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Ostsee

Die Ostsee, auch Baltisches Meer genannt (Baltic Sea) ist ein Binnenmeer in Europa und gilt als das größte Brackwassermeer der Erde.

 

 

Nachrichten zum Thema

 

Altlasten aus den zwei Weltkriegen

Marine räumte Minenfeld in der Ostsee

Ein internationaler Marineverband hat in den vergangenen zwei Wochen ein Minenfeld vor der lettischen Küste beräumt. Insgesamt 57 Seeminen seien in der sogenannten Irben-Straße gesprengt worden, sagte ein Sprecher der mit zwei Schiffen beteiligten Deutschen Marine am Dienstag (16. September). Bei den Sprengkörpern handele es sich um Altlasten aus den zwei Weltkriegen und der Zeit des Kalten Krieges. Nach Angaben des Marinesprechers findet die Operation bereits seit 1997 jährlich statt. Seitdem wurden etwa 500 Minen aufgespürt und gesprengt. In dem Seegebiet seien vor allem im Ersten Weltkrieg schätzungsweise rund 15.000 Minen gelegt worden.

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"Anfangsverdacht"

Razzien in sechs Bundesländern gegen G8-Kritiker

Bild: ngo-onlineRund einen Monat vor dem Weltwirtschaftsgipfel (G8) im Ostseebad Heiligendamm sind die Sicherheitsbehörden massiv gegen Kritiker des G8-Gipfels vorgegangen. In sechs Bundesländern gab es am 9. Mai Razzien wegen eines angeblichen Terrorismus-Verdachts. Zugleich kündigte Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) die Wiedereinführung von Grenzkontrollen während des Gipfels an, um die Anreise "potenzieller Gewalttäter" nach Deutschland zu verhindern. Bei den Razzien in Berlin, Brandenburg, Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Niedersachsen ließ die Bundesanwaltschaft insgesamt 40 Objekte durchsuchen. Grund sei ein Anfangsverdacht gegen Personen aus dem "militanten linksextremistischen Umfeld" gewesen, eine terroristische Vereinigung gegründet zu haben.

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Windenergie-Testfeld in der Nordsee

Gabriel will Windkraftanlagen an Land reduzieren

Gemeinsam unter anderem mit den Energie- und Atomkonzernen E.On und Vattenfall hat Bundesumweltminister Sigmar Gabriel am 2. Oktober grünes Licht für das deutsche Windenergie-Testfeld in der Nordsee gegeben. Das Gemeinschaftsprojekt "aus Wirtschaft und Politik" sei die Grundlage für die kommerzielle Windenergienutzung auf See ("Offshore") nach 2008. Die Förderung durch die Bundesregierung spielt nach Angaben der Bundesregierung dabei "eine zentrale Rolle". Gefördert wird ein Testfeld für zwölf Offshore-Windenergieanlagen der 5-Megawattklasse in der Nordsee, rund 45 Kilometer vor der Insel Borkum. Das Forschungs- und Demonstrationsprojekt "für die deutsche Wirtschaft" soll bis zum Jahr 2008 errichtet werden und eine Initialzündung für die Nutzung der Windenergie in der deutschen Nord- und Ostsee zu bewirken. Nach Auffassung des Bundesumweltministers zählt zu den Vorteilen des Projektes, dass die auf offener See getesteten Anlagen auch die Chance böten, die Leistung der an Land stehenden Anlagen zu verbessern. "Dann kann auch deren Zahl reduziert werden", so der Umweltminister mit Blick auf "immer wieder geäußerte Kritik an der Windenergie in der freien Landschaft".

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Erdöl für Deutschland

Russisches Öl und deutsche Banken

Im Vorfeld des Weltwirtschaftgipfels in St. Petersburg warnt die Umwelt- und Menschenrechtsorganisation Urgewald vor einer Strategie "Öl für Deutschland, koste es was es wolle". Durch den Ölreichtum Russlands komme es zu Demokratieabbau, sozialer Ungleichheit und Umweltzerstörung. Deutsche Großbanken sind nach Darstellung von Urgewald "daran beteiligt". "Die Öl-Katastrophe in Westsibirien ist lange bekannt. Neue Probleme drohen in der Ostsee und im fernen russischen Osten. Es ist inakzeptabel, wenn sich die G8 Staaten in St. Petersburg ausschließlich über ihre eigene Energiesicherheit unterhalten. Sie dürfen über ihre Energieinteressen nicht die Sicherheit der Umwelt und der Menschen in den Ölfördergebieten außer Acht lassen", fordert Kai Schäfer von Urgewald. Die Organisation skizziert die Beteiligung deutscher Großbanken an den Ölgeschäften mit Russland.

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"Banken wollten das Geschäft"

Koalition fürchtet um Kredite für Erdgas-Pipeline

Die Regierungskoalition von SPD und Union sieht den geplanten Milliardenkredit deutscher Banken für den Bau der Ostseepipeline durch "gezielte Diskreditierung" gefährdet. Das sagte der SPD-Politiker Carsten Schneider am Donnerstag nach einer Sitzung des Haushaltsausschusses in Berlin und fügte hinzu: "Es gibt ein absolutes Interesse der Bundesregierung an der Finanzierung der Gaspipeline durch deutsche Banken." Aus Sicht der Regierungskoalition seien alle Vorgänge um die Bundesbürgschaft für die kreditgebenden Banken aufgeklärt, meint der SDP-Politiker. Keine Fraktion habe im Haushaltsausschuss Einwände gegen den Kredit und die Bürgschaft vorgebracht. Die Höhe der diskutierten Bürgschaft für die Deutsche Bank und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) liegt bei rund einer Milliarde Euro.

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Milliardenkredit

Kritik an Staatsbürgschaft für KfW und Deutsche Bank wegen Ostsee-Pipeline

Am vergangenen Freitag war bekannt geworden, dass die alte Bundesregierung nach der Bundestagswahl beschlossen hatte, eine Bürgschft für einen Milliardenkredit der Deutschen Bank und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) abzusichern, mit dem der russische Energiekonzern Gasprom sowie BASF und E.ON offenbar einen Teil der deutsch-russischen Gas-Pipeline-Baus finanzieren wollten. Ein interministerieller Ausschuss zur Vergabe der Garantien habe am 24. Oktober 2005 eine Grundsatzentscheidung für die Bürgschaft getroffen. Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder hat den Aufsichtsratsvorsitz in der Firma übernommen, die die Pipeline bauen und betreiben soll. Einem Pressebericht zufolge wurde die Bürgschaftsvorlage im Herbst 2005 für das Bundesfinanzministerium vom damaligen Staatssekretär Caio Koch-Weser abgezeichnet. Koch-Weser berät seit März die Deutsche Bank. Die Großbank wollte einen Kredit über 500 Millionen Euro für den Bau der Gasleitung von Russland durch die Ostsee nach Deutschland gewähren. Die anderen 500 Millionen sollten von der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) kommen.

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Ostseepipeline-Gesellschaft

Gasprom, BASF und E.On machen Ex-Kanzler Schröder zum Aufsichtsratschef

Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) ist zum Aufsichtsratschef der Ostseepipeline-Gesellschaft NEGPC gewählt worden. Nach Angaben des Betreiberkonsortiums wurde Schröder am Donnerstag einstimmig in das achtköpfige Gremium berufen. Schröders neue Tätigkeit als Aufsichtsratschef hatte kontroverse Debatten ausgelöst, weil sich der Kanzler bereits in seiner Amtszeit für das Pipeline-Projekt stark gemacht hatte. An der NEGPC sind der russische Energiekonzern Gasprom mit 51 Prozent und die deutschen Unternehmen BASF und E.ON mit jeweils 24,5 Prozent beteiligt.

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Diesel & Wasserstoff

Bundeswehr erhält Brennstoffzellen-U-Boote für 1,4 Milliarden Euro

Die Marine stellt am Mittwoch im schleswig-holsteinischen Eckernförde die ersten beiden U-Boote der Klasse 212A mit Brennstoffzellen-Antrieb offiziell in Dienst. Im Beisein von Verteidigungsminister Peter Struck werde im Marinestützpunkt an der Ostsee das traditionelle "heiß Flagge und Wimpel" erfolgen, wie ein Marine-Sprecher am Montag mitteilte. Beide nicht-atomar betriebene Unterseeboote würden dem 1. U-Bootgeschwader unterstellt. Zwei weitere sollten im kommenden Jahr folgen. Die vier Boote kosten den Bund insgesamt offenbar 1,4 Milliarden Euro.

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Walschutz

WWF-Studie ermittelt die am stärksten durch Beifang bedrohten Kleinwale

Bild: WWFJedes Jahr verenden mehr als 300.000 Delfine, Tümmler und Wale ungewollt in Fischernetzen - weit mehr Tiere als den Harpunen der Walfänger zum Opfer fallen. Nach Einschätzung des WWF ist der so genannte Beifang inzwischen die größte Bedrohung für die Meeressäuger. Viele Kleinwalarten sind dadurch vom Aussterben bedroht, zu diesem Ergebnis kommt eine jetzt vorgelegte WWF Studie. Besonders betroffen sind der Kalifornische Hafenschweinswal, der Schweinswal in der Ostsee und die asiatischen Flussdelfine im Mekong, Ganges oder Yangtse Fluss.

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Meeresschutz

Maßnahmepaket der IMO erhöht Schiffssicherheit in der Ostsee

Bild: WWFMit der Entscheidung der Internationalen Schifffahrtsorganisation (IMO) vom Donnerstag könne die Ostsee ein Stück sicherer werden. Das für Navigationsregelung zuständige Gremium der IMO empfahl heute die Annahme eines von den Ostseeanrainerstaaten beantragten Maßnahmenpaketes durch die Generalversammlung der IMO im Winter. Das Paket sieht die Einrichtung von Verkehrstrennungsgebieten (Richtungsfahrbahnen) (z.B. zwischen Rügen und Schweden), die Einrichtung einer Zwangsroute für Tanker südöstlich vor Gotland und für zwei sensible Meeresschutzgebiete den Ausschluss der Großschifffahrt vor. "Der Entschluss ist eine wichtige Vorentscheidung", erläutert Jochen Lamp, Leiter des WWF Ostseebüros.

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Schiffssicherheitskonferenz

Unfallrisiko auf der Ostsee soll verringert werden

Bild: Hapag Lloyd/Deutsche Bundesstiftung UmweltDie internationale Konferenz zum Thema Schiffssicherheit auf der Ostsee war nach Auffassung von Ministerpräsident Dr. Harald Ringstorff ein voller Erfolg und hat einen wichtigen Impuls dafür gegeben, dass das Thema konsequent weiter verfolgt wird. "Ein größerer Tankerunfall auf der Ostsee würde eine Riesenkatastrophe auslösen. Niemand wagt sich vorzustellen wie es aussähe, wenn die "Prestige" auf ihrem Weg vom lettischen Ventspils nach Asien in der Ostsee havariert wäre. Deshalb dürfen wir in unseren Anstrengungen zur weiteren Verbesserung der maritimen Sicherheit nicht nachlassen", erklärte Ministerpräsident nach der Tagung, die am 16. März 2005 unter dem Titel "Erika, Prestige, Baltic Carrier - ist die maritime Sicherheit unter Kontrolle?" in Brüssel stattfand. Den Vorsitz der Konferenz hatten der Schweriner Regierungschef und der Europaabgeordnete Willi Piecyk übernommen.

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Meeresschutz

Ostseeschutzgebiete vorläufig für Großtanker gesperrt

Bild: WWFDie internationale Umweltschutzorganisation WWF äußerte sich erleichtert, dass die Ostsee ihren Schutzstatus als "Besonders Empfindliches Meeresgebiet" (PSSA) behalten soll. Möglich wurde dies durch die Einigung der Ostsee-Anrainerstaaten auf konkrete Schutzmaßnahmen für die Ostsee als Konkretisierung des im April 2004 "im Prinzip" verabschiedeten PSSA- Status. Diesen begleitenden Maßnahmenkatalog hat die Staatengemeinschaft gestern termingerecht bei der International Maritime Organisation (IMO) eingereicht und damit eine wichtige Grundlage dafür geschaffen, das Risiko für Ölkatastrophen in der sensiblen Ostsee künftig deutlich zu senken.

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Überfischung und Verschmutzung

Vierzig Prozent von Nord- und Ostsee müssen geschützt werden

Bild: WWFGreenpeace hat am Donnerstag eine europaweite Kampagne zum Schutz von Nord- und Ostsee gestartet. Greenpeace in Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Schweden, Dänemark, Finnland und Norwegen setzt sich für neue Schutzgebiete ein. Die Umweltorganisation fordert mindestens 40 Prozent von Nord- und Ostsee als Schutzgebiete auszuweisen. Der Grund: Viele Fischbestände sind stark überfischt und daher akut bedroht. Jahr für Jahr fließen mindestens 30.000 Tonnen Öl aus Schiffen und Bohrinseln in die Nordsee, die Ostsee muss mindestens 15.000 Tonnen Öl verkraften. In den vorgeschlagenen Gebieten müssen künftig alle zerstörerischen Aktivitäten, wie Grundschleppnetzfischerei oder Ölförderung verboten sein.

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Ostsee

Umweltschützer protestieren gegen Brücke über den Fehmarnbelt

Bild: Hapag Lloyd/Deutsche Bundesstiftung UmweltDer Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, Dr. Manfred Stolpe, traf am Mittwoch in Berlin den dänischen Verkehrsminister, Flemming Hansen, zu einem Meinungsaustausch insbesondere über das Projekt der festen Fehmarnbeltquerung. Beide Minister begrüßten, dass das Projekt der festen Querung einschließlich der Schienenanbindung in Deutschland und Dänemark bei der Revision der Leitlinien für den Aufbau des transeuropäischen Verkehrsnetzes in die Liste vorrangig zu realisierender Vorhaben aufgenommen worden sei. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat das Vorhaben scharf kritisiert, weil die Brücke zwischen Deutschland und Dänemark verkehrspolitischer Unsinn sei, eine ökologische Katastrophe und Steuermilliarden verschwende.

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Meere

Ostsee trotz russischer Ölinteressen als "empfindliches Seegebiet" geschützt

Bild: Hapag Lloyd/Deutsche Bundesstiftung UmweltDie Umweltschutzorganisation WWF ist erfreut über die Entscheidung der Internationalen Schifffahrtsorganisation IMO, die Ostsee "im Prinzip" als Besonders Empfindliches Seegebiet (PSSA) auszuweisen. Alle Baltischen Staaten außer Russland stimmten mit ihrem Votum für diesen wegweisenden Schritt. Aufgrund dessen konnte sich ein Blockadeversuch des Ölriesen Russland und einiger Billigflaggenstaaten nicht durchsetzen, diese und weitere PSSA-Ausweisungen bis auf weiteres generell zu verhindern.

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Schutz von Nord- und Ostsee

Die Forderungen des Umweltrates

Die intensive Nutzung der Meere insbesondere durch die Schifffahrt, zur Rohstoffgewinnung, durch Pipeline- und Leitungsbau sowie für den Tourismus addieren sich inzwischen vielerorts zu massiven Eingriffen in die marinen Lebensräume. Der geplante Aufbau großräumiger Off-shore-Windekraftanlagenparks wird den Nutzungsdruck noch deutlich erhöhen. Hinzu kommen massive Belastungen durch Chemikalien und Nährstoffe aus der Landwirtschaft sowie die Überfischung. Der Umweltrat stellte daher am Dienstag eine Reihe an Forderungen an die Politik. ngo-online dokumentiert diese folgend.

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Gutachten des Umweltrates

Chemikalien und Übernutzung gefährden Nord- und Ostsee massiv

Überfischung, Schadstoffeinträge, Eutrophierung und die intensive Nutzung der Meere durch Schifffahrt, Rohstoffabbau und Tourismus gefährden die Meeresumwelt von Nord- und Ostsee nach wie vor massiv. Ein wirksamer Meeresumweltschutz erfordert einschneidende politische Initiativen und grundlegende Korrekturen insbesondere in der Fischereipolitik, der Agrarpolitik und bei der Chemikalienregulierung. Dies ist die Bilanz des "Sondergutachtens zum Meeresumweltschutz", das der Sachverständigenra für Umweltfragen am Dienstag an Umweltminister Trittin übergeben hat. Zum Schutz der beiden Meere vor giftigen Chemikalien fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) neue Zulassungsverfahren und ein Verbot des Einsatzes gefährlicher Substanzen. Der Umweltverband kritisierte die Haltung der Bundesregierung, die den Eintrag gefährlicher Substanzen weiterhin der Selbstkontrolle der Chemieindustrie überlassen wolle.

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Steuergeld-Verschwendung

Überfischung bringt Verluste von 415 Millionen jährlich

Die Ausbeutung der Fischbestände ist nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch ein Desaster: Allein die Überfischung von Kabeljau in der Nordsee und von Dorsch in der Ostsee hatte im vergangenen Jahr einen Einkommensverlust von über 415 Millionen Euro zur Folge. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des WWF. Die Untersuchung zeigt modellhaft, welche Erträge die Fischer heute hätten und künftig haben könnten, wenn sie in den vergangenen Jahrzehnten nachhaltig gefischt hätten.

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"Zivile" Flugzeuge des Militärs

Umweltüberwachung der Nord- und Ostsee durch die Bundeswehr

Die Bundeswehr versucht auf vielfältige Weise, ihre Akzeptanz in der Bevölkerung zu steigern. Auch wird versucht, die Grenze zwischen militärischen und zivilen Einsätzen zu verwischen. So betreibt die Bundeswehr seit Jahren im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums auch Umweltüberwachung in der Nord- und Ostsee. "Seit die beiden Dornier-Flugzeuge im Einsatz sind, ist die Verschmutzung durch Zivilschiffe deutlich zurückgegangen", sagte Geschwaderkommodore Rainer Kümpel am Dienstag (26. August) bei einem Besuch von Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) im Marinefliegergeschwader 3 "Graf Zeppelin" im niedersächsischen Nordholz. Hier sind die "zivilen" Flugzeuge seit 1994 stationiert.

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Brücke über die Ostsee

Regierung will Fehmarnbelt-Vertrag "baldmöglichst" unterzeichnen

Die Bundesregierung strebt nach eigenen Angaben "baldmöglichst" die Unterzeichnung des Staatsvertrages zwischen Deutschland und Dänemark über den Bau der Fehmarnbelt-Brücke an. Dies habe die Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion im Bundestag geantwortet, teilte die Parlamentspressestelle am Montag (16. Juni) in Berlin mit. Die Verzögerung der Unterzeichnung des bereits für Ende 2007 avisierten Vertrages liege in einer "Reihe inhaltlicher und formaler Abstimmungen" begründet, heißt es.

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Kriegsfolgen und Bundeswehr-Übungen

Seit 1945 mindestens 115 tödliche Munitionsunfälle in der Nordsee

Im Bereich der Nordsee zwischen Emden und der Insel Sylt sollen seit 1945 mindestens 115 Menschen bei Munitionsunfällen ums Leben gekommen sein. Mindestens 35 Menschen seien teilweise schwer verletzt worden, sagte der Meeresbiologen Stefan Nehring am 1. April in Koblenz. Bereits Ende 2007 hatte der Meeresbiologe eine entsprechende Untersuchung zu Munitionsaltlasten in der Ostsee vorgelegt. In einer Gesamtbilanz der Munitionsunfälle in der deutschen Nord- und Ostsee kommt Nehring auf mindestens 581 Opfer, davon 283 Todesfälle. Zudem geht er von einer hohen Dunkelziffer aus, weil munitionsbedingte Verletzungen von Sporttauchern oder Phosphorunfälle in der Fischerei nicht ausreichend dokumentiert würden. Auch Übungen der Bundeswehr sind offenbar für tödliche Unfälle verantwortlich.

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Kriegsspiele

Marine-Manöverserie "Northern Coasts" beginnt

Rund 2000 Soldaten auf 40 Schiffen aus acht Ländern sind am Montag von Kiel aus zu einem Manöver in See gestochen. Die Übung "Northern Coasts" ist nach Marine-Angaben der Beginn einer Reihe von Übungen in der Ostsee. Sie soll künftig einmal im Jahr stattfinden. Seit Montag proben die Soldaten in der Ostsee einen Kriseneinsatz während eines zwischenstaatlichen Konflikts im Rahmen eines UN-Mandats. Unterstützt werden die Marineeinheiten aus der Luft und von Land.

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"Heringsbestände bedroht"

Verheerende Auswirkungen des Kraftwerksbaus Lubmin befürchtet

Das geplante Steinkohlekraftwerk in Lubmin könnte einer Studie zufolge verheerende Folgen für das Ökosystem an der Boddenküste haben. So führe allein das Einleiten von Kühlwasser zu einem drastischen Rückgang von Fischarten sowie einer Veränderung der Küstenlinie, wie die Rostocker "Ostseezeitung" aus der Studie des Biologen Günther Vater zitiert.

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Marine, Dresdner Bank & Deutsches Reich

Heiligendamm wird offenbar Fall für Jewish Claims Conference

Die Geschichte des G8-Tagungsortes Heiligendamm beschäftigt die Jewish Claims Conference. Wie die "Welt am Sonntag" berichtete, prüft die Organisation, ob es Ansprüche aus dem Erbe eines jüdischen Vorbesitzers des Ostseebades gibt. Seit Donnerstag lägen dazu umfangreiche Akten bei der Claims Conference in Frankfurt am Main.

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G8-Kritik

NPD-Anhänger zogen durchs Brandenburger Tor

Nach dem Verbot einer NPD-Demonstration in Schwerin gegen den G8-Gipfel sind Anhänger der rechten Partei am 2. Juni nach Berlin und in weitere Bundesländer ausgewichen. Wie ein Polizeisprecher in der Hauptstadt sagte, zogen am Vormittag etwa 100 Angehörige der rechten Szene bei einer unangemeldeten Demonstration durch das Brandenburger Tor. Laut Polizei zogen die Neonazis mit Plakaten und NPD-Fahnen durchs Brandenburger Tor. Dabei riefen sie Parolen gegen den G8-Gipfel im Ostseebad Heiligendamm. Dem Sprecher zufolge konnten die etwa zehn anwesenden Polizisten einen Durchmarsch nicht verhindern.

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"Mildere Mittel"

Versammlungsverbot für G8-Sternmarsch gekippt

Die G8-Kritiker konnten einen ersten juristischen Erfolg verzeichnen. Das Schweriner Verwaltungsgericht kippte am 25. Mai teilweise das von der Rostocker Polizei großräumig verhängte Versammlungsverbot um den G8-Tagungsort. Damit kann zumindest der für den 7. Juni geplante Sternmarsch auf Heiligendamm stattfinden, der bis auf 200 Meter an den Sperrzaun herankommen soll. In dem Ostseebad wollen vom 6. bis 8. Juni die Spitzen der sieben führenden Industrienationen und Russlands (G8) ihre Jahrestagung abhalten.

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"Willkürlich"

Linke Demonstration vor der Bundesanwaltschaft angekündigt

Ein Bündnis aus mehreren linken Gruppen will am Samstag vor der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe gegen die bundesweiten Razzien bei G8-Gegnern demonstrieren. Unter dem Motto "Jetzt erst recht" solle gegen "Repression und die Kriminalisierung" des Protests gegen den G8-Gipfel im Juni im Ostseebad Heiligendamm demonstriert werden, teilten die Veranstalter am Dienstag mit. Die Großrazzia der Bundesanwaltschaft sei "willkürlich" gewesen. "Trotz des riesigen Aufwands bei den Durchsuchungen kann die Bundesanwaltschaft bisher keine Erfolge vorweisen", sagte Martina Groß, Sprecherin der Demonstrations-Veranstalter.

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Steigendes Frachtaufkommen

Umweltverbände fordern Schadstoffgrenzen für Ostseeverkehr

Vor dem Hintergrund drastisch steigender Schiffsbewegungen auf der Ostsee haben Umweltschützer Schadstoffgrenzen für die Schifffahrt gefordert. Analog zur Autoindustrie müsse es auch für Reedereien Vorschriften geben, saubere Treibstoffe für ihre Schiffe zu verwenden, sagte BUND-Verkehrsexperte Werner Reh am Freitag in Rostock am Rande einer Ostsee-Tagung von Umweltorganisationen. Laut Schätzungen von Experten übersteige ansonsten die Schadstoffbelastung allein durch den Ostseeverkehr im Jahr 2020 die Emissionen der Anrainerstaaten.

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Über tausend Soldaten

GSG 9 bereitet sich auf G8-Gipfel in Heiligendamm vor

Die Anti-Terror-Einheit GSG 9 bereitet sich auf ihren Einsatz beim G8-Gipfel in Heiligendamm vor. Das teilte der Staatssekretär im Bundesinnenministerium, August Hanning, bei einer Übung der Spezialeinheit am Freitag auf ihrem Stationierungsort in Sankt Augustin bei Bonn mit. In dem Ostseebad bei Rostock treffen sich vom 6. bis 8. Juni die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrienationen und Russlands. Es werden an die 100.000 Demonstranten erwartet. Es wird mit 12.000 Polizisten das größte Polizeiaufgebot in der Geschichte der Bundesrepublik geben. Des weiteren sollen mehr als tausend Soldaten eingesetzt werden.

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Ostsee

US-Kriegsschiffe bewachen angeblich G8-Gipfel in Heiligendamm

Zum Schutz des G8-Gipfels in Heiligendamm sollen auch zwei US-Kriegsschiffe vor dem Seebad kreuzen. Ein Zerstörer der "Arleigh-Burke-Klasse" und ein Kreuzer der "Ticonderoga-Klasse" sollen bis Anfang Juni in die Ostsee verlegt werden und die seeseitige Absicherung des Treffens übernehmen, wie die Rostocker "Ostseezeitung" unter Berufung auf das Wehrbereichskommando Nord in Kiel berichtet. Offiziell nähmen beide Schiffe, die mit jeweils knapp 370 Mann Besatzung fahren, an einem internationalen Manöver in der Ostsee teil.

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Ostsee-Pipeline & Preußische Treuhand

Polnischer Regierungsbeauftragter kritisiert deutsche Politik

Unmittelbar vor dem Polen-Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kommt aus Warschau heftige Kritik an der deutschen Politik gegenüber dem Nachbarland. Auf deutscher Seite gebe es "eine zu geringe Kenntnis des polnischen Partners", sagte Mariusz Muszynski, der neue Beauftragte für die polnisch-deutschen Beziehungen, der "Berliner Zeitung". Muszynski kritisierte, "dass wir es gerade auf der deutschen Seite mit einer nationalen, in ihrem Wesen egoistischen und dadurch Polen nicht gerade freundlich gesinnten Politik zu tun haben". Als Beispiel nannte er das deutsche Vorgehen bei der geplanten deutsch-russischen Gaspipeline durch die Ostsee.

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Finanzierung offen

Entscheidung über Fehmarnbelt-Brücke vertagt

Die Entscheidung über Europas derzeit größtes Brückenbauprojekt zwischen der Ostseeinsel Fehmarn und dem dänischen Lolland verzögert sich. Vor der Entscheidung über das 5,5-Milliarden-Euro-Projekt müsse in Dänemark noch über die Finanzierung beraten werden, sagte der dänische Verkehrsminister Flemming Hansen nach einem Treffen mit Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) am Dienstag in Berlin. Tiefensee und der schleswig-holsteinische Verkehrsminister Dietrich Austermann (CDU) unterbreiteten dem Dänen einen Finanzierungsvorschlag. "Wir wollen das Projekt", sagte Austermann.

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Ostsee-Brücke

Naturschützer fordern Verzicht auf Beltquerung

Bild: ngo-onlineDeutsche und dänische Naturschützer rufen zum Verzicht auf die geplante Beltquerung zwischen Fehmarn und dem dänischen Lolland auf. Vor einem für Dienstag in Berlin geplanten Treffen der Verkehrsminister beider Länder, Wolfgang Tiefensee (SPD) und Flemming Hansen, äußerten Naturschutzbund Deutschland (NABU) und Danmarks Naturfredningsforening (DN) in einem gemeinsamen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) schwere ökologische wie ökonomische Bedenken gegen die Ostsee-Brücke.

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Fehmarnbelt-Querung

Naturschützer gegen neue Ostseebrücke

Anlässlich des Kopenhagen-Besuchs von Bundeskanzlerin Angela Merkel hat der Naturschutzbund NABU "vor den negativen Folgen für Millionen Zugvögel und dem Tourismus gewarnt, die mit dem Bau einer festen Fehmarnbelt-Querung verbunden wären". Der Bau einer 20 Kilometer langen und 280 Meter hohen "Riesenbrücke" über die Ostsee "mitten in die Vogelfluglinie hinein" gefährdet nach Auffassung von NABU-Präsident Olaf Tschimpke Millionen Zugvögel und bedeute auch das Aus für Fehmarn als Reiseziel für Naturliebhaber. Es sei nicht einzusehen, dass für ein "reines Prestigeprojekt" einer Landesregierung Milliarden Steuergelder zum Fenster hinausgeworfen werden sollten. Die Kieler Landesregierung habe sich mit großer Mehrheit für den Bau der Brücke ausgesprochen. Das rund fünf Milliarden schwere Projekt könne aber nur mit Hilfe von Staatsbürgschaften finanziert werden.

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Planungsbeschleunigungsgesetz

Netzbetreiber müssen Anschluss der Off-Shore-Windparks bezahlen

Die Bundesregierung setzt gemeinsam mit großen Energiekonzernen verstärkt auf große Off-Shore-Windparks in der Nord- und Ostsee anstelle von dezentralen Windkraftanlagen im Binnenland. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hatte unlängst sogar angekündigt, die Zahl der Windkraftanlagen im Binnenland, die häufig kleineren Betreibergemeinschaften gehören, künftig wieder reduzieren zu wollen. Differenzen gibt es nur darüber, wer die Netzanschlusskosten für die Windparks im Meer tragen soll. Der Bundesrat stimmte am Freitag trotz des Widerstandes einiger Länder dem Planungsbeschleunigungsgesetz des Bundestages zu, wonach die Netzbetreiber die Kosten übernehmen müssen.

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"Informationsfreiheitsgesetz"

Verbände kritisieren teure Behördenauskünfte in Mecklenburg-Vorpommern

Mehrere Bürgerrechts- und Journalistenorganisationen kritisieren die Gebührenverordnung für das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) in Mecklenburg-Vorpommern. "Höchstsummen von 1.000 Euro und mehr für die Freigabe einer Information sind aberwitzig. Kaum ist die Informationsfreiheit an der Ostsee Realität geworden, wird sie auch schon wieder in Frage gestellt", kritisiert der Bundesvorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes, Michael Konken, die nun veröffentlichte Kostenverordnung. Das Informationsfreiheitsgesetz in Mecklenburg-Vorpommern war am 29. Juli in Kraft getreten. Informationsfreiheitsgesetze räumen Bürgern und Journalisten umfangreiche Auskunfts- und Akteneinsichtsrechte gegenüber Behörden ein. Die Gebührenverordnung in Mecklenburg-Vorpommern sehe vor, "dass Behörden bei umfangreichem oder außergewöhnlichem Aufwand zwischen 50 und 1.000 Euro Gebühren für Auskunft, Herausgabe von Kopien oder Akteneinsicht verlangen können - sind verschiedene Handlungen nötig, auch mehrfach nebeneinander".

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Meeresumwelt

Schwedische Behörden stoppen anscheinend Giftmüllbergung in der Ostsee

Vor 50 Jahren waren schwedische Industrieabfälle in der Ostsee versenkt worden, die jetzt gehoben werden sollen. Das Schwedische Geologische Institut (SGU) hat nach Informationen des World Wide Fund for nature (WWF) inzwischen 3500 Fässer mit giftigem Quecksilber im Meer vor der Industriestadt Sundsvall gefunden. Nach neusten Informationen werde die Suchfahrt jedoch wegen Geldmangel nicht weitergeführt. Dabei hätten die vier Fässer, die bereits geborgen und untersucht wurden, Risse und Löcher. Der Beton, mit dem die Quecksilbersalze vermischt seien, habe sich bereits teilweise im Wasser gelöst. "Trotz des Wissens um die Gefahren, riskieren die schwedischen Behörden eine Vergiftung der Meeresumwelt", sagte WWF-Experte Jochen Lamp. "Es ist unverantwortlich, dass die Untersuchungen jetzt abgebrochen werden. Zurzeit sind die Wetterbedingungen für eine Untersuchung und auch eine Bergung ideal, Stürme im Herbst und Winter können ein späteres Handeln unmöglich machen", so Lamp.

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Meeresschutz

Ökosystem Ostsee soll durch Hitze und Intensivlandwirtschaft gefährdet sein

Mit dem Jahrhundertsommer drohen der Ostsee dramatische Folgen bis hin zum Kollaps ganzer Ökosysteme, warnt die Deutsche Umwelthilfe (DUH). Das kränkelnde Brackwassermeer leide immer noch unter der anhaltenden Intensivlandwirtschaft seiner Anrainerstaaten. Infolge lang andauernder Hitze und Sonneneinstrahlung entwickelten sich vielerorts explosionsartig giftige Blaualgen, die wiederum in einer Art biologischer Kettenreaktion die Ostsee-Fauna bedrohten, so die Deutsche Umwelthilfe und die Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere (GSM). Die Organisationen fordern, die Bemühungen um eine EU-weite Agrarreform weg von Intensivlandwirtschaft, Massenproduktion und Überdüngung zu verstärken. DUH-Bundesgeschäftsführer Jörg Dürr-Pucher: "Für eine europäische Agrarreform gibt es viele gute Gründe: Algenpest und Quallenplage in der Ostsee sind einer, der viel zu oft verdrängt wird."

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"Überfischt"

EU-Plan zur Wiederauffüllung der Dorschbestände in der Ostsee

Die Europäische Kommission hat am Montag einen Vorschlag für einen Mehrjahresplan für die Bewirtschaftung der beiden Dorschbestände in der Ostsee beschlossen. In der Ostsee gibt es laut EU zwei unterschiedliche Dorschbestände, die von denselben Flotten befischt würden, häufig im Zuge einer einzigen Ausfahrt zur See. Wissenschaftler wiesen schon seit langem darauf hin, "dass der östliche Bestand so weit überfischt ist, dass er vom Zusammenbruch bedroht ist, und der westliche Bestand – auch wenn er sich in etwas besserem Zustand befindet – so stark befischt wird, dass die Erträge deutlich unter dem langfristig möglichen Niveau liegen". Darüber hinaus gebe es ein chronisches Problem mit zu niedrig angesetzten Meldungen der Fangmengen. Ziel des Plans sei es, die fischereiliche Sterblichkeit bei den beiden Beständen "langsam aber sicher" auf das Niveau zu verringern, das von Wissenschaftlern im Hinblick auf die langfristige Gewährleistung stabiler Fangmöglichkeiten und hoher Erträge empfohlen werde.

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Ostsee-Pipeline

WWF hält Baubeginn der Ostseegasleitung ab 2008 für unhaltbar

Der für 2008 angestrebte Baubeginn für die Ostsee-Pipeline ist nach Ansicht des WWF "unrealistisch". Die Umweltstiftung forderte am Mittwoch auf der Landespressekonferenz in Schwerin einen "umfassenden Öko-TÜV" für die 1.200 Kilometer langen Röhren, die Deutschland und Europa in Zukunft mit russischem Erdgas versorgen soll. Der WWF präsentierte eine Studie mit "ökologischen Maßstäben" für den Pipelinebau in der Ostsee. "Der angekündigte Baubeginn 2008 lässt sich nur halten, wenn die gängigen deutschen und europäischen Umweltstandards missachtet werden. Ein Parforceritt auf Kosten der empfindlichen Ostsee ist nicht akzeptabel", sagte Jochen Lamp vom WWF. "Wenn die Umwelt zu ihrem Recht kommen soll, kann der Bau kaum vor 2010 beginnen."

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"Nachgelagerte Bestechung"

Bundestag debattierte Wechsel von Regierungsmitgliedern in die Privatwirtschaft

Angesichts des Engagements ehemaliger Regierungsmitglieder in Aufsichtsräten großer Unternehmen fordert die Opposition einen Verhaltenskodex für ausgeschiedene Minister. Der schnelle Wechsel in die Industrie sei "eine Form der nachgelagerten Bestechung", sagte Linksfraktionsvize Gesine Lötzsch am vergangenen Donnerstag in der Bundestagsdebatte zu den entsprechenden Anträgen von FDP, Linksfraktion und Grünen. Das Motto "Erst regieren, dann kassieren" dürfe nicht weiter Schule machen. Hintergrund ist unter anderem die Übernahme des Aufsichtsratsvorsitzes beim Konsortium zum Bau der Ostsee-Pipeline durch Alt-Kanzler Gerhard Schröder (SPD). Noch zum Ende seiner Amtszeit wurde von der Bundesregierung über eine Kreditbürgschaft für Gasprom entschieden. Ein anderes Beispiel war der Wechsel von Finanzstaatssekretär Cajo Koch-Weser als Vice Chairman zur Deutschen Bank. Vorher war er in der Bundesregierung für die Bankenaufsicht zuständig. Er war an der Abwicklung eines Schuldendeals beteiligt, in den auch die Deutsche Bank involviert war.

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Polen beruhigen

Merkel unterstützt Ostsee-Gaspipeline von Schröder, Gazprom, BASF und E.On

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel versucht Polen im Zusammenhang mit dem Bau der Ostsee-Gaspipeline zu beruhigen. Diese Pipeline von Russland nach Deutschland sei "ein Projekt von europäischer Dimension", das sich gegen niemanden richte, sagte Merkel nach Angaben des Bundespresseamtes am Dienstag bei einem Treffen mit dem polnischen Regierungschef Kazimierz Marcinkiewicz in Berlin. In Warschau war dieses Vorhaben, das die Bedeutung der bereits vorhandenen Pipeline durch Polen deutlich zurückstufen wird, auf massive Bedenken gestoßen. An der Ostseepipeline-Gesellschaft NEGPC sind der russische Energiekonzern Gasprom mit 51 Prozent und die deutschen Unternehmen BASF und E.ON mit jeweils 24,5 Prozent beteiligt. Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte das Projekt unterstützt und war später von den Konzernen in den Aufsichtsrat der NEGPC berufen worden.

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Umgehung Polens

Kaczynski kritisiert geplante Ostsee-Pipeline

Die geplante Gas-Pipeline durch die Ostsee stößt beim polnischen Präsidenten Lech Kaczynski weiter auf scharfe Kritik. Für diese Pipeline gebe es keine ökonomischen Gründe, sagte Kaczynski dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". "Wir sind Verbündete Deutschlands, gemeinsam in der NATO und der EU - warum also diese Pipeline um die Grenzen Polens herum", fügte das polnische Staatsoberhaupt hinzu. Seine Gespräche mit Bundeskanzlerin Angela Merkel seien zu diesem Thema bisher "nicht befriedigend für Polen" verlaufen.

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Tausende verölte Vögel

Aktionsplan zur Bekämpfung von Ölverseuchungen in der Ostsee gefordert

Mehrere tausend Vögel, darunter Möwen, Schwäne und Eisenten, verenden nach Angaben des WWF in Folge eines Ölaustritts im Finnischen Meerbusen. Schätzungsweise 20 Tonnen Öl seien vor der Küste Estlands ausgetreten. Die Naturschützer kritisierten, die Ostsee-Staaten verfügten noch immer nicht über die nötige Notfall-Ausrüstung und Aktionspläne zur Bekämpfung von Ölverseuchungen. Angesichts des enormen Schiffsverkehrs sei auch eine Notfall-Einheit zur Rettung ölverseuchter Vögel nötig.

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Planungssicherheit

"Eignungsgebiete" für Offshore-Windkraft in Nord- und Ostsee festgelegt

Die Bundesregierung möchte künftig vor allem den Bau von Windenergieanlagen in der Nord- und Ostsee vorantreiben. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat jetzt "besondere Eignungsgebiete" für Windkraftwerke in den beiden Meeren festgelegt. Die im Gemeinsamen Ministerialblatt veröffentlichten Gebiete befinden sich den Angaben zufolge in der so genannten "ausschliesslichen Wirtschaftszone" (AWZ), also im Bereich jenseits der 12-Seemeilen-Hoheitszone bis zu einer Entfernung von 200 Seemeilen von der Küste. Für Bundesumweltminister Sigmar Gabriel ist das "ein wichtiger Schritt für eine geordnete Entwicklung der Windkraftnutzung auf dem Meer".

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1,86 Milliarden

Ostseeautobahn A 20 fertiggestellt

Das bedeutendste "Verkehrsprojekt Deutsche Einheit" ist fertiggestellt: Die neue Ostseeautobahn misst 323,2 Kilometer. Sie ist Bestandteil des transeuropäischen Straßennetzes und verbindet nunmehr Lübeck und Stettin (Szecin). Bundeskanzlerin Angela Merkel drückze als Bewohnerin von Mecklenburg-Vorpommern ihre Freude darüber aus, das Projekt einweihen zu können. Es sei eine "Schlagader für mehr wirtschaftliche Kraft" und "eine Lebensader des Nordens". Der Bau und der Grunderwerb der Autobahn haben nach Angaben der Bundesregierung insgesamt 1,86 Milliarden Euro gekostet.

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Putins Wahlgeschenk

Ökologische Folgen der Erdgasleitung durch die Ostsee

Das beim Besuch des russischen Präsidenten Putin in Berlin am Donnerstag vorzeitig unterzeichnete Abkommen über den Bau einer direkten Erdgasleitung von Russland nach Deutschland durch die Ostsee hat Kritik hervorgerufen. Während sich insbesondere Polen, aber auch die baltischen Staaten, übergangen fühlen, fragen Umweltforscher nach den ökologischen Folgen des Projektes.

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Golfplatz-Erweiterung

Millionenausgaben für G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm

Der Bund und Mecklenburg-Vorpommern wollen den für 2007 im Ostseebad Heiligendamm geplanten G8-Gipfel der führenden Industrienationen mit einem umfangreichen "Förderprogramm" vorbereiten. Laut "Focus" werde unter anderem über Zuschüsse für 116,2 Millionen Euro teuren Investitionen in einen Hotelkomplex der Kölner Fundus-Gruppe beraten. Vorgesehen seien sechs Millionen für den Hotelausbau sowie Zuschüsse für die Sanierung von Strandvillen, die 70,5 Millionen Euro kosten sollen, den Bau eines Thalassozentrums für 24,7 Millionen Euro und die Erweiterung des Golfplatzes Wittenbeck.

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Wiederansiedlung

Der Stör kehrt in die Ostsee zurück

Der amerikanische-atlantische Stör kehrt nach Deutschland zurück. 20 geschlechtsreife Fische werden am Mittwoch eingeflogen. Die in deutschen Gewässern als ausgestorbenen geltenden Fische seien in Kanada gefangen worden und in einem Fluss an die Gefangenschaft "gewöhnt worden", melden Bundesamt für Naturschutz und Bundesforschungsministerium. Die aus Kanada eintreffenden Fische sollen die "Keimzelle des Nachzuchtprogramms" zur Wiederansiedlung des Störs in der Ostsee bilden.

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Naturschutz

Keine Windparks in Schutzgebieten in der Ostsee

Bild: Deutsche Bundesstiftung UmweltIn zwei Schutzgebieten in der Ostsee dürfen keine Offshore-Windparks errichtet werden. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) lehnte die Anträge auf Genehmigung zweier Windparks in der "Pommerschen Bucht" und im angrenzenden Gebiet "Adlergrund" ab. Der Naturschutzbund Nabu begrüßte die Entscheidung, die den Weg zu einer naturverträglichen Offshore-Windenergienutzung ebne.

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Offshore-Windkraft

Windenergie in Nord- und Ostsee soll naturgerecht ausgebaut werden

Die Wogen schlugen hoch, als das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH) Ende 2002 den ersten größeren Offshore-Windpark Butendiek westlich von Sylt ausgerechnet im Zentrum eines anstehenden EU-Vogelschutz- und FFH- Gebietes in der Nordsee genehmigte. Zwar hatte die Bundesregierung eine Offshore-Strategie entwickelt, nach der potenzielle Schutzgebiete von Windparks frei gehalten werden sollten, doch nahm sie diese in der Praxis nicht ganz so ernst. Und das BSH als Genehmigungsbehörde verwies oft und bisweilen genüsslich auf die geltende Rechtslage, mit der die Strategie gar nicht vereinbar war.

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Meeresschutz

Lotsen und Doppelhüllentanker sollen Ostsee vor Öllecks schützen

Lange vor Inkrafttreten der ab 2010 geltenden gesetzlichen Vorgaben verbessert BP die Sicherheitsmaßnahmen im Öltransport in der Ostsee erheblich: Schon seit dem Frühjahr 2004 setzt BP dort Lotsen ein. Diese gewährleisten, dass in den engen Fahrwassern der Ostsee das Risiko eines Tankerunfalles minimiert wird. Damit kommt Das Unternehmen Forderungen nach, die Umweltorganisationen wie Greenpeace schon seit Jahren erheben. Außerdem werden in der BP eigenen Flotte weltweit ab Anfang 2005 nur noch Tanker mit Doppelhüllen eingesetzt. Im Falle einer Beschädigung der äußeren Hülle verhindert die innere ein Auslaufen des transportierten Produktes.

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Tanker-Kollision

WWF fordert Schutzmaßnahmen für Ostsee

Bild: WWFNach der erneuten Havarie eines Öltankers in der Ostsee hat die Umweltschutzorganisation WWF umfassende Schutzmaßnahmen für das Meer gefordert. Der norwegische Öltanker "Bergitta" war am Sonntagabend im Großen Belt zwischen den dänischen Inseln Fünen und Seeland mit 100 000 Tonnen Rohöl an Bord mit einem Containerschiff kollidiert. Die Ostsee-Anrainerstaaten müssten die Tagesordnung für ihr Treffen am Dienstag erweitern und schnellstmöglich umfassende Schutzmaßnahmen für die Ostsee verabschieden.

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Beifang

Umweltschützer fordern stärkeren Schutz für Nord- und Ostsee

Die Umweltorganisation Greenpeace hat die Europäische Union dazu aufgefordert, die "Plünderung der Meere" zu stopppen. Rund 1.000 Grundschleppnetze durchpflügten und zerstörten mit ihren schweren Eisenketten regelmässig den Meeresboden der Nordsee, so der Vorwurf. Greenpeace wendet sich mit einer Protestaktion an europäische Wissenschaftler und Politiker, die seit Mittwoch beim Umweltrat der Bundesregierung im Wissenschaftszentrum Berlin tagen, um auf EU-Ebene eine politische Strategie zum ganzheitlichen Meeresschutz zu erarbeiten. "Zu jeder servierten Seezunge oder Scholle müssten neun weitere Teller mit Meerestieren serviert werden, die vollkommen sinnlos als Beifang gestorben sind", sagt Thomas Henningsen, Meeresexperte von Greenpeace.

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Bedrohte Dorschbestände

Proteste gegen Überfischung der Ostsee

Greenpeace-Schwimmer haben heute im Seegebiet des "Bornholm Tiefs" gegen die weitere Überfischung der Ostsee protestiert. Das "Bornholm Tief" ist das letzte verbliebene Laichgebiet für die vom Aussterben bedrohten Dorschbestände in der Ostsee. Die Region ist Teil der von Greenpeace geforderten großflächigen Schutzgebiete. "Wenn die Fischer in der Ostsee auch morgen noch etwas im Netz haben wollen, brauchen wir dringend große Schutzgebiete", sagt Iris Menn, Meeresbiologin von Greenpeace. So sollten in den Schutzgebieten Fischerei, Öl- und Gasförderung verboten sein. Nur so ließen sich Arten und Lebensräume schützen, und die Fischbestände hätten eine Chance sich zu erholen. Beispiele aus Neuseeland und den USA zeigten, das Schutzgebiete zu einer Erholung der Fischbestände führten und der lokal ansässigen Fischindustrie zum Aufschwung verhelfen würden.

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Naturathlon 2004

Natursport profitiert vom Naturschutz

Auf seinem Weg von den Alpen zur Ostsee kommt der Naturathlon 2004 am 23.9. nach Hessen, genauer: Weilburg. Unter dem Motto "Natur bewegt" wirbt die Aktion des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) für eine naturverträgliche Sportausübung. Der Naturschutzbund NABU beteiligt sich und appelliert an alle Natursportler, die Fairness-Regeln gegenüber der Natur zu respektieren. "Wenn Sportler bei ihren Aktivitäten als wichtigsten Grundsatz beherzigen, dass die Natur durch den Sport keinen Schaden nehmen darf, kann ein langfristiger Gewinn für alle Interessen dabei herausspringen", sagte der Vorsitzende des NABU Hessen, Prof. Rüdiger Wagner.

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Ostsee

Umweltschützer weiten Kampagne zum Meeresschutz aus

Das neue Greenpeace-Schiff "Beluga II" ist zu seiner ersten Kontrollfahrt in der Ostsee eingetroffen. Vom südschwedischen Simrishamn aus wird die "Beluga II" in den kommenden drei Wochen die zentrale Ostsee befahren und Umweltgefahren dokumentieren. Die Beluga II unterstützt damit das Greenpeace-Flaggschiff "Esperanza", das seit acht Wochen in der Nordsee aktiv ist.

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Meeresschutz

Forscher wollen mit neuen Netzen und Signaltechnik Schweinswale retten

Jahr für Jahr ertrinken weltweit 300.000 Meeressäugetiere in Stellnetzen, die zum Fischfang entlang der Küsten aufgestellt werden. Es verenden besonders viele Schweinswale, die es auch in Nord- und Ostsee gibt. Allein in der Nordsee rechnet man mit 7.000 toten Schweinswalen pro Jahr. Zwei Kieler Meeresbiologen arbeiten daran, dieses verheerende Massaker zu vermindern. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH), die Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere (GSM) und T-Mobile unterstützen das Projekt.

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Fischereipolitik

"Leben ist kein Abfall" - Tote Meerestiere werben für Schutzgebiete

Bild: WWFMit mehreren tausend toten Meerestieren protestierten Greenpeace-Aktivisten am Dienstag auf dem Marienplatz in München gegen die derzeitige Fischereipolitik und für die Einrichtung von Meeresschutzgebieten in Nord- und Ostsee. Die Umweltschützer präsentierten die toten Tiere auf Tischen vor dem Rathaus, unter einem Banner mit der Aufschrift: "Leben ist kein Abfall". Die Demonstration in München ist Teil der Meeresschutz-Kampagne, an der insgesamt sechs europäische Greenpeace-Büros beteiligt sind.

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Greenpeace setzt internationale Kampagne fort

"Esperanza" will Doggerbank vor Überfischung schützen

Gegen die Zerstörung der ehemals artenreichen Doggerbank in der Nordsee haben Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace heute vor einem Fischkutter protestiert. Von drei Schlauchbooten aus sprangen fünf Umweltschützer vor dem rund 40 Meter langen und unter britischer Flagge fahrenden Kutter "Johannes Calvijn" ins Wasser. Mit Bojen demonstrieren die fünf Aktivisten gegen das Ausbringen der tonnenschweren Grundschleppnetze. Mit der Aktion setzt Greenpeace seine internationale Kampagne zum Schutz von Nord- und Ostsee fort. Erst gestern hatten die Umweltschützer vor dem Brandenburger Tor in Berlin 11.000 tote Meerestiere präsentiert, die in der vergangenen Woche von einem belgischen Kutter in der Nordsee als ungewollter Beifang nach zwei Stunden Fischerei tot aussortiert worden waren.

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11.000 tote Meerestiere vor dem Brandenburger Tor

Greenpeace protestiert gegen Fischereipolitik

Für die Einrichtung von Schutzgebieten in der Nord-und Ostsee protestieren 25 Greenpeace-Aktivisten seit heute Vormittag mit rund 11.000 toten Meerestieren vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Die Umweltschützer präsentieren die Tiere auf einem 100 Meter langen Tisch, auf einem Banner steht: "Leben ist kein Abfall". Die toten Meerestiere waren in der vergangenen Woche von einem einzigen Fischkutter nach zwei Stunden Fangzeit in der Nordsee als Abfall aussortiert worden. Aktivisten an Bord des Greenpeace-Schiffes "Esperanza" hatten daraufhin den sogenannten Beifang, der bis zu über 90 Prozent eines Fanges ausmachen kann, eingesammelt und dokumentiert. Greenpeace fordert, 40 Prozent von Nord- und Ostsee unter Schutz zu stellen.

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16. Mai 2004

Tag zum Schutz des Ostsee-Schweinswals

Bild: Hapag Lloyd/Deutsche Bundesstiftung UmweltDem Schweinswal in der Ostsee ist jeder dritte Sonntag im Mai gewidmet: Doch der Ehrentag ist kein Tag zum Feiern. Der Kleine Tümmler, wie der etwa 1,60 m lange schwarz-weiße Wal mit der stumpfen Schnauze auch heißt, ist in der Ostsee vom Aussterben bedroht. In der östlichen und zentralen Ostsee leben nach neuen Hochrechnungen nur noch 100 Schweinswale, in der westlichen Ostsee etwa 800. Etwas besser geht es dem Wal in Kattegat und Beltsee. Doch auch hier sterben mehr Tiere, als geboren werden.

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Verursacher weiter unbekannt

Ölfilm vor Rügen verflüchtigt

Der großflächige Dieselölfilm auf der Ostsee nordöstlich der Insel Rügen hat sich offenbar verflüchtigt. Die Besatzung eines Überwachungsflugzeuges bestätigte am Mittwoch, dass es keine Spur mehr von der am Vortag entdeckten Umweltverschmutzung gebe. Daraufhin wurde ein im Seegebiet patrouillierendes Gewässerschutzschiff aus dem Bereich abgezogen, wie ein Sprecher des Havariekommandos Cuxhaven sagte. Die Suche nach dem Verursacher werde aber fortgesetzt.

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Bundesumweltministerium

Dioxin-Belastung von Ostsee-Fisch seit langem bekannt

Die Dioxinbelastung von Lachsen aus Teilen der Ostsee ist deutschen Behörden bereits seit Jahren bekannt. Besonders Fische aus der östlichen Ostsee wiesen mit großer Wahrscheinlichkeit einen hohen Gehalt an Dioxinen auf, sagte die zuständige Referentin des Bundesumweltministeriums, Christa Solbach, am Donnerstag. Hiervon hätten auch die für die Lebensmittelüberwachung zuständigen Bundesländer bereits seit Jahren Kenntnis.

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Warnung vor Verzehr

Ostsee-Lachse mit Dioxin verseucht

Umweltschützer warnen vor dem Verzehr von Lachsen aus der Ostsee. Der Dioxingehalt der Fische liege um bis zu 60 Prozent über dem EU-weit erlaubten Grenzwert, sagte die Sprecherin der Aktionskonferenz Nordsee, Nadja Ziebarth, am Mittwoch in Bremen unter Berufung auf entsprechende Untersuchungen. In Dänemark sei bereits seit Anfang April die Anlandung von Lachsen aus der Ostsee verboten. Das Lachsfangverbot für dänische Fischer schließt die gesamte Ostsee ein.

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Königstuhl

Multimedia-Nationalparkzentrum auf Rügen eröffnet

An Rügens berühmtem Königstuhl ist am Donnerstag ein europaweit einzigartiges Nationalpark-Besucherzentrum eröffnet worden. Herzstück des in einem ehemaligen Armeeobjekt errichteten Zentrums ist eine interaktive Multimedia-Installation. Mit ihrer Hilfe können sich die Besucher in einem "Zeitlift" in die Urgewässer der Ostsee zur Kreidezeit vor 65 Millionen Jahren mit bis zu fünf Meter langen Plesiosauriern oder in die spätere Eiszeit versetzen lassen.

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Tierschutz

EU-Parlament spricht sich für Maßnahmen zum Delfin- und Walschutz aus

Die WDCS, Whale and Dolphin Conservation Society, und Greenpeace begrüßen die heutige Zustimmung des Europäischen Parlaments zu einem Verordnungsentwurf, der den Schutz von Kleinwalen in EU Gewässern wesentlich verbessert. Danach soll die Treibnetzfischerei in der Ostsee verboten werden. Mit akustischen Scheuchvorrichtungen (Pingern) sollen die Tiere von den Netzen abgehalten werden. Zudem soll die Zahl der Beobachter auf Fischerbooten erhöht werden. Damit unterstützt das EU-Parlament den von der EU-Kommission im Juli 2003 präsentierten Vorschlag, mit dem der unbeabsichtigte Fang von Walen und Delfinen im Nordostatlantik reduziert werden soll und fordert darüber hinausgehende Maßnahmen.

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Lebensraum zerstört

Kiesabbau bedroht Meerestiere

Umweltschützer warnen für einer neuen Gefahr für das Leben im Meer: Kiesabbau. Maschinen saugten in deutschen Gewässern der Nord- und Ostsee jährlich über drei Millionen Kubikmeter Sand und Kies vom Meeresboden. Damit würden wertvoller Lebensraum zahlreicher Arten weit über die Abbauflächen hinaus vernichtet werden. Umweltverbände befürchten, dass sich der Meeresgrund von diesem Raubbau nicht mehr erholt und das Ökosystem Meer darunter leidet, da der Kie eine Reinigungswirkung für das Ökosystem hat. "Wollten wir diese Reinigungswirkung mit Maschinen erzielen, müssten wir jährlich 500 Millionen Euro aufwenden.", so Gisbert Jäger vom Umweltschutzverband Hohe Tied.

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Ohne Doppelhülle

Unfall mit Öl-Tankern jederzeit möglich

Auch ein Jahr nach dem Untergang des Öl-Tankers "Prestige" vor der spanischen Küste kann es an deutschen Küsten jederzeit zu einem ähnlichen Unfall durch zu alte Tanker ohne Doppelhülle kommen. Dies ist das Ergebnis einer zweitägigen Beobachtung des Schiffsverkehrs in der stark befahrenen Kadetrinne (Ostsee), die Greenpeace vergangene Woche durchgeführt hat. "Die Politik hat bisher überhaupt nichts gegen die Gefährdung durch Einhüllentanker unter 5000 Tonnen Tragfähigkeit wie die Arctic Swan unternommen", erklärt Greenpeace-Schifffahrtsexperte Christian Bussau. Die Umweltorganisation fordert ein weltweites Verbot von Tankern, die über zwanzig Jahre alt sind und keine Doppelhülle haben. Für die gefährliche Kadetrinne brauche es zudem eine Lotsenpflicht.

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Auch Tropenfische dank Klimawandel

Forscher finden viele Fischarten in der Ostsee

Die deutsche Ostsee ist entgegen landläufiger Meinungen ein vergleichsweise fischartenreiches Meer. Darauf verwies am Donnerstag Wissenschaftler des Meeresmuseums Stralsund und der Universität Rostock nach drei Forschungsfangreisen in Seegebieten vor Mecklenburg-Vorpommern. Während der neuntägigen Untersuchungen des neuen Spezialschiffs "Strelasund" seien 28 Fischarten nachgewiesen worden, sagte Meeresbiologe Ralf Thiel in Stralsund.

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Baltic 21

Treffen der Ostsee-Anrainerstaaten in Stralsund

Am 23. und 24. Oktober 2003 treffen sich Vertreter staatlicher und nichtstaatlicher Organisationen aus den Ostseeanrainerstaaten. Sie beraten über die Umsetzung von Umweltkooperationen im Ostseeraum, den Stand laufender Projekte und deren Weiterentwicklung. Die Ostseeanrainerstaaten haben sich mit der so genannten Agenda Baltic 21 ein umfangreiches Aktionsprogramm zur ökologisch, wirtschaftlich und sozial verträglichen Entwicklung dieser Region gegeben. Das Umweltbundesamt (UBA) koordiniert im Auftrag des Bundesumweltministeriums (BMU) die deutschen Aktivitäten und unterstützt die Agenda Baltic 21 mit zahlreichen Projekten.

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Meeresschutz

Naturverträgliche Nutzung von Nord- und Ostsee erfordert Schutzgebiete

Der Naturschutzbund NABU hat die gestrigen Ausführungen der CDU-Bundestagsabgeordneten Carstensen und Connemann zum Meeresnaturschutz als unsachlichen Sommerloch-Populismus kritisiert. "Die Ausweisung von Meeresschutzgebieten bedeutet nicht - wie behauptet - Wettbewerbsnachteile, sondern im Gegenteil Planungs- und Investitionssicherheit für die potenziellen Nutzer", so NABU-Bundesgeschäftsführer Gerd Billen. Die geplanten Schutzgebiete wären ein echter Fortschritt und erlaubten eine naturverträgliche und gesellschaftlich akzeptierte Nutzung der Nord- und Ostsee.

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Wasserschutz

Algenpest durch Hitze und Überdüngung gefährdet die kränkelnde Ostsee

Baden in der Ostsee ist unangenehm, vielleicht auch gefährlich geworden. Die Behörden von Großenbrode und Heiligenhafen haben Anfang August ein Badeverbot verhängt. Der Grund: Algenblüte durch Cyanobakterien, auch Blaualgen genannt. Sie haben sich explosionsartig vermehrt und können giftig sein. Die Algen profitieren vom üppigen Sonnenlicht und den Nährstoffen, die ihnen vor allem die Landwirtschaft liefert. Während Nitrate und Phosphate von Natur aus sogenannte Minimumstoffe sind, die das Algenwachstum einst begrenzten, sorgen die Düngemittel der modernen Landwirtschaft mit ihrer Massenproduktion für "Eutrophierung" oder Überdüngung - in fast allen Gewässern.

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Ölpest

Einhüllentanker bereits ab 2005 auf dem Trockenen

Die Internationale Schifffahrtsorganisation (IMO) hat am Wochenende beschlossen, die gefährlichsten Einhüllentanker bereits im Jahr 2005 aus dem Verkehr zu ziehen, anstatt wie bisher geplant ab 2007. Das berichtet die Umweltschutzorganisation WWF. Ein Erfolg sei dies vor allem für die Ostsee, die mit besonders schwierig befahrbaren Strecken, wie zum Beispiel der Kadetrinne, die einer ständigen Gefahr von Ölkatastrophen durch die Tanker ausgesetzt sei. Im Rahmen der EU-Osterweiterung werde gerade von Seiten der Baltischen Staaten der Schiffsverkehr auf der Ostsee stark zunehmen. Damit steige das Risiko für Unfälle in den nächsten Jahren noch rapide an.

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Umweltministerkonferenz

Ostsee weiter ungeschützt

Als Misserfolg für die Meeresumwelt bewertet er WWF die Entscheidungen der Umweltministerkonferenz zum Schutz von Nordostatlantik und Ostsee, die am Donnerstag in Bremen zu Ende ging. Die Umweltministerhätten auf Grund des russischen Vetos die Chance verpasst, die Ostsee als Besonders Empfindliches Seegebiet (PSSA Particularly Sensitive Sea Area) auszuweisen. Damit Entschluss habe die russische Delegation die Entscheidung von Präsident Putin ausgehebelt, der kürzlich auf dem G8-Gipfel in Evian eine Erklärung für mehr Schiffsicherheit in der Ostsee unterzeichnet hatte. So sei dieses wertvolle Meeresgebiet auch künftig nicht vor Ölkatastrophen geschützt.

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Konferenz der Umweltminister

Wirtschaftliche Nutzung zerstört Nord-und Ostsee

Am Eröffnungstag der Umweltministerkonferenz zum Schutz von Nordostatlantik und Ostsee in Bremen protestiert der WWF gegen den Missbrauch unserer Meere durch umweltschädliche Fischerei, wachsenden Schiffsverkehr und hohe Schadstoffeinträge. Die wirtschaftliche Nutzung von Nord- und Ostsee habe in den vergangenen Jahren immer mehr zugenommen: Schifffahrt, Offshore Gas- und Ölplattformen, Kabeltrassen, Windparks sowie Fisch-Trawler, die mit ihren Fanggeräten die Meeresböden durchpflügen, hätten die empfindlichen Lebensräume stark geschädigt. Der Naturschutzbund NABU begrüßte dagegen Pläne des Bundesumweltministeriums zur Ausweisung von Meeresschutzgebieten in der deutschen Nord- und Ostsee.

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Walfang

Proteste mit toten Schweinswalen im Estrel-Hotel

Am letzten Tag der Jahreskonferenz der Internationalen Walfangkommission (IWC) haben Greenpeace-Aktivisten mit einer Aktion vor dem Tagungsort gegen den Walfang demonstriert. Die Umweltschützer legen drei tote Schweinswale im Innenhof des Berliner Estrel-Hotels ab. Die drei Tiere stünden stellvertretend für über 300.000 tote Wale und Delfine, die jedes Jahr als Beifang in den Netzen der Fischfangflotten, durch Meeresverschmutzung, Unterwasserlärm oder durch die direkte Jagd umkommen, so die Organisation. Die drei kleinen Wale stammen aus der Ostsee, wo sie vom Aussterben bedroht sind. Mit der Aktion fordert Greenpeace die Delegierten der Walfangkonferenz auf, die beschlossene „Berliner Initiative“ in konkrete Maßnahmen für den Schutz der Wale umzusetzen.

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Chinesischer Frachter gesunken

Ölteppich in der Ostsee driftet nach Norden

Nach dem Untergang des chinesischen Frachters Fu Shan Hai, zieht der Ölteppich weiter in Richtung Norden. Das ausgetretene Öl bedrohe jetzt auch die besonders sensible schwedische Felsküste, berichten WWF-Beobachter vor Ort. Die felsigen Strände gelten als besonders sensibles Gebiet und sind schwer zu säubern. Derweil beginnt die Suche nach den Ursachen und Schuldzuweisungen zwischen den zuständigen Behörden in Dänemark und Schweden.

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Tag des Ostsee-Schweinswals

Einzige Ostsee-Wale stehen vor dem Aussterben

Der Schweinswal in der Ostsee braucht dringend Schutz. Ohne Maßnahmen zur Rettung des Kleinen Tümmlers, wie der nur rund 1,60 m lange Meeressäuger auch heißt, könnte er in der Ostsee schon bald ausgestorben sein. Es gibt nur noch etwa 600 dieser kleinen Wale mit der stumpfen Schnauze. Umweltverschmutzung, Unterwasserlärm und die Fischerei machen ihm das Überleben schwer. Viel zu viele sterben in nicht für sie ausgebrachten Fischernetzen, im "Beifang". Sie können die modernen Netze aus dünnem Kunststoffgarn weder sehen noch mit ihrem Echolot orten. Sie verheddern sich und ersticken elendig.

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Baltic Youth Cooperation

Ein Jahr freiwillige Umweltarbeit in einem Ostsee-Land - bis Ende Mai bewerben

Raus aus dem Trott! Abenteuer erleben! Endlich mal was Praktisches, selbständig tun! Ein Jahr ins Ausland? Wie? ... Zum Beispiel mit B.Y.Co. (Baltic Youth Cooperation), dem Jugend-Umwelt-Netzwerk rund um die Ostsee. In B.Y.Co. können sich Jugendliche rund um die Ostsee freiwillig für ein Jahr aktiv mit anderen Jugendlichen im Umweltschutz engagieren. Das B.Y.Co.-Netzwerk besteht aus insgesamt 15 Gruppen aus 8 Län-dern rund um die Ostsee sowie Bulgarien. Der neue Jahrgang beginnt im September 2003, Bewerbungsfrist ist Ende Mai 2003.

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Gegen Papier aus finnischen Urwäldern

Greenpeace-Protest gegen Papierfrachter aus Finnland

Gegen den Import von Papier aus bedrohten finnischen Urwäldern protestieren am Freitagnachmittag Greenpeace-Aktivisten an dem Papierfrachter "Finnhawk" auf der Ostsee bei Lübeck. Mit vier Schlauchbooten sind sie bei der Travemündung auf das Schiff getroffen und haben die Bordwand mit dem Spruch "Forest Crime in Europe" bemalt. Das aus dem Ostsee-Hafen Oulu kommende Schiff liefert Papier der finnischen Papierhersteller Storänso, UPM Kymmene und M-Real für den deutschen Markt. Das Papier stammt anteilig aus Einschlägen in ungeschützten Urwäldern im Nordosten Finnlands.

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Verreisen

Radreisen liegt im Trend

Während der deutsche Tourismus im Jahr 2002 allgemein stagnierte, liege Fahrradurlaub weiter im Trend. Mehr als zwei Millionen Deutsche verbrachten 2002 ihren Urlaub im Fahrradsattel. Das berichtet der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) in seiner Radreiseanalyse 2003. Die Zahl entspreche einer Steigerung von 12,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Verschiedene Umfragen sähen für 2003 die Elbe als beliebtestes Radreiseziel, gefolgt von Weser, Donau, Ostseeküste und Bodensee.

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Stralsund

Neubauprojekt Ozeaneum an der Ostsee bekommt Geld aus dem Bundeshaushalt

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Staatsministerin Christina Weiss, teilte heute bei einem Besuch des Deutschen Meeresmuseum in Stralsund mit, dass 50 Prozent der Baukosten für den Neubau eines Ozeaneums am Stralsunder Hafen über den Bundeshaushalt abgesichert werden. In einem Gespräch mit dem Direktor des Museums, Harald Benke, und dem Oberbürgermeister der Stadt Stralsund, Harald Lastovka, hatte sie bereits am Vorabend berichtet, dass aus ihrem Etat für das Projekt zwischen 2005 und 2007 insgesamt 12,5 Mio. Euro zur Verfügung gestellt werden.

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Tanker in der Ostsee

Schleswig-holsteinischer Umweltminister: Einwandige Öltanker sofort verbieten

Einwandige Öltanker müssen und könnten nach Ansicht des schleswig-holsteinischen Umweltministers Klaus Müller (Grüne) schon innerhalb der nächsten Jahre aus dem Verkehr gezogen werden. Müller sagte am Mittwoch im Deutschlandfunk, es sei nicht hinzunehmen, wenn die alten, einwandigen Tanker erst in 15 oder mehr Jahren abgeschafft würden. Der jüngst im Kattegat auf Grund gelaufene Öltanker wie auch der Untergang des Supertankers Prestige vor der portugiesischen Küste zeigten die Brisanz des Themas.

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Meeresschutz

Greenpeace sieht alte Öltanker als Zeitbomben in der Ostsee

Nach vierwöchiger Schiffsverkehrs-Überwachung in der Kadetrinne stellen Greenpeace-Mitarbeiter und ein Vertreter der Kieler Überseelotsen heute in Hamburg sechs Forderungen zur Schiffssicherheit an die deutsche, europäische und internationale Politik. Vom 11. Dezember 2002 bis zum 12. Januar 2003 hatten die Umweltschützer mit Unterstützung erfahrener Überseelotsen vom umgebauten Feuerschiff "Sunthorice" aus den Schiffsverkehr in der stark befahrenen Kadetrinne in der Ostsee zwischen Dänemark und Deutschland überwacht.

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Lexikon

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