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Wattenmeer

 

 

Nachrichten zum Thema

 

"Verbreitungsgebiete verlagern"

Bis zu 30 Prozent der Arten sollen durch Klimawandel bedroht sein

Nach Einschätzung von Naturschutzexperten bedroht der Klimawandel massiv die Artenvielfalt in Deutschland. "Durch den Klimawandel könnten hierzulande zwischen fünf und 30 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten verschwinden", sagte die Präsidentin des Bundesamts für Naturschutz (BfN), Beate Jessel, am Dienstag (16. September) in Karlsruhe. Dies bedeute allerdings nicht, dass die betroffenen Arten zwangsläufig aussterben. Sie könnten auch "ihre Verbreitungsgebiete verlagern", vor allem nach Norden. Gefährdet seien vor allem Arten im alpinen Raum, im Wattenmeer sowie in einzelnen Mooren und Feuchtgebieten, sagte Jessel anlässlich der Eröffnung des Deutschen Naturschutztags. Sie beklagte auch den großen Flächenverbrauch in Deutschland, der bei 113 Hektar pro Tag liege.

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Baggerarbeiten

Elbvertiefung führt offenbar zu Verschlickung im Watt

Die in diesem Jahr im Wattenmeer vor Cuxhaven aufgetauchten Schlickfelder sind offenbar auf die Elbvertiefung zurückzuführen. In einer ersten Beurteilung komme die Forschungsstelle Küste des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) zur Einschätzung, dass der Schlick offensichtlich auf die Baggerarbeiten in der Elbe zurückgeht, sagte Cuxhavens Oberbürgermeister Arno Stabbert (CDU). Die Indizien sprächen eindeutig für diese These. Die Forschungsstelle habe empfohlen, eine wissenschaftliche Langzeituntersuchung in Auftrag zu geben, sagte Stabbert.

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Einstimmig gegen den Energieriesen

RWE soll Pläne zur Ölsuche im Wattenmeer aufgeben

Bild: WWFEgal wo die RWE AG in Deutschland hingeht - die Bevölkerung will die atomar-fossilen Großprojekte des Energieriesen nicht mehr. Volksabstimmungen gegen Kohlekraftwerke, Demonstrationen und Klagen gegen Atomkraftwerke und nun auch noch Widerstand von Kommunalpolitikern gegen die Ölsuche im Wattenmeer. So hat der nordfriesische Kreistag auf seiner Sitzung am 7. März einstimmig eine neue Öl- und Gassuche von RWE Dea abgelehnt. "Die Pläne des Energiekonzerns sind für eine Tourismus- und Naturregion wie Nordfriesland einfach widersinnig", kommentierte Rainer Borcherding von der Schutzstation Wattenmeer die Entscheidung. "Wir fordern RWE Dea auf, dem Beispiel anderer Energiekonzerne zu folgen und auf jegliche Rohstoffförderung in Großschutzgebieten zu verzichten"

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Noch unentschlossen?

Umweltministerium plädiert für "Natururlaub in Deutschland"

Noch unentschlossen, wohin es im Sommerurlaub gehen soll? "Mehr als 120 Nationalparks, Biosphärenreservate und Naturparks in Deutschland - vom Wattenmeer bis zu den Alpen, vom Odertal bis zum Pfälzerwald - bieten attraktive Urlaubsziele für jeden Geschmack", empfiehlt das Bundesumweltministerium. Ein solcher Urlaub habe zwei positive Randaspekte: Der Urlaub in den deutschen Naturlandschaften verhindere klimaschädliche Treibhausgase und komme der heimischen Wirtschaft zugute. Mit zwei Broschüren will das Ministerium "Tipps und Anregungen für spannende Urlaubserlebnisse und für Sport in der Natur" geben.

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Vogelzug & Klimawandel

Rückgang arktischer Zugvögel im Wattenmeer

Mit einem Seminar an Deutschlands bekanntestem Leuchtturm möchte die Husumer "Schutzstation Wattenmeer" auf den Rückgang arktischer Zugvögeln aufmerksam machen. Heute kommen nach Angaben von Rainer Schulz von der Schutzstation noch jährlich 10-12 Millionen Vögel ins Wattenmeer, um auf dem Weg zwischen warmen Überwinterungsgebieten und arktischen Brutrevieren neue Reserven anzulegen. Doch manche dieser hoch spezialisierte Arten, wie Ringelgans oder Knutt, hätten in den letzten Jahren bereits ein Viertel ihrer Bestände eingebüßt. Verschiedene Forschungsergebnisse deuteten darauf hin, "dass dies nur die ersten Folgen des globalen Klimawandels sind", so Schulz.

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Artenvielfalt

GEO-Bildband "Natur in Deutschland" zwischen Nordsee und Alpen

Es müssen nicht immer Regenwälder sein, es müssen nicht immer Elefanten, Wale und Tiger sein: Ein neuer Bildband von GEO zeigt, was Natur auch in gemäßigten Breiten an Schönheit, an Vielfalt und an Überraschungen zu bieten hat - nämlich in Deutschland. Über viele Jahre hinweg hat der GEO-Fotograf Thomas Stephan, mal im Nahbereich, mal aus dem Flugzeug, Wälder und Mittelgebirge, Heidelandschaften und Gebirge, Felder und Hochmoore, das Wattenmeer, Flüsse und Bäche geduldig und kenntnisreich mit der Kamera abgesucht, um die Wunder im Kleinen einzufangen. Ergebnis sind außergewöhnliche Bilder aus dem filigranen Netzwerk der Natur, ergänzt um informative und unterhaltsame Texte von fachkundigen GEO-Reportern.

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Giftfracht im Wattenmeer

WWF-Studie zeigt Auswirkungen der hohen Schadstoffbelastung auf das Meer

Trotz verschiedener Abkommen zum Schutz der Meere gelangen immer noch viel zu viele Schadstoffe ins Wattenmeer. Es handelt sich um Zusätze in Kunststoffen, Waschmitteln und Kosmetika sowie einige Pestizide und Biozide. Neben der hohen Konzentration der Schadstoffe sind langlebige, schwer abbaubare und hormonell wirksame Chemikalien besonders gefährlich. Sie können bei den Bewohnern des Wattenmeeres langfristig gravierende Schäden wie Immunschwäche, Fruchtbarkeitsstörungen oder Krebs verursachen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie, die der WWF heute vorgestellt hat.

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Nordsee

22 000 Seehunde verenden an Staupe

Das Jahr 2002 war für die Seehund-Bestände in Nordeuropa ein schwarzes Jahr. Wie bereits 14 Jahre zuvor breitete sich die Tod bringende Staupe-Epidemie in der Population aus und raffte Tausende Meeressäuger dahin. Nach der aktuellen Statistik des Internationalen Wattenmeer-Sekretariats in Wilhelmshaven wurden seit dem Ausbruch der Seuche im Mai insgesamt 22.050 Kadaver an den Küsten Nordeuropas angeschwemmt. Allein im Wattenmeer starben mehr als 10.000 Seehunde. Auch an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns wurden verendete Tiere entdeckt. In Großbritannien registrierte das Sekretariat noch im Dezember weiterhin Kadaverfunde.

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Verkehrspolitik

Naturschützer verlangen Stop für Tiefwasserhafen und Elbausbau

Die Mitgliederversammlung des Deutschen Naturschutzrings (DNR) hat am Wochenende in Hamburg die Planungen zu den deutschen Nordseehäfen als katastrophal kritisiert. Auf Druck großer Reedereien wie Hapag-Lloyd will die Hamburger Stadtregierung einen weiteren Ausbau des Hafens und eine Vertiefung der Unterelbe. Gleichzeitig halten die niedersächsische Landesregierung und das Land Bremen am Bau des neuen Tiefwasserhafens in Wilhelmshaven fest. DNR-Präsident Hubert Weinzierl forderte Ministerpräsident Gabriel nachdrücklich auf, angesichts der prekären Haushaltslage und der hohen Verschuldung Niedersachsens auf das "Milliardengrab Tiefwasserhafen" zu verzichten. Notwendig sei dagegen eine kooperative Hafenpolitik, die sowohl ökologische als auch ökonomische und soziale Gesichtspunkte berücksichtige. Nach den bisher vorliegenden Erkenntnissen würden die weitere Vertiefung der Elbe und der geplante Bau des Tiefseehafens zu großen Schäden in ökologisch sensiblen Bereichen wie europarechtlich geschützten FFH-Gebieten an der Unterelbe bzw. im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer führen.

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14 700 Meeressäuger starben seit Mai

Seehundstaupe nimmt kein Ende

Immer mehr Seehunde sterben am Staupevirus. Seit Ausbruch der Seuche Anfang Mai sind in Nordeuropa 14 700 Meeressäuger verendet, wie das Internationale Wattenmeer-Sekretariat am Freitag in Wilhelmshaven mitteilte. Laut Seehund-Report stieg die Zahl der an den Küsten angeschwemmten Kadaver allein im Wattenmeer auf 5763. Experten gehen davon aus, dass sich die Seuche bis in den November fortsetzen werde. Insgesamt könnten etwa zwei Drittel der rund 30 000 Seehunde in Nordeuropa an der Staupe verenden.

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Schon 12.000 tote Seehunde

Staupe-Virus befällt gesamte Nordsee

Die grassierende Staupe-Epidemie hat die Seehundbestände in der gesamten Nordsee erfasst. An den Küsten der Nordsee-Anrainer seien bis zum Ende der Woche etwa 12.000 verendete Seehunde gezählt worden, teilte das Internationale Wattenmeer-Sekretariat am Freitag in Wilhelmshaven mit.

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Spektakuläres Naturschauspiel

200 000 Brandgänse in der Mauser

Ein spektakuläres Schauspiel können Naturfreunde im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer verfolgen. Vor der Küste Dithmarschens sind nahezu sämtliche Brandgänse Europas zusammengekommen, um die Federn ihrer Flügel zu erneuern. Die 200 000 Tiere können während der Erneuerung der Flügelfedern nicht fliegen und sind daher besonders scheu und störungsempfindlich.

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Sommerferien Jugendfreizeitreisen

Noch Plätze bei BUNDjugend und MediaNatureCamp 2002

Die BUNDjugend Hessen veranstaltet auch in diesem Sommer wieder Ferienfreizeiten für Kinder und Jugendliche. Vom 29.7. bis 4.8. können 9 bis 12jährige das "Leben auf dem Bauernhof" lernen. Eine Woche lang helfen die Kinder bei allem mit, was auf einem Selbstversorgerhof zu tun ist: Kühe melken, Käsen, Brot backen, Wolle filzen und natürlich die vielen Tiere versorgen. Der Teilnahmebeitrag liegt bei 210,- Euro. Für die 10 bis 12jährigen findet vom 8. bis 18.7. eine Nordseefreizeit auf Hallig Hooge statt. Im Mittelpunkt steht die Erkundung des spannenden Lebensraums Wattenmeer, aber auch Baden gehen, Spiel und Spaß und Ausflüge stehen auf dem Programm. Hier betragen die Kosten 310,- Euro.

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Havarie

NABU fordert besseren Schutz der Nordsee vor Schiffsunglücken

Der Naturschutzbund NABU fordert einen deutlichen besseren Schutz der Nordsee vor Havarien. Notwendig sei eine Verlagerung der Hauptschifffahrtstrassen in der Deutschen Bucht nach Norden, forderte NABU-Präsident Jochen Flasbarth. In unmittelbarer Nähe des sensiblen Lebensraumes Wattenmeer verlaufe dort eine der am dicht befahrensten Wasserstraßen der Erde. Über 30.000 Schifffahrtsbewegungen würden dort jährlich abgewickelt. Vielfach seien die Schiffe mit Öl oder Chemikalien beladen.

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Tierwelt

Geburtenrekord bei Kegelrobben auf deutschen Sandbänken

Auf der zwischen den Inseln Amrum und Sylt gelegenen einzigen deutschen Kegelrobbenkolonie wurden während dieses Winters 21 Tiere geboren. Das ist nach Angaben der Schutzstation Wattenmeer die höchste bislang registrierte Geburtenzahl. Lediglich drei Jungrobben überlebten die ersten Tage nicht. Die Geburten auf der Sandbank werden seit 1988 statistisch erfasst. Seinerzeit erblickten gerade mal halb so viele Jungtiere wie in diesem Winter das Licht der Welt.

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Antrag bei UNESCO

Wattenmeer soll Weltnaturerbe werden

Bereits heute genießt das schleswig-holsteinische Wattenmeer an der Nordseeküste den höchsten deutschen Schutzstatus und zählt zu den wenigen Nationalparks der Republik. Doch könnte diese einzigartige Landschaftsform womöglich noch höhere Weihen erfahren: Bei der nächsten Konferenz der Umweltminister von Deutschland, Dänemark und den Niederlanden soll ein Antrag an die UNESCO (Sonderorganisation der Vereinten Nationen zur Förderung von Wissenschaft, Erziehung, Kultur) verabschiedet werden, das Wattenmeer als "Weltnaturerbe" einzustufen.

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Windenergie-Testfeld in der Nordsee

Gabriel will Windkraftanlagen an Land reduzieren

Gemeinsam unter anderem mit den Energie- und Atomkonzernen E.On und Vattenfall hat Bundesumweltminister Sigmar Gabriel am 2. Oktober grünes Licht für das deutsche Windenergie-Testfeld in der Nordsee gegeben. Das Gemeinschaftsprojekt "aus Wirtschaft und Politik" sei die Grundlage für die kommerzielle Windenergienutzung auf See ("Offshore") nach 2008. Die Förderung durch die Bundesregierung spielt nach Angaben der Bundesregierung dabei "eine zentrale Rolle". Gefördert wird ein Testfeld für zwölf Offshore-Windenergieanlagen der 5-Megawattklasse in der Nordsee, rund 45 Kilometer vor der Insel Borkum. Das Forschungs- und Demonstrationsprojekt "für die deutsche Wirtschaft" soll bis zum Jahr 2008 errichtet werden und eine Initialzündung für die Nutzung der Windenergie in der deutschen Nord- und Ostsee zu bewirken. Nach Auffassung des Bundesumweltministers zählt zu den Vorteilen des Projektes, dass die auf offener See getesteten Anlagen auch die Chance böten, die Leistung der an Land stehenden Anlagen zu verbessern. "Dann kann auch deren Zahl reduziert werden", so der Umweltminister mit Blick auf "immer wieder geäußerte Kritik an der Windenergie in der freien Landschaft".

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Nach dem Seehundsterben

Seehundbestand hat sich deutlich erholt

Nach dem Seuchenzug vor zwei Jahren hat sich der Seehundbestand in der Nordsee wieder deutlich erholt: In diesem Jahr wurden bei den Zählflügen vor der niedersächsischen Küste mehr als 4.000 Seehunde gezählt, darunter knapp 1000 Jungtiere. "Das sind wieder rund 600 Seehunde mehr als noch im vergangenen Jahr", betonte Herma Heyken, Sprecherin der Bezirksregierung Weser-Ems. Die neuen Zahlen zeigen, dass sich der Bestand der Seehunde an Niedersachsens Küste wieder erholt hat und bei gutem Gesundheitszustand wieder expandiert. Dies wird auch belegt durch die Ergebnisse der veterinärmedizinischen Untersuchungen jener Heuler, die in der Seehundaufzucht- und Forschungsstation in Norddeich aufgepäppelt wurden.

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WWF-Jahresbericht 2002

Mehr Spenden und Mitglieder für den Umweltschutz mit dem Panda

Bild: Rettet den Regenwald e.V.Trotz der angespannten Wirtschaftslage in Deutschland nimmt die Spendenbereitschaft für den Umweltschutz zu: Für den WWF Deutschland endete das Geschäftsjahr 2002 mit 22,5 Millionen Euro auf der Ertragsseite, das sind 13 Prozent mehr Einnahmen als im Vorjahr. Dieses Ergebnis verkündete WWF-Geschäftsführer Dr. Peter Prokosch am Dienstag bei der Vorstellung des aktuellen Jahresberichts. Fast eine Viertelmillion Menschen unterstützte 2002 die Arbeit des WWF zum Erhalt der Natur. Die Fördererkartei wuchs um 6.000 Einträge auf insgesamt 249.000 an, Rekord in der 40-jährigen Geschichte des WWF. Prokosch sagte angesichts der positiven Bilanz: "Die Menschen in Deutschland sparen nicht am Umweltschutz. Das Mehr an Spenden und Mitgliedern zeigt, dass man uns zutraut, Umweltprobleme mit Fachkompetenz zu lösen."

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40 Jahre WWF

Am 10. Mai wird der WWF Deutschland 40 Jahre alt

Am 10. Mai 1963 wurde der WWF in der damaligen Bundeshauptstadt Bonn gegründet - zwei Jahre nachdem die Mutterorganisation WWF International in der Schweiz ins Leben gerufen worden war. Zu den Gründungsvätern zählten unter anderem Bundestagspräsident Eugen Gerstenmaier, Bernhard Grzimek und der spätere Ministerpräsident und Bundesverteidigungsminister Gerhard Stoltenberg. Seit vier Jahrzehnten setzen sich die Umweltschützer des WWF überall auf der Welt für die Rettung bedrohter Tiere, Pflanzen und ihrer Lebensräume ein. Häufig mit Erfolg: "Wir freuen uns, dass wir unseren Geburtstag mit einst vom Aussterben bedrohten Elefanten, Nashörnern, Orang-Utans, Walen, Eisbären, Ringelgänsen und Meeresschildkröten feiern können", so WWF-Geschäftsführer Dr. Peter Prokosch.

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Schwimmende Zeitbomben

Prestige-Katastrophe auch in Deutschland möglich

Eine Tankerkatastrophe wie bei der "Prestige" vor Spanien mit schwerwiegenden Folgen für die Meeresumwelt ist nach Ansicht des WWF jederzeit auch in Deutschland möglich. "Durch Nord- und Ostsee fahren die gleichen Schiffe wie vor der spanischen Küste und viele davon sind in erbärmlichem Zustand", sagte Hans-Ulrich Rösner, Meeresexperte des WWF. Der WWF fordert die Bundesregierung auf, sich der aktuellen Initiative Spaniens und Frankreichs anzuschließen, und unsicheren Tankern die Benutzung ihrer Gewässer zu verbieten.

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Ölpest

NABU fordert nationale Konsequenzen aus spanischer Ölkatastrophe

Angesichts der verheerenden Ölkatastrophe, die nach dem Auseinanderbrechen des Tankers "Prestige" weite Teile der Iberischen Atlantikküste bedroht, hat der Naturschutzbund NABU auch Konsequenzen für die deutsche Schifffahrtspolitik angemahnt. "Es muss dringend ein zweiter Hochseeschlepper neben der Oceanic vor der Deutschen Bucht stationiert und die Hauptschifffahrtsstraße von den Ostfriesischen Inseln nach Norden verlagert werden. Darüber hinaus sollte innerhalb der EU überlegt werden, ob künftig Befahrensverbote der Hoheitsgewässer für solche Schiffe wie die 26 Jahre alte, nur mit einem einfachen Rumpf versehene ,Prestige' zusätzlich zu einem Hafenverbot ausgesprochen werden können", so der NABU-Experte Rüdiger Wöhlers.

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Jury Umweltzeichen beschließt Auszeichnung

Blauer Engel für Seeschiffe und Fähren

In Zukunft werden die Verbraucher den Blauen Engel nicht nur auf Mehrwegflaschen und Farbdosen finden, sondern auch an der Brücke von Seeschiffen und Fähren. Die Jury Umweltzeichen hat beschlossen, Reedereien für ihren umweltschonenden Schiffsbetrieb auszuzeichnen. Die ausgezeichneten Schiffe müssen schwefelarmem Brennstoff verwenden und ihre Stickoxidemissionen um mehr als 20 Prozent reduzieren. Die an Bord entstehenden Abfälle und Abwässer müssen mit fortschrittlichen technischen Systemen behandelt werden. Weitere Kriterien sind Tariflohn und Umweltschutztraining für die Besatzung.

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Seehundsterben erreicht traurigen Höhepunkt

1002 tote Seehunde

Das Seehundsterben an der niedersächsischen Nordseeküste hat das Ausmaß einer Epidemie erreicht. Mit derzeit 1002 toten Seehunden und 9 toten Kegelrobben sei am Dienstag eine Schallgrenze durchbrochen worden, sagte die Sprecherin der Bezirksregierung Weser-Ems, Herma Heyken, in Oldenburg. Damit seien 15 Prozent der Gesamtpopulation von knapp 6500 Seehunden tot an Land geschwemmt worden. Verantwortlich für das massenhafte Seehundsterben ist offenbar das seit Mitte Juli grassierende Staupe-Virus. Die drastische Zunahme an Totfunden sei auf drehende Winde zurückzuführen, sagte Heyken. Mit dem nun auflandigen Wind würden Seehunde angeschwemmt, die bereits vor Tagen verendet sind. Der Auslöser der Seehund-Staupe bleibt weiter unklar.

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Verdacht bestätigt

Seehundstaupe nun auch in Schleswig-Holstein

Die Seehundstaupe hat Schleswig-Holstein erreicht. Für vier von sechs Tieren hätten Fachleute der Tierärztlichen Hochschule Hannover den Verdacht bestätigt, teilte das Umweltministerium in Kiel am Mittwoch mit. Alle Seehunde stammen von der Düne der Hochseeinsel Helgoland. Insgesamt wurden 94 verendete Seehunde auf Helgoland geborgen.

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Seehundsterben geht weiter

331 tote Tiere an Niedersachsens Küste

Das Staupevirus fordert täglich neue Opfer unter den Seehunden in der Nordsee. Seit Mitte Juli ist die Zahl der Todfunde an der niedersächsischen Küste auf 331 gestiegen, wie die Sprecherin der Bezirksregierung Weser-Ems, Herma Heyken sagte. Das Seehundsterben sei deutlich größer als in den Vorjahren. Dennoch gebe es berechtigte Hoffnungen, dass die Staupeseuche nicht das Ausmaß von 1988 erreicht. Damals war die Population der Tiere in Nord- und Ostsee nahezu halbiert worden.

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Siebenmal Seehundstaupe-Virus nachgewiesen

Fast 100 tote Seehunde an ostfriesischer Küste gefunden

Die Zahl der an der ostfriesischen Küste tot angeschwemmten Seehunde ist weiter gestiegen. Seit Mitte Juli wurden an der Küste und auf den Inseln 95 verendete Tiere registriert, wie die Sprecherin der Bezirksregierung Weser-Ems, Herma Heyken, am Mittwoch sagte. Es werde befürchtet, dass die Tiere dem Seehundstaupe-Virus zum Opfer gefallen sind. Bei sieben toten Tieren hatte die Virologie der Tierärztlichen Hochschule in Hannover das gefährliche Virus nachgewiesen. Von einer Staupe-Epidemie in der deutschen Nordsee könne noch nicht gesprochen werden, sagte der Leiter der Seehundaufzuchtstation Norddeich, Peter Lienau. Weiterhin gehe jedoch die Angst vor einem Massensterben um.

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Symptome bei fünf toten Tieren festgestellt

Seehundstaupe an der Nordseeküste?

Die gegenwärtig in Schweden und Dänemark grassierende Seehundstaupe ist offenbar auch an der ostfriesischen Nordseeküste ausgebrochen. Bei zwei verendeten Tieren, die vor einer Woche an der Küste gefunden wurden, haben Wissenschaftler nach Angaben des niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) die gefährliche Krankheit bereits nachgewiesen. Fünf von weiteren sieben gefundenen toten Tieren hätten eindeutige Symptome der Seehundstaupe. Allerdings stehen die Ergebnisse der virologischen Untersuchung noch aus. An der schleswig-holsteinischen Küste herrscht bei den Tierschützern Alarmbereitschaft.

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Seehunde

Station in Norddeich betreut derzeit 48 Jungtiere

Seehundbabys sind Gourmets. Zumindest kredenzt ihnen das Team der Aufzucht- und Forschungsstation im ostfriesischen Norddeich eine einzigartige Delikatesse. Aufgepäppelt werden die Heuler dort mit einem speziellen Muttermilchersatz. Die Milch mit einem Fettanteil von 55 Prozent wird von einer Firma in den USA hergestellt. "Das ist weltweit der einzige uns bekannte Produzent", sagt Stationsleiter Peter Lienau.

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Giftige Last für kleine Heuler

WWF: Seehunde sind hoher Schadstoffbelastung in Nord- und Ostsee ausgeliefert

Das aktuelle und nachweislich durch den Seehundstaupevirus PDV (Phocine Distemper Virus) ausgelöste Seehundsterben in Dänemark und Schweden ist nach Meinung des WWF mit großer Wahrscheinlichkeit auf die hohe Belastung der Tiere mit Schadstoffen zurückzuführen. Bislang wurden etwa 300 tote Tiere gefunden. Behörden, Umweltschutzorganisationen und Wissenschaftler befürchten, dass die Seuche bis Ende Juni auf die deutschen Küsten in Niedersachsen und Schleswig-Holstein übergreifen wird, und warnen vor ähnlich verheerenden Ausmaßen wie bei der Massenerkrankung von Seehunden im Jahre 1988.

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