatssekretär das Bedürfnis verspürt zu haben, die nach seiner Auffassung wesentlichen Argumente gegen die Atomenergie noch einmal aufzuzählen.

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16 statt 20 Prozent

Gabriel will bis 2020 offenbar weniger erneuerbare Energien als die EU

Die EU-Kommission hat vorgeschlagen, für die EU ein verbindliches Ausbauziel für die erneuerbaren Energien bis 2020 festzulegen. Im europäischen Durchschnitt sollen bis zum Jahr 2020 demnach 20 Prozent der Primärenergie aus erneuerbaren Quellen stammen. "Wir unterstützen dieses Ziel nicht nur, wir sind auch auf dem allerbesten Wege, einen wesentliches Stück dazu beizutragen", sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel am 27. Februar in Berlin. Der Umweltminister strebt für Deutschland als "wesentliches Stück" aber offenbar nur einen Anteil von 16 Prozent an. So präsentierte Gabriel eine so genannte "Leitstudie" des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), wonach für Deutschland bis 2020 ein Anteil der erneuerbaren Energien von 16 Prozent vorgesehen ist. Die Studie wurde im Auftrag des Bundesumweltministeriums erstellt.

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"Einzelanlagen" beseitigen

Umwelt-Staatssekretär will weniger Windräder im Binnenland

Das Bundesumweltministerium setzt offenbar auf den Ausbau von Windparks durch Großkonzerne, insbesondere an der Küste, im Meer und an ausgewählten Binnenstandorten. Auf der anderen Seite sollen einzelne Windkraftanlagen und kleinere Windparks im Binnenland, die vielfach von Landwirten oder Bürgergemeinschaften betrieben werden, nach dem Willen der Bundesregierung teilweise wieder beseitigt werden. So hat sich der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Michael Müller, für die Modernisierung bestehender Windparks ausgesprochen. "Alte" Windenergieanlagen sollten durch moderne, leistungsstärkere Anlagen ersetzt werden. Durch dieses so genannte "Repowering" könne "mit weniger Windrädern deutlich mehr Strom produziert werden. Einzelanlagen und bestehende Streulagen können beseitigt und dadurch das Landschaftsbild insgesamt entlastet werden", heißt es in einer Mitteilung des Bundesumweltministeriums vom 27. Januar 2007.

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Dezentralisierung der Energieversorgung

Plädoyer für Windkraft-Ausbau in Süddeutschland wegen Stromausfall

Der Solarenergie-Förderverein Deutschland plädiert vor dem Hintergrund des europaweiten Stromausfalls für einen weiteren Ausbau der Windenergie im Binnenland, insbesondere auch in Süddeutschland. Die Probleme mit dem Stromnetz in Norddeutschland könne man nur als eine dringende Warnung verstehen, den weiteren Ausbau der Windkraft auch im Süden, also im Binnenland nicht zu vernachlässigen. Bei einem konzentrierten Ausbau der Windenergie nur in Küstennähe würde andernfalls die Abhängigkeit von den Transportnetzen immer höher. "Unsere Forderung lautet deshalb: Kurze Wege vom Erzeuger zum Verbraucher durch Dezentralisierung, Windenergie und Solarenergie in allen Regionen Deutschlands."

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Nach Energiegipfel

Merkel spricht von Energieeffizienz und Wettbewerb

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat nach dem Energiegipfel im Kanzleramt die Verbesserung der Energieeffizienz als Ziel vorgegeben. Zudem forderte sie "mehr Wettbewerb" im Energiesektor und eine Weiterführung des Kyoto-Protokolls über 2012 hinaus. Sie hob hervor, dass Deutschland aufgrund seiner modernen Technologien sehr gute Exportchancen aufweise. Dies gelte insbesondere für die Entwicklung erneuerbarer Energien. Laut Bundesregierung herrschte beim Energiegipfel Einigkeit darüber, in die Forschung für einen sparsameren Umgang mit Energie zu intensivieren. Dafür müssten stärkere Anstrengungen unternommen werden, sagte die Kanzlerin. Die Bundesregierung will darüber hinaus die deutsche EU-Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2007 für Vorstöße in der Energiepolitik nutzen. Im Zentrum stünden dabei "Fragen der internationalen Energie- und Versorgungssicherheit".

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FDP irritiert

Atomkraftwerksbetreiber für Erneuerbare Energien

Einer der vier großen deutschen Atomkraftwerksbetreiber, die Energie Baden-Württemberg AG (EnBW), sprach sich am Mittwoch "für den Ausbau der Stromproduktion aus erneuerbaren Quellen aus". Der Konzern befürwortet die weitere Förderung neuer Anlagen auf Basis des Erneuerbare Energien Gesetz (EEG), allerdings "verbunden mit Forderungen an seine Novellierung". Während es in Baden-Württemberg vor 30 Jahren noch ideologisch gefestigt hieß, ohne Atomstrom gingen die Lichter aus, schreibt der Atomkonzern nun: "Die Erneuerbaren Energien sind eine der Schlüsseltechnologien für das 21. Jahrhundert." Die FDP reagierte einen Tag später - irritiert: "Die Position der EnBW Energie Baden-Württemberg AG zur Förderung der Erneuerbaren Energien überrascht ein wenig. Bisher hatte man sich als einer der großen Stromversorger in Deutschland doch eher kritisch zum Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) geäußert." Die Expertin der FDP-Bundestagsfraktion für Erneuerbare Energien, Angelika Brunkhorst, stellte nach Interpretation des EnBW-Papiers jedoch beruhigt fest: "Am Ende des Papiers wird dann aber deutlich, dass man sich eine Novellierung zu Gunsten der Großen Wasserkraft wünscht, um uneingeschränkt und mehr von der EEG-Vergütung zu profitieren. Dies scheint der eigentliche Hintergrund des Positionspapiers zu sein."

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Stromsteuer

Stromkonzerne machen Staat für steigende Stromrechnungen verantwortlich

Nach Darstellung des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) ist der der Staatsanteil am Strompreis in den vergangenen Jahren kräftig gestiegen. Im Jahr 2005 würden alle Stromkunden in Deutschland mit ihren Stromrechnungen rund 12 Milliarden Euro Steuern und Abgaben bezahlen. Das sei mehr als fünfmal so viel wie 1998. Die Mehrwertsteuer, die für Haushalte nochmals 16 Prozent ausmache, sei dabei nicht berücksichtigt. Der größte Posten bei den staatlich verursachten Belastungen sei die Stromsteuer. Diese sei von Null im Jahr 1998 auf geschätzte rund 6,6 Milliarden Euro im Jahr 2005 gestiegen. Reinhard Loske (Grüne) entgegnete, dass die Stromsteuer seit 2003 nicht mehr erhöht worden sei.

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Meeresschutz

Ostseeschutzgebiete vorläufig für Großtanker gesperrt

Bild: WWFDie internationale Umweltschutzorganisation WWF äußerte sich erleichtert, dass die Ostsee ihren Schutzstatus als "Besonders Empfindliches Meeresgebiet" (PSSA) behalten soll. Möglich wurde dies durch die Einigung der Ostsee-Anrainerstaaten auf konkrete Schutzmaßnahmen für die Ostsee als Konkretisierung des im April 2004 "im Prinzip" verabschiedeten PSSA- Status. Diesen begleitenden Maßnahmenkatalog hat die Staatengemeinschaft gestern termingerecht bei der International Maritime Organisation (IMO) eingereicht und damit eine wichtige Grundlage dafür geschaffen, das Risiko für Ölkatastrophen in der sensiblen Ostsee künftig deutlich zu senken.

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"Dena-Netzstudie"

Windkraft-Studie ist Schauplatz eines beispiellosen Machtkampfes

Bild: ngo-onlineUm die Energieversorgung tobt seit Jahrzehnten ein beispielloser Machtkampf. Schließlich wird in der Branche viel Geld verdient. Es geht um die genutzten Technologien und darum, in welche Taschen die Milliardengewinne fließen. Die Windenergie wird von den großen Kohle- und Atomstromkonzernen beständig mit den verschiedensten Argumenten kritisiert. Windkraftanlagen würden nicht funktionieren - das erste 3-Megawatt-Windkraftwerk "GROWIAN" wurde in den 80er Jahren demonstrativ wieder demontiert -, ohne Atomstrom gingen die Lichter aus, Windkraftwerke könne man nur an den Küsten betreiben, Windenergie könne nur marginal zur Stromversorgung beitragen und vernichte Arbeitsplätze waren die frühen Argumente. Angesichts des Windenergiebooms und der Tatsache, dass in der Windenergiebranche inzwischen mehr Menschen Arbeit finden als in der Atomwirtschaft, wurden diese Argumente mehr oder weniger zu den Akten gelegt. Zwischenzeitlich konzentrierten sich die großen Stromkonzerne auf den Landschafts- und Naturschutz mit dem Ergebnis, dass einige Naturschützer zu Windenergiegegnern wurden und andere Konzepte für einen naturverträglichen Ausbau der Windenergie vorlegten. Ein Dauerbrenner ist das Argument, die Windenergie sei zu teuer. Die neuesten Argumente lauten, die Windenergie überlaste das Stromnetz und benötige einen fossilen Reserve-Kraftwerkspark. Mit den aktuellen Diskussionen befasste sich eine am Donnerstag der Öffentlichkeit vorgestellte Studie der Deutschen Energie-Agentur (dena), die so etwas darstellt wie ein von der Bundesregierung moderierter "Energiekonsens" zwischen den Großkraftwerksbetreibern und der Windbranche.

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Zweifelhafte Annahmen

Grüne kritisieren "Stromlücken-Lüge" der Deutschen Energie-Agentur Dena

Die Grünen weisen Warnungen vor drohenden Energieengpässen bei einem Verzicht auf ausreichende Kraftwerksneubauten entschieden zurück. Grünen-Chef Reinhard Bütikofer sprach am 14. April in Berlin nach Beratungen des Parteivorstandes von einer "Stromlücken-Lüge", mit der versucht werde, der Öffentlichkeit "etwas einzureden, das durch die Fakten nicht gedeckt wird". Kronzeuge der angeblichen Lücke sei dabei die Deutsche Energie-Agentur (Dena). Diese habe bei Vorlage eines entsprechende Szenarios die Annahmen gezielt so gewählt, dass eine "Stromlücke gar nicht vermeidbar ist", bemängelte der Grünen-Chef. Hier werde mit der Sorge der Öffentlichkeit um eine gesicherte Stromversorgung "in böswilliger Absicht Schindluder getrieben". So werde im Monitoringbericht die Bundesnetzagentur nach einer Befragung der Kraftwerksbetreiber von einer Stilllegung von 2400 Megawatt bis 2020 berichtet. Die Dena nehme dagegen mehr als das Zehnfache an.

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Große Energiekonzerne könnten profitieren

Konzentrationsprozess im Bereich Erneuerbarer Energien geplant

Bild: ngo-onlineBundesumweltminister Sigmar Gabriel hat am 5. Juli einen Erfahrungsbericht zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vorgelegt. Gabriel erklärte, die Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien durch das EEG sei für Deutschland außerordentlich erfolgreich gewesen. "Das EEG ist eine Erfolgsgeschichte für Klimaschutz, Energieversorgung und Arbeitsplätze. Mit ihm entwickelten sich die deutschen Hersteller zur weltweit führenden Kraft in diesem wichtigen globalen Marktsegment", sagte Gabriel. Bislang werden mit dem Gesetz vielfach Kleinanlagen in der Hand von Bürgern gefördert. Jetzt plant die Bundesregierung in Abstimmung mit der Elektrizitätswirtschaft eine Überarbeitung der Förderregeln. Das könnte dazu führen, dass es auch im Bereich der erneuerbaren Energien zu einem Konzentrationsprozess kommt, von dem in erster Linie die großen Energiekonzerne profitieren.

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"Komplexe Ökosysteme"

Umweltministerium plädiert für besseren Schutz der Meere

Für einen besseren Schutz der Meere hat sich Astrid Klug, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, ausgesprochen. "Der Schutz der komplexen Ökosysteme im Meer und die Nutzung der Meere müssen wieder in ein ausgewogenes Verhältnis zueinander gebracht werden", sagte Klug auf einer Tagung des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie in Hamburg. Angesichts der immer noch zunehmenden Nutzung der Meere gelte es, zukünftige Meerespolitik so zu entwickeln, dass die Funktionen und die Leistungsfähigkeit des Ökosystems Meer nicht gefährdet werden. "Wir müssen den Schutz der Meere in allen betroffenen Politikbereiche verankern", sagte Klug.

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Ostsee-Pipeline

WWF hält Baubeginn der Ostseegasleitung ab 2008 für unhaltbar

Der für 2008 angestrebte Baubeginn für die Ostsee-Pipeline ist nach Ansicht des WWF "unrealistisch". Die Umweltstiftung forderte am Mittwoch auf der Landespressekonferenz in Schwerin einen "umfassenden Öko-TÜV" für die 1.200 Kilometer langen Röhren, die Deutschland und Europa in Zukunft mit russischem Erdgas versorgen soll. Der WWF präsentierte eine Studie mit "ökologischen Maßstäben" für den Pipelinebau in der Ostsee. "Der angekündigte Baubeginn 2008 lässt sich nur halten, wenn die gängigen deutschen und europäischen Umweltstandards missachtet werden. Ein Parforceritt auf Kosten der empfindlichen Ostsee ist nicht akzeptabel", sagte Jochen Lamp vom WWF. "Wenn die Umwelt zu ihrem Recht kommen soll, kann der Bau kaum vor 2010 beginnen."

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"Sachalin II"

Kritik an größtem Öl- und Gasförderprojekt der Welt

Nach Auffassung der Umweltschutzorganisation WWF will der Ölkonzern Shell das größte Öl- und Gasförderprojekt der Welt vor der Insel Sachalin im russischen Fernen Osten ohne ausreichende Sicherheitsmaßnahmen betreiben. Eine neue Studie des Verbandes zeige, "dass es keine Mittel gibt, einen Ölunfall während der langen Wintermonate wirksam zu bekämpfen". Das Öl- und Gasförderprojekt "Sachalin II" verlaufe unmittelbar durch die Nahrungsgründe der vom Aussterben bedrohten Westpazifischen Grauwale. "Shell riskiert das Ende der Grauwale und der einmaligen Küstennatur im Ochotskischen Meer", meint Volker Homes vom WWF. Die Naturschützer fordern deshalb die in London ansässige die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) auf, einen von Shell angeforderten Kredit für den Weiterbau von "Sachalin II" abzulehnen.

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Sonne, Wind & Geothermie

75 Millionen Euro für Forschungsprojekte im Bereich erneuerbare Energien

Bild: Deutsche Bundesstiftung UmweltFür Forschungsprojekte im Bereich erneuerbare Energien stehen nach Angaben des Bundesumweltministeriums in diesem Haushaltsjahr 75 Millionen Euro bereit. Das sind 15 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) sagte am Donnerstag in Berlin, die Forschung sei neben der Markteinführung die zentrale Säule der Strategie zum Ausbau der erneuerbaren Energien. Hier lägen deutsche Unternehmen und Forschungsinstitute international an der Spitze.

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EEG

Neue Förderungsregeln für Erneuerbare Energien

Bild: Deutsche Bundesstiftung UmweltFür die Erzeugung erneuerbarer Energien gelten künftig neue Regeln für die Förderung. Der Bundestag hat am heutigen Freitag in Berlin den Kompromissvorschlag des Vermittlungsausschusses zur Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) mehrheitlich angenommen. Dagegen stimmten Union und FDP. Gegenüber der ursprünglichen Regelung soll es nun eine Förderung für Windräder nur geben, wenn diese 60 Prozent des Referenzertrages erzielen. Damit solle eine Errichtung von Windanlagen an schlechten Standorten verhindert werden. Die Windenergiebranche begrüßte die Entscheidung. Mit dem Beschluss gebe es wieder Planungssicherheit.

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Beschlossen

Die Förderregelungen der EEG-Novelle

Mit der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) will die rot-grüne Regierungskoalition die Nutzung regenerativer Energiequellen weiter vorantreiben. Ziel ist es, den Anteil der erneuerbaren Energien an der gesamten Stromversorgung bis zum Jahr 2020 auf mindestens 20 Prozent zu steigern.

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Mehr Ökologie in der Flusspolitik gefordert

Naturschutzbund freut sich über Mitgliederzuwachs

Der Naturschutzbund NABU freut sich über steigende Mitgliederzahlen freuen: Über 390.000 Menschen gehören dem Verband derzeit an. In der Umweltpolitik seien in jüngster Zeit mit dem Inkrafttreten des Bundesnaturschutzgesetzes, dem Beginn der Sicherung von Naturschutzflächen aus dem ehemals volkseigenen Vermögen der DDR oder dem 5-Punkte-Programm zur Flusspolitik der Bundesregierung beachtliche Signale gesetzt worden, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke bei der Vorstellung des NABU-Jahresberichtes 2002. Er warnte jedoch davor, sich auf diesen Erfolgen auszuruhen: "Die Umsetzung des neuen Bundesnaturschutzgesetzes durch die Bundesländer kommt nur schleppend voran, und auch die Ausweisung von Flächen für das europäische Schutzgebietsnetz NATURA 2000 erfolgt bestenfalls widerwillig."

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Erneuerbare-Energie-Gesetz

Novellierung des EEG bringt Licht an den trüben Klimahorizont

Bild: Deutsche Bundesstiftung UmweltDer vorgelegte Entwurf zur Novellierung des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) stößt bei den Umweltorganisationen BUND, Forum Umwelt und Entwicklung, Germanwatch, Greenpeace, NABU und WWF auf Zustimmung. Das EEG habe sich als erfolgreiches Instrument zur Förderung der erneuerbaren Energien erwiesen und sei zu einem essenziellen Standbein der deutschen Klimaschutzpolitik geworden. Nach Einschätzung der Verbände gehe von dem Gesetzentwurf ein wichtiges Signal für eine nachhaltige Energieversorgung aus. Deutschland könne seine Klimaschutzziele nur erfüllen, wenn der Ausbau der erneuerbaren Energien konsequent vorangetrieben werde.

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Erneuerbare Energien

Eckpunkte des neuen Energiegesetzes laut Nabu zukunftsweisend

Bild: Deutsche Bundesstiftung UmweltDer Naturschutzbund NABU hat die Eckpunkte des Referentenentwurfs zur Novelle des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) als zukunftsweisend begrüßt. "Der Entwurf bringt neuen Schwung für den Ausbau der erneuerbaren Energien", sagte NABU-Vizepräsident Christian Unselt. Dies gelte insbesondere für die Sparten Biomasse und Geothermie, wo die Vergütungen teilweise angehoben werden sollen.

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Meeresschutz

Naturverträgliche Nutzung von Nord- und Ostsee erfordert Schutzgebiete

Der Naturschutzbund NABU hat die gestrigen Ausführungen der CDU-Bundestagsabgeordneten Carstensen und Connemann zum Meeresnaturschutz als unsachlichen Sommerloch-Populismus kritisiert. "Die Ausweisung von Meeresschutzgebieten bedeutet nicht - wie behauptet - Wettbewerbsnachteile, sondern im Gegenteil Planungs- und Investitionssicherheit für die potenziellen Nutzer", so NABU-Bundesgeschäftsführer Gerd Billen. Die geplanten Schutzgebiete wären ein echter Fortschritt und erlaubten eine naturverträgliche und gesellschaftlich akzeptierte Nutzung der Nord- und Ostsee.

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OSPAR-Konferenz

Nordseeanrainer sollen Verseuchung der Meere stoppen und Windkraft fördern

Die Nordsee wird immer mehr zur Atommüllkippe Europas. Davor hat Greenpeace heute in Bremen auf der Konferenz der Oslo-Paris-Kommission (OSPAR) zum Schutz von Nordsee und Nordostatlantik gewarnt. Die jährlichen radioaktiven Einleitungen aus der Wiederaufarbeitung steigen seit Jahren - obwohl sie laut einem OSPAR-Beschluss von 1998 sinken sollen. Der Anstieg ist vor allem auf die Einleitung des radioaktiven Stoffes Technetium 99 aus der britischen Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield zurückzuführen. Greenpeace fordert von der OSPAR ein sofortiges Verbot aller radioaktiven Einleitungen.

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Wind, Wasser, Biomasse und Sonne

NABU fordert gezielte Förderung der erneuerbaren Energien

Der Naturschutzbund NABU hat heute in Berlin seine Eckpunkte für die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) vorgelegt. Dabei bezeichnete der amtierende NABU-Präsident Christian Unselt das EEG als umweltpolitisches Vorzeigeprojekt der rot-grünen Bundesregierung. "Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist eine Erfolgsstory, die auch auf der Grundlage eines novellierten Gesetzes fortgesetzt werden muss", so Unselt. Nur so könne Deutschland zukünftig auch ehrgeizige Klimaschutzziele erreichen.

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Erneuerbare Energien

Mehr Geld für Hausbesitzer beim Einbau von Sonnenkollektoren

Hausbesitzer bekommen beim Einbau von Solarkollektoren künftig mehr Geld vom Staat. Die Förderung wird von 92 auf 125 Euro je Quadratmeter Kollektorfläche erhöht, sagte Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) am Freitag in Berlin. Eine durchschnittliche Anlage von neun Quadratmetern werde damit in Zukunft mit 1135 Euro bezuschusst. Die Neuregelung gelte ab 1. Februar. Wie das Ministerium weiter mitteilte, will Trittin dem Solarkollektormarkt damit "neue Impulse geben und die technische Weiterentwicklung fördern". Solarkollektoren zur Erzeugung von Warmwasser und Heizungswärme verringerten die Abhängigkeit von steigenden Öl- und Gaspreisen und leisteten einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz, lautet die Begründung.

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Erneuerbare Energien

Anteil an Windenergie steigt

Die Stromerzeugung aus Windenergie in Deutschland nimmt weiter zu. Nach 2001 verbuchte die Branche 2002 ein weiteres Rekordjahr. Der so genannte potenzielle Jahresenergieertrag der Windkraftanlagen am deutschen Nettostromverbrauch erhöhte sich bis Ende 2002 auf nunmehr 4,7 Prozent, sagte Jens-Peter Molly, Geschäftsführer des Deutschen Windenergieinstituts. Die am Mittwoch in Berlin vorgelegte Bilanz weist aus, dass im Vorjahr bundesweit 2328 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 3247 Megawatt neu installiert wurden. Damit waren insgesamt 13 759 Anlagen mit einer Gesamtleistung von gut 12 000 Megawatt am Netz. Nach Angaben des Verbands der Elektrizitätswirtschaft deckte Windenergie 2001 nach endgültigen Zahlen gut 2,3 Prozent des gesamten Strombedarfs.

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Erneuerbare Energien

Greenpeace: Ökostrom-Gesetz ausweiten, nicht aufweichen

Bild: BewagIm aktuellen Streit um die geplante Novelle des "Erneuerbaren Energien Gesetzes" (EEG) fordert Greenpeace, der Industrie nicht die Zahlungen für den Ökostrom zu erlassen. Greenpeace erwartet von Umweltminister Jürgen Trittin (Bündnis 90/ Grüne), dem entsprechenden Ansinnen von Wirtschafts- und Arbeitsminister Wolfgang Clement (SPD) eine deutliche Absage zu erteilen. Dieser möchte die Aluminium- und Chlorchemie, die besonders viel Energie verbraucht, von der durch das EEG geregelten Ökostrom-Umlage befreien. Eine Stellungnahme Trittins zur Novellierung wird für Anfang kommender Woche erwartet. Greenpeace legt heute einen eigenen Vorschlag für den neuen Gesetzestext vor.

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Mehr Wind im Energiemix

Windkraft knackt die 10 000 Megawatt-Grenze

Deutschland ist schon seit Jahren bei der Kapazität der installierten Windkraftanlagen Weltspitze. Der Rekord überspringt nun am Dienstag die Schwelle von 10 000 Megawatt. Nach Angaben des Bundesverbandes WindEnergie (BWE) wird mit der offiziellen Inbetriebnahme von einer der insgesamt 14 Windturbinen bei Bimolten in der Nähe von Nordhorn (Niedersachsen) dieser neue Meilenstein gesetzt. In knapp 20 Jahren, die seit dem Start des ersten privaten und ins Netz einspeisenden Windrades vergangen sind, hat die Windenergie den Schritt aus der Nische vollzogen. Die Debatte um das künftige Wachstumspotenzial berührt die Grundsatzfrage, welche Rolle die Windenergie im deutschen Energiemix mittel- und langfristig einnehmen könnte.

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Förderung soll gekürzt werden

Deutsche Windenergie-Branche boomt

Die Branche der Hersteller von Windkraftanlagen boomt. Zum Ende des ersten Halbjahres waren bundesweit 12 250 Windräder mit einer Gesamtleistung von etwa 9840 Megawatt installiert, wie der Bundesverband Windenergie (BWE) am Mittwoch in Osnabrück mitteilte. Der Verband erwartet, dass die magische "Schallgrenze" von 10 000 Megawatt Leistung noch im Juli durchbrochen wird. Unterdessen kündigte der frühere Atomkonzern-Manager Bundeswirtschaftsminister Werner Müller eine Kürzung der Windenergie-Förderung an. Im Vergleich zu 1998 habe sich die Zahl der Anlagen und Kapazitäten verdreifacht, eine Förderung neuer Anlagen im bisherigen Umfang sei nicht notwendig.

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Umfrage

Mehrheit der Deutschen für mehr Windkraft

Bild: ngo-onlineDie Mehrzahl der Deutschen befürwortet eine weitere Förderung der Windkraftnutzung. 89,2 Prozent der Bevölkerung wollen nach einer vom Wirtschaftsverband Windkraftwerke in Auftrag gegeben repräsentativen Emnid-Umfrage, dass mehr Windkraftanlagen errichtet werden, wie der Verband am Montag in Cuxhaven mitteilte.

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Havarie

NABU fordert besseren Schutz der Nordsee vor Schiffsunglücken

Der Naturschutzbund NABU fordert einen deutlichen besseren Schutz der Nordsee vor Havarien. Notwendig sei eine Verlagerung der Hauptschifffahrtstrassen in der Deutschen Bucht nach Norden, forderte NABU-Präsident Jochen Flasbarth. In unmittelbarer Nähe des sensiblen Lebensraumes Wattenmeer verlaufe dort eine der am dicht befahrensten Wasserstraßen der Erde. Über 30.000 Schifffahrtsbewegungen würden dort jährlich abgewickelt. Vielfach seien die Schiffe mit Öl oder Chemikalien beladen.

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Energieprogramm

FDP für Atomenergie und Kernfusion

Die FDP tritt für die weitere Nutzung und Entwicklung der Atomenergie ein. Insbesondere an der Kernfusion müsse weiter geforscht werden, sagte der energiepolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Walter Hirche, am Dienstag bei der Vorstellung des neuen Energieprogramms der FDP in Berlin. Die konventionelle Atomenergie solle dagegen zunächst als so genannte Übergangsenergie weiter betrieben werden, heißt es in dem Papier. Zugleich solle "die Option zur zukünftigen Nutzung" der Atomenergie offen bleiben.

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Stromerzeugung

Immer mehr Windräder in Deutschland

Der Bau von Windrädern in Deutschland schreitet rasant voran. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres gingen bundesweit 673 neue Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 821 Megawatt ans Netz, teilte der Bundesverband Windenergie am Donnerstag in Osnabrück mit. Das sind rund 50 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

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Naturschutz-Reform

Bauvorhaben sollen nicht mehr wegen Naturschutz untersagt werden können

Bild: ÖPZBundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) möchte mit der Reform des Naturschutzgesetzes eine Grundlage für den Erhalt der biologischen Vielfalt herstellen. Bedrohte Tier- und Pflanzenarten sollten künftig in Deutschland ein "Recht auf Überleben" haben. Die Novelle stärke mit der Einführung des Verbandsklagerechts die Rolle der Naturschutzverbände. Außerdem unterstütze sie die Neuorientierung in der Landwirtschaft. Die Novelle führt nach Ansicht von Union und FDP zu einer einseitigen Belastung der Landwirte. Der CDU-Naturschutzexperte Peter Paziorek verlangte, den Vertragsnaturschutz zu stärken. Dabei werden Landwirte für landschaftspflegerische Arbeiten honoriert, die sie für Behörden übernehmen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) befürchtet eine Abschwächung der Möglichkeiten, Bauvorhaben aus Naturschutzgründen zu untersagen.

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Nachhaltige Entwicklung

Bundesregierung beschließt Projekte

Bild: ngo-onlineDas "Green Cabinet", der Staatssekretärsausschuss für nachhaltige Entwicklung, hat am Mittwoch konkrete Projekte beschlossen. Sie sind Bestandteil der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie, die nächstes Jahr auf der Rio-Folgekonferenz in Johannesburg vorgelegt werden soll. Nachhaltigkeit sei mehr als die Fortsetzung der Umweltpolitik mit anderen Mitteln. Es gehe um die Verknüpfung wirtschafts-, sozial und umweltpolitischer Ziele. "Wir machen jetzt mit konkreten Projekten deutlich, welches Innovationspotenzial in der Idee der nachhaltigen Entwicklung steckt", so der Staatsminister beim Bundeskanzler Hans-Martin Bury. Diese Innovationen zu fördern, bedeute Wachstum und Arbeitsplätze der Zukunft zu erschließen, indem der scheinbare Widerspruch zwischen Wirtschaft und Umwelt überwunden werde. Drei Handlungsfelder stünden im Vordergrund: "Klimaschutz und Energiepolitik", "Umweltverträgliche Mobilität" sowie "Umwelt, Ernährung und Gesundheit".

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